Quelle: Beta | Freitag, 16.08.2019.| 11:20
Lesen Sie einen Artikel aus Drucken Sie die Nachricht

Beginn der Sanierung des Wasserversorgungs- und Abwassernetzes in Serbien bis Jahresende - Arbeiten im Wert von 1,45 Mrd. EUR

Illustration
Illustration (Fotodocter_k/shutterstock.com)

Die Sanierung der Wasserversorgungssysteme in 60 kommunalen Selbstverwaltungen und der Bau von Kanalisationsnetzen und Kläranlagen in weiteren 60 Städten und Gemeinden in Serbien sollen in der ersten Phase rund 1,45 Mrd. EUR kosten, gab heute der Leiter der Investitionsverwaltung Marko Blagojevic und kündigte die Realisierung in den folgenden Monaten an.

Für die Sanierung von Wasserversorgungssystemen in 60 Gemeinden und Städten werden rund 150 Mio. EUR benötigt, während in den Bau von Kanalisation und Kläranalagen in weiteren 60 lokalen Selbstverwaltungen auschließlich der Kläranlage in Belgrad (Veliko Selo) weitere 1,3 Mrd. EUR zu investieren seien.

Für das Projekt der Wasserversorgung sei bereits ein Kredit der Europäischen Investitionsbank im Wert von 40 Mio. EUR sowie Spenden im Wert von 10 Mio. EUR sichergestellt worden.

- Für die erste Phase der Arbeiten werden wir einen Kredit des Europarats im Wert von 200 Mio. EUR nutzen - so Blagojevic.

Der Kredit soll, wie erwartet, bis Ende des Jahres ratifiziert werden. In solchem Falle könnte die Realisierung des Projekts schon im Frühling 2020 beginnen.

- Wir haben bereits Projekte zur Verbesserung der Wasserversorgung in 60 kommunalen Selbstverwaltungen vorbereitet - so Blagojevic.

Mit Hilfe eines Fragebogens, die Kommunen und Städten zugestellt wurde, habe man, laut seinen Worten, den aktuellen Zustand analyisiert.

- Die erste Phase des Projekts zur Verbesserung der Wasserversorgung ist auf die Verringerung der Verluste in den Wasserleitungen konzentriert, weil die Analysen erwiesen haben, dass die Verluste in einigen Gemeinden bis zu 70% reichen - sagte Blagojevic und fügte hinzu, dass man an der Sanierung, Automatisierung und Überwachung des Wasserversorgungsnetzes arbeiten werde.

Nur dann könne eine hohe Investition von 3 Milliarden Euro in die Wasserversorgung und Abwasserversorgung im ganzen Land in den folgenden fünf Jahren Sinn machen, sagte er und errinerte daran, dass diese Investitionen vom Präsidenten Aleksandar Vucic im Rahmen eines Investitionsplans von 10-12 Mrd. EUR angekündigt worden seien.

- Es wäre sinnlos, Investitionen in neue Kapazitäten zu planen, die solche Verluste einschließen würden - erklärte Blagojevic und unterstrich, die zweite Phase schließe die Erweiterung der bestehendne Wasserversorgugnssystemen sowie den Bau von Wasseraufbereitungsanlagen ein, in Gemeinden, wo dies notwendig ist.

In Bezug auf Investitionen in das Kanalisationsnetz und Kläranlagen sage Blagojevic, dass der Staat in der ersten Phase in den Bau solcher Anlagen und erst später in die Erweiterung der bestehenden Kanalisationsnetze investieren werde.

- In der ersten Phase werden wir die Kanalisation und Kläranlageni n 60 Gemeinde bauen - sagte er.

Kommunalen Selbstverwaltungen, die bereits über vollständige und für die Realisierung bereite Projekte verfügen, sollen zunächst die finanziellen Mitteln zugeteilt werden. Der Staat werde, laut seinen Worten, keine Liste der Prioritäten aufstellen.

- Es handelt sich um Projekte, deren Realsiierung, Einschätzungen zufolge, 3-5 Jahre dauern würde, mit Ausnahme von Novi Sad und Belgrad, wo man sechst bzw. sieben Jahre benötigt - so Blagojevic.

Die geschätzte Dauer der Projektdurchführung sei, seiner Meinung nach im Einklang mit den Kapazitäten von Serbien bezüglich der Arbeits- und Fachkräfte und Ausrüstung der Bauunternehmen.

Blagojevic erinnerte daran, dass man bereits mit dem Bau einer Kläranlage in Vranje im Wert von 19,5 Mio. EUR begonnen habe.

Der Bau einer Kläranlage in Leskovac ist abgeschlosen und derzeit wird das Projekt zum Bau eines Abwassersammlers in dieser Stadt realisiert. Der Gesamtwert der Arbeiten liegt bei 26 Mio. EUR.

Einem Testlauf wurde das regionale System Vrbas-Kula im Wert von 30 Mio. EUR unterzogen, und das Gleiche soll bis Ende des Jahres mit dem ähnlichen System in Raska im Wert von 6,5 Mio. EUR getan werden.

In Subotica und Sabac wurden bereits Kläranlagen gebaut.

Eine Abwasseraufbereitunsanlage ist bereits fertiggestellt in Krusevac, und derzeit wird das entsprechende Kanalisationsnetz gebaut. Der Gesamtwert des Projekts beläuft sich auf 22 Mio. EUR.

Blagojevic erinnerte daran, dass für die kommunale Infrastruktur lokale Selbstverwaltungen verantwortlich sind, die deren Bau und Instandhaltung aus dem Gemeindehaushalt finanzieren sollen. Sie hätten in der vergangenen Zeit die Hilfe des Staates benötigt, sodass die Investitionsverwaltung der Republik Serbien die Sanierung und Erweiterung der Wasserversorgungs- und Kanalisationssysteme bereits unterstützt habe. Im Rahmen des Wiederaufbaus nach dem Hochwasser seien bisher 45 Projekte realisiert worden, so Blagojevic.

Sehr hilfreich dabei sei das Ministerium für Bau, Verkehr und Infrastruktur mit Hilfe der deutschen Entwicklungsbank KfW gewesen, deren Mittel ni die Sanierung der erwähnten kommunalen Systeme investiert worden seien, fügte Blagojevic hinzu.

Kommentare können ausschließlich angemeldete Nutzer eingeben.
Verfolgen Sie Nachrichten, Angebote, Zuschüsse, gesetzliche Bestimmungen und Berichte auf unserem Portal.
Testiraj besplatno!
Melden Sie sich für unseren täglichen Wirtschafts-Newsletter an, den Sie am Ende jedes Arbeitstages an Ihre E-Mail-Adresse erhalten .
Vollständige Informationen sind nur für gewerbliche Nutzer/Abonnenten verfügbar und es ist notwendig, sich einzuloggen.
Kostenlos testen!
Testiraj besplatno!
Vollständige Informationen sind nur kommerziellen Nutzern - Abonnenten verfügbar.
Testiraj besplatno!

Um alle Informationen zu sehen, loggen Sie sich, bitte, ein:
Sie haben Ihr Passwort vergessen? Klicken Sie HIER
Für kostenfrei Probenutzung, klicken Sie HIER