Quelle: eKapija | Freitag, 17.05.2019.| 09:46
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Baubeginn für den Tunnel zwischen der Save und der Donau in Belgrad für Ende 2020 geplant - Investition im Wert von 90 bis 100 Millionen Euro

(FotoGrad Beograd)
Der detaillierte Bebauungsplan für den Tunnel, der die rechte Save-Ufer mit dem rechten Donauufer verbinden soll, soll am 16. Mai 2019 auf einer Sitzung der Stadtversammlung von Belgrad verabschiedet werden soll, erkärte der Belgrader Chefarchitekt Marko Stojcic gegenüber eKapija.

Dieses Infrastrukturprojekt habe einen Wert von 90 bis 100 Millionen Euro und der Baubeginn sei für Ende 2020 vorgesehen, sagte er.

Stojcic betont, dass der Tunnel dazu beitragen würde, die Verkehrsdichte in der Innenstadt um 14% zu reduzieren, die Fahrgeschwindigkeit um 10% zu erhöhen und die durchschnittliche Fahrzeit um 10% zu reduzieren.

Er fügt hinzu, dass die Forschung der Fakultät für Transport- und Verkehrstechnik zeigt, dass die Emission von Kohlenmonoxid in der Innenstadt dank der Realisierung dieses Projekts um 9% sinken wird.

- Wir alle sehen, dass es in Belgrad große Verkehrsprobleme gibt. Die Daten im Verkehrsmodell für Belgrad 2015 und die Zählung von Fahrzeugen zeigen, dass die am stärksten überlasteten Strecken diejenigen sind, die die Abhänge der Save und der Donau verbinden: Kneza Milosa Straße-Takovska Straße, Brankova Straße-Terazije Tunnel. Decanska St-Despota Stefana Blvd - sagt der Stadtarchitekt.


(FotoGrad Beograd)
Stojcic fügt hinzu, dass die meisten Fahrer diese Strecken als Transitrouten nutzen und sagt, dass der geplante Tunnel „in der Tat der einzige richtige Weg ist, um das Problem der Staus auf diesen überlasteten Strecken in der zentralen Zone anzugehen“.

Er erinnert daran, dass das Stadtplanungsinstitut bereits 2008 die Sava-Amphitheater-Studie vorbereitet hatte, als festgestellt wurde, dass in diesem Teil der Stadt eine neue Verkehrsverbindung mit höherer Kapazität erforderlich war.

- Entsprechend dem Raumplan wird diese Tunnelroute durch ein spezielles Planungsdokument geregelt. Dieser Plan sieht zwei Tunnelröhren mit einer Gesamtlänge von rund 2 km vor, mit Portalen in der Gavrila-Principa-Straße im Bereich der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft und dem Despota-Stefana-Boulevard in Richtung der Pancevo-Brücke. Geplant sind zwei Fahrspuren um jedes Portal, die es auf beiden Seiten umgehen - betont Stojcic.

Eine besondere Herausforderung sei der Bau eines Schutzbandes über dem Eingangsportal in der Gavrila-Principa-Straße, das sich bis zur Kraljice-Natalije-Straße und zur Terazije-Terasse erstreckt und die Mehrzahl der bestehenden Bauwerke schützen soll.

- Dies wird dazu führen, dass einige kleine Einrichtungen in der Zone des Eingangsportals entfernt werden, aber ihre Entfernung wurde ansonsten geplant - sagt Stojcic für unser Portal.

Wie der damalige Stadtmanager, heute Vizebürgermeister Goran Vesic, 2017 mitteilte, sollte der Bau 2019 beginnen.

B. Petrović

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