Quelle: eKapija | Montag, 10.06.2019.| 01:16
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Abkommen mit Russland über den Bau eines Atomzentrums in Serbien in Kürze - Bulgarien bittet Serbien um Hilfe bei der Errichtung eines Atomkraftwerks?

Illustration (FotoFooTToo/shutterstock.com )

Nach einem Treffen mit Alexey Likhachev, Generaldirektor von Rosatom, am 7. Juni 2019 gab der serbische Minister für Innovationen und technologische Entwicklung Nenad Popovic bekannt, dass zwischen den beiden Ländern ein Regierungsabkommen über den Bau eines wissenschaftlichen Forschungszentrums für die Nutzung von Atomenergie für friedenserhaltende Zwecke in Serbien in den nächsten Monaten abgeschlossen werden soll.

- Wir sprechen mit ihnen über den Bau eines wissenschaftlichen Forschungszentrums, das ausschließlich zu Friedenszwecken genutzt werden soll, vor allem für Medizin und Landwirtschaft sowie für die Entwicklung neuer Technologien, die bei der Digitalisierung zum Einsatz kommen - sagte Popovic in einem Interview auf dem Wirtschaftsforum SPIEF, berichtet Energetski Portal.

Er fügte hinzu, dass auf dem Treffen mit Likhachev mehrere Vereinbarungen getroffen worden seien, die in den nächsten Monaten durch ein Regierungsabkommen verwirklicht werden, sowie die Unterzeichnung mehrerer Vereinbarungen, die die Grundlage für den Bau des genannten Zentrums bilden werden.

Rosatom sei derzeit dabei, den Bau von Kernkraftwerken weltweit erheblich auszuweiten, fügte der Minister hinzu.

Andererseits bietet Bulgarien Serbien, wie Blic schreibt, eine Beteiligung am Bau des bulgarischen Kernkraftwerks Belene an, obwohl mit Belgrad keine offiziellen Gespräche über dieses Projekt geführt wurden.

Wie die Tageszeitung schreibt, sucht Bulgarien auf dem Balkan nach neuen Partnern, da es an Finanzmitteln mangelt und einige westeuropäische Unternehmen das Projekt aufgeben, vor allem das deutsche Unternehmen RWE, aber auch Unternehmen aus den USA, Italien, Frankreich und Großbritannien.

Neben Serbien gibt es auch Nordmazedonien und Montenegro, mit deren Hilfe die Bulgaren dieses seit den 1980er Jahren in Betracht gezogene Projekt wiederbeleben wollen.

Die Regierung Serbiens hat es abgelehnt, dies offiziell für Blic zu kommentieren, und die Tageszeitung erfährt inoffiziell, dass noch kein offizielles Arrangement angeboten wurde.

Blic schreibt auch, dass der Bau des Kernkraftwerks Belene 6 Mrd. EUR kosten würde.

Laut Medienberichten von Ende Mai verlangten Serbien und Nordmazedonien einen Anteil am künftigen bulgarischen Kernkraftwerk, nachdem Bulgarien im Amtsblatt der Europäischen Union angekündigt hatte, einen strategischen Partner für das Projekt zu suchen.
Die Auswahl des strategischen Investors soll im nächsten Jahr abgeschlossen sein.
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