Quelle: eKapija | Montag, 10.06.2019.| 15:41
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Pavillon von Nathalia-Felsenteller - Installation, die in der Zukunft Belgrad verzieren könnte

(FotoBiljana Jović)
Der "Nathalia-Felsenteller-Pavillon" ist eines der Projekte, im Rahmen des 8. Salons der Landschaftsarchitektur (5-28. Juni 2019) ausgestellt ist. Autorinnen Biljana Jovic und Mirjana Komnenov von der Fakultät für Forstwirtschaft der Universität in Belgrad waren von der Blume Nathalia-Felsenteller (Ramonda nathalie P. et P.) inspiriert. Die Pflanze aus der Familie der Gesneriengewächse ist auch unter dem Namen Phönix-Blume bekannt und ist zugleich Symbol, mit dem in Serbien der 11. November - Waffenstillstandstag gefeiert wird.

Auf unserer Frage, warum sie sich für dieses Projekt entschieden haben, sagten sie:

- Wir wollten die Möglichkeiten für die Umsetzung organischer Formen im Design tiefer erforschen, indem wir die einfachen Eigenschaften der Blume nutzen, die uns inspiriert hat, um sie in eine organische Form zu überführen, die die Merkmale dieser Art aufweist.
Das Modell wurde durch die Anwendung von Softwares und Designerwerkzeugen entwickelt und mit Hilfe des 3D-Druckers realisiert. Blütenblätter wurden im Vorono-Diagramm übertragen und dann als Pergolen geformt und erzeugt. Es ist als landschaftliche und architektonische Installation im Raum konzipiert.

- Zu Beginn unserer Forschung, die zum Pavillon-Modell führte, haben wir nicht über die Möglichkeiten einer konkreten Realisierung nachgedacht. Wir wollten unser Modell als Beispiel für die Implementierung einer organischen Form in etwas präsentieren, was in der kommenden Zeit durch Anwendung der fortgeschrittenen Technologie des digitalen Drucks realisiert werden könnte - so Biljana Jovic.

Sie wies dabei auf das erste Gebäude in China hin, das vor einigen Jahren mit einer speziellen Betonmischung gedruckt wurde, sowie auf eine gedruckte Stahlbrücke über den Kanal in Amsterdam.

- Wenn wir die Möglichkeiten vergleichen, die wir haben, sind wir noch weit davon entfernt. Nach heutigem Stand könnten wir für dieses Projekt beispielsweise eine Holz- oder Stahlkonstruktion oder einen leichteren Aluminiumrahmen und Glas oder Plexiglas verwenden. Die Auswahl der verwendeten Materialien hängt von der Größe des Pavillons ab.

Wenn eine Lösung gefunden wird, sollten Sie sich unbedingt von einem Fachmann beraten lassen, damit die Konstruktion stabil und sicher ist - unterstrich Jovic.

Modell, das vom 3D-Drucker gedruckt wurde (FotoTsutsomu Araki)

Bisher gab es keine Angebote für die Installation des Pavillons, aber sie meint, dass es gut wäre, ihn in einem repräsentativen offenen Raum in der Innenstadt aufzustellen, wie z.B. in der Nähe des Rektorats der Universität in Belgrad oder Arboretum der Fakutlät für Forstwirtschaft, im Botansichen Garten und sogar an manchen Bus- oder Straßenbahnhaltestellen in der Stadt.

Das Projekt wurde in Japan (Tokio), im Finale des ADMC-Wettbewerbs 2017 sowie im Studentenkulturzentrum und der Universitätsbibliohtek in Belgrad vorgestellt.

Arbeiten, die von der Natur inspiriert wurden, wurden unter der Leitung des Gesprächspartners auch auf der Internationalen Konferenz für Geometrie und Grafik in Mailand (August 2018) vorgestellt, und eine Arbeit soll beim Asiatisches Grafik-Wissenschafts-Forum (AFGS 2019) präsentiert werden, das in diesem Jahr in China stattfindet. Biljana Jovic soll daran als Mitglied des wissenschaftlichen Ausschusses der Konferenz teilnehmen.

- Ich habe gerade eine sehr schöne Bestätigung der Richtung erhalten, in die wir uns entwickeln, als ich an der Cumulus Konferenz in Finnland teilnahm, wo ich mich freute, Mitglied des International Reviewer Board zu sein, und für die Teilnahme einen Zuschuss zu erhalten, was einen großen Anstoß für die weitere Arbeit an diesem Thema darstellt - so Jovic.


Aleksandra Kekić

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