Quelle: eKapija | Montag, 13.05.2019.| 15:05
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57% deutscher Unternehmen mit Geschäftsbedingungen in Serbien zufrieden - Alle würden wieder investieren

(FotoKritchanut/shutterstock.com)
Von allen in Serbien tätigen deutschen Unternehmen sind 57% mit den bestehenden Geschäftsbedingungen zufrieden, wie aus der Konjunkturumfrage der Deutsch-Serbischen Wirtschaftskammer (AHK Serbien) hervorgeht. Die Umfrage zeigte auch, dass alle befragten deutschen Investoren in Serbien wieder investieren würden.

Deutsche und serbische Unternehmen, die Mitglieder der AHK sind, bewerteten das Geschäftsklima in Serbien positiv, und 88% von ihnen gaben an, dass sie wieder in Serbien investieren würden. Das sind Ergebnisse der 14. Konjunkturumfrage der Deutsch-Serbischen Wirtschaftskammer.

Die Befragung zeigt auch, dass die AHK-Mitglieder positive Erwartungen in ihrem eigenen Betrieb haben und mit dem Arbeitsmarkt zufrieden sind. Sie weisen jedoch auch darauf hin, dass intensivere Anstrengungen erforderlich sind, um der Korruption entgegenzuwirken und die Rechtssicherheit und Transparenz im öffentlichen Beschaffungswesen zu stärken.

Die diesjährigen Ergebnisse zeigen, dass erstmals ein Viertel der Befragten die wirtschaftliche Lage in Serbien für gut hält. Vor sechs Jahren hielten es vier von fünf Befragten für schlecht, jetzt glaubt es nur noch einer von fünf.

Wenn es um die Entwicklung des operativen Geschäfts und die zusätzliche Beschäftigung im Jahr 2019 geht, erwarten 51% der Unternehmen, dass die Zahl der Beschäftigten in diesem Jahr zunimmt, während 47% der Ansicht sind, dass die Zahl der Beschäftigten unverändert bleiben wird. Nur 2% glauben, dass die Zahl der Mitarbeiter in ihren Unternehmen in diesem Jahr sinken wird. Darüber hinaus glauben 43% der Befragten, etwas weniger als im Vorjahr, dass sie 2019 wieder investieren werden, während nur 4% der Ansicht sind, dass die Investitionen sinken werden, fast eine Hälfte weniger als im Vorjahr. Der Rest erwartet keine Änderungen.

Zusammenfassend sagte der Präsident der AHK, Ronald Seeliger, dass es offensichtliche Gründe gebe, zufrieden zu sein, und dass dies zu einem konstanten Wachstum des Handels zwischen Deutschland und Serbien führen würde.

- Die gute Nachricht ist zweifellos die Tatsache, dass Mitglieder der AHK an die kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsbedingungen in Serbien glauben und dass sie Interesse an weiteren Investitionen und Einsätzen bekunden. Andererseits gibt es nach wie vor Bereiche, die seit Jahren als Hauptprobleme der serbischen Wirtschaft hervorgehoben werden, wie die Rechtssicherheit und die Bekämpfung der Korruption, die verstärkt werden müssen - so Seeliger.

- Die aktuelle Position Serbiens auf der Karte der Investitionsstandorte im internationalen Umfeld liegt in der Mitte, was bedeutet, dass die Konkurrenz niemals schläft. Deshalb weise ich immer darauf hin, dass Geschäftsleute wichtige Botschafter eines Landes sind und dass es wichtig ist, ihre Stimme zu hören und die Zusammenarbeit von Staat und Unternehmen weiter zu stärken. Die Deutsch-Serbische Wirtschaftskammer wird dabei weiterhin einer der wichtigsten Partner sein - sagte Seeliger.

Der deutsche Botschafter in Serbien, Thomas Schieb, zeigte sich mit den guten Ergebnissen der diesjährigen Umfrage zufrieden.

- Die Reaktion der deutschen Unternehmen bestätigt den anhaltend positiven Trend in den deutsch-serbischen Wirtschaftsbeziehungen, der sich unter anderem in der zunehmenden Zahl der auf dem serbischen Markt tätigen Unternehmen, dem wachsenden Investitionsvolumen und zahlreichen Projekte mit großen Wertschöpfungsfaktoren hier in Serbien widerspiegelt. Die Verbesserung der Wirtschaftslage in Serbien infolge der wichtigen Reformen der serbischen Regierung trägt wesentlich dazu bei - erklärte Schieb und fügte hinzu, dass die gezielte Arbeit an Reformen notwendig sei, um das Geschäftsklima weiter zu verbessern. Die Einschätzung der Unternehmen sei, laut seinen Worten. ein wichtiger Indikator dabei.

Nach Angaben von Schieb waren bei seinem Amtsantritt offiziell 48.000 Mitarbeiter in deutschen Unternehmen in Serbien beschäftigt, ein Jahr später sind es 60.000.

Im Rahmen der Konjunkturumfrage der AHK in 16 Staaten Mittel- und Osteuropas wurden auch andere Länder bewertet. Serbien belegt, wie in den vergangenen Jahren, den 11. Platz unter den insgesamt 19 Ländern in der Liste, die aufgrund ihrer Attraktivität als Investitionsstandorte eingestuft werden. Unternehmen, die bereits in Serbien tätig sind, haben eine bessere Meinung über Serbien als diejenigen, die noch nie in Serbien tätig waren.

Obwohl der Gesamteindruck ist, dass Serbien nach wie vor ein sehr begehrtes Investitionsziel ist, ist der Wettbewerb in Mittel- und Osteuropa sehr stark, weshalb Serbien sich aktiv für die Verbesserung der Geschäftsbedingungen einsetzen muss.

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