Quelle: Tanjug | Montag, 22.04.2019.| 15:51
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MALI: Nationales Stadion in 2,5 bis drei Jahren, Verhandlungen mit Ikea und Kaufman

Sinisa Mali (Fotobeograd.rs)

Serbiens Finanzminister Sinisa Mali kündigte den Baubeginn für das Nationalstadion in Surcin (Belgrad) in der nächsten Zeit an und sagte, dass seine Fertigstellung in zweieinhalb bis drei Jahren zu erwarten sei.

Das Projekt soll, Ankündigungen der Geschäftsführer des Serbischen Fußballverbandes zufolge, zwischen 50 und 70 Mio. EUR kosten, und der Minister ist der Meinung, dass die Kosten in Hinsicht auf die zu erwartenden Vorteile nicht zu hoch seien.

- Der ganze Komplex soll den Namen Stadion City tragen, was auf seine Mehrzweckigkeit hindeuten soll. Um das Stadion wollen wir eine ganze Stadt bauen lassen, mit dem Messegelände, Räume für Kultur- und Musikveranstaltungen, Spaßbäder sowie mit einem Technologiepark, der große internationale Handelsketten anziehen sollte - erzählte Mali in einem Interview für die Belgrader Tageszeitung Blic.

Das Nationalstadion werde sich als vorteilhaft in zweierlei Hinsicht erwiesen, glaubt der serbische Finanzminister.

Es soll zur Förderung von Sport und Entwicklung der Sportinfrastruktur beitragen, vor allem in Hinsicht auf die dauerhaften Pläne Serbiens, die Fußballweltmeisterschaft und das Finale der Champions League und der Europa League zu veranstalten. Auf der anderen Seite wird erwartet, dass Serbien durch den Bau des Nationalstandions neue Gewerbe- und Wohnflächen bekommt.

Im Haushaltsplan für dieses Jahr seien, laut seinen Worten, bereits Mittel für die Planung des Stadions vorgesehen, und man habe schon Verhandlungen mit Ikea und Kaufman aufgenommen, nachdem sie, wie er unterstreicht, Interesse für den ganzen Komplex gezeigt hätten.

- Wir werden hier sehr viel Gewerbefläche sowie einen großen Wohnblock bauen lassen - sagte Mali und fügte hinzu, dass es sich um private Investitionen gehe, die keinesfalls vom Staat zu subventionieren seien.

- Bevor wir dieses Projekt erwähnt haben, haben wir eine Analyse der Nachbarländer und festgestellt, dass Albanien und Budapest ihre Nationalstadien bald fertigstellen werden, sowie dass Rumänien über eines bereits verfügt. Wir gingen davon aus, dass der Sport nicht mehr nur Sport ist, sondern auch ein lukratives Geschäft, insbesondere, wenn es um Fußball geht - so Mali.

Das Hauptziel des Nationalstadions sei es, durch Sportveranstltungen um Serbien zu werben und zugleich Touristen und ausländische Investitionen anzuziehen.

Das Nationalstadion soll eine Kapazität von 60.000 Zuschauer haben. Es wird eine Fläche ovn 35 ha, und mit allen Nebengebäuden und Anlagen insgesamt 430 ha einnehmen.

Die Parzelle in Surcin ist derzeit das Ackerland, das in der kommenden Zeit in das Bauland umzuwandeln ist.

Auf 326 ha sollen mehrstöckige Einrichtungen gebaut werden, während 65 ha für die Verkehrsinfrastruktur vorgesehen sind. Für das Stadion müssen 10.500 Parkplätze sichergestellt werden.

Man hat den Bau eines neuen primären Verkehrsnetzes sowie den Bau eines neue Autobahnkreuzes geplant, die als eine Verbindung mit der Autobahn Belgrad-Sid dienen soll.

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