Quelle: Novosti | Montag, 27.05.2019.| 12:17
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Möbelfabrik Spilit in Vranje steht bald zum Verkauf?

Illustration (FotoDobrovizcki/shutterstock.com)

Die ganze Möbelfabrik Spilit in Vranje könnte verkauft, und die Produktion wieder aufgenommen werden, berichtet die Belgrader Tageszeitung Vecernje novosti.

Zur Erinnerung: Inhaber und die Geschäftsleitung der Fabrik sind vor einigen Tagen plötzlich verschwunden und haben dabei rund 400 Mitarbeiter in Stich gelassen. Betroffen wurden auch viele Bürger, die Möbel bei der Möbelkette Nefa gekauft haben.

Der Stadtverwaltung von Vranje ist, wie die Tageszeitung Novosti erfährt, am Freitag gelungen, sich mit dem russischen Inhaber Andrej Hodsovic in Kontakt zu setzen. Er informierte die Vertreter der Stadt über seine Absicht, die Fabrik zu verkaufen. Auf die Frage, warum er das Unternehmen über Nacht verlassen hat, antwortete er, er sei mit dem Management und der unentsprechenden Produktqualität unzufrieden gewesen. Er fügte hinzu, dass sein Geschäfte unter häufigen Beschwerden der Kunden gelitten habe.

Arbeitnehmer behaupten auf der anderne Seite, sehr viel gearbeitet zu haben, sowie, dass fast niemand seinen Urlaub genutzt habe. Sie hätten Möbel nicht nur für den serbischen Markt, sondern auch für Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien und Slowenien hergestellt, schreibt Novosti.

- Obwohl die Medien berichtet haben, dass Russen alle Maschinen genommen haben, haben sie das nicht getan. Die Produktion kann sofort wiederaufgenommen werden, und wir glauben, dass dies passieren wird. Wir sind bereit, die Anlage konstant zu bewachen, um zu verhindern, dass jemand Maschinen und Rohstoffe wegnimmt. Man hat uns jedoch versichert, dass der Wachdienst in ständigem Kontakt mit der Polizei stehe und dass keine Arbeiter für das Eigentum sorgen müssten - sagt Petar Trajkovic, einer der Mitarbeiter.

Die Belgrader Tageszeitung berichtet auch, dass Mitarbeiter von Nefa in Banjaluka auch arbeitslos geworden sind, sowie dass in Geschäften in Bijeljina und Sarajevo niemand Anrufe entgegennimmt.

Das Ministerium für Arbeit bestätigte der Tageszeitung, Inspektionen in Sombor, Vranje und Belgrad bzw. in Spilit und Nefa durchzuführen, um die tatsächliche Situation festzustellen.

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