Quelle: eKapija | Sonntag, 12.07.2009.| 15:41
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Klinikzentren in Belgrad, Niš, Kragujevac und Novi Sad fertig bis 2012 – Projekt im Wert von 200 Mio. Euro

Tomica Milosavljević
Tomica Milosavljević

Vier Klinikzentren in Serbien, deren Bau noch in den Siebzigerjahren begonnen hat, sollen modernisiert und Ende 2012 endlich fertig gestellt werden. Ideen- und Hauptprojekte für die Rekonstruktin von mehr als 100.000 m2 sollen bis Ende 2009 erstellt werden. Bis Februar 2010 sollen alle Pläne technisch überprüft und Vergabeverfahren abgeschlossen werden. Die ersten Arbeiten an Komplexen in Niš, Kragujevac und Novi Sad sollten im April oder Ma 2010 und in Belgrad im Juni beginnen. Das Projekt im Wert von 200 Mio. Euro wird mit Krediten der Europäischen Investitionsbank (EIB) finanziert. Die ersten Darlehen im Wert von 150 Mio. Euro wurden vom serbischen Parlament bereits ratifiziert. Das Architektenbüro "Studio Altieri" ist mit der Erstellung des Hauptprojekts für das Klinikzentrum Serbiens in Belgrad beaftragt. Für Klinikzentren in Novi Sad, Kragujevac und Niš ist das Unternehmen "Steam" zuständig.

(Vasilije Antić)

- 103 Mio. Euro sind für das Klinikzentrum in Belgrad, 35 Mio. sollen im Zentrum in Novi Sad investiert werden, das Zentrum in Niš bekommt 30 Mio. und Kragujevac 26 Mio. Euro – sagte Prof. Dr. Vasilije Antić, Leiter des Rekonstruktionsprojekts, in einem Interview für das Wirtschaftsportal "eKapija" während der heutigen (8. Juli 2009) Präsentation im Abgeordnetenklub in Belgrad.

Die Rekonstruktion von erwähnten vier Klinikzentren ermöglicht die Systematisierung und Gruppierung von verschiedenen medizinischen Diensten und Einrichtungen und Erhöhung der Dienstleistungs- und Behandlungsqualität, meint Tomica Milosavljević, Gesundheitsminister.

– Wir bereiten uns für die Rekonstruktion sehr lange vor. Die erste Durchführbarkeitsstdie war schon 2003 fertig. 2005 haben wir sie auf Forderung der Europäischen Investitionsbank wiederholt, wonach man die Entscheidung über die Rekonstruktion von wichtigsten Gesundheitsinstituten in unserem Land getroffen hat. Diese Objekte stehen unfertig seit den Siebzigerjahren, weshalb ich sie oft als "potemkinsche Dörfer 1, 2, 3 und 4 bezeichne" - sagt Milosavljević.

(Klinikzentrum Serbiens)

Der Minister wies auf das Klinikzentrum Serbiens in Belgrad hin. Nur ein Drittel des Gebäudes wird heute genutzt, obwohl sein Grundstein noch 1974 gesetzt worden war.

- Nur drei von insgesamt 12 Stockwerken werden jetzt genutzt, neun Etagen sind leer. Die Reknstruktion wurde bisher wegen komplexer und ungeklärter Eignetumsverhältnisse, unvollständiger Projektunterlagen und Geldmangels verschoben – sagte Milosavljević und fügte hinzu, dass man in den vergangenen Jahren von 7 bis 10.000 Euro täglich in erwähnte vier Zentren in Serbien investiert hat.

Die Entwicklung eines effizienten und nachhaltigen Modells für Krankenhäuser höherer Klasse, als Grundlage für die Reform des Krankenhaus- und Gesundheitswesens in der Republik Serbien, ist Hauptziel des Rekonstruktionsprojekts - erklärte Milosavljević. Das Projekt sieht die Zentralisierung von Diagnostik- , Operations- und Intensivstationen, Erhöhung der Kapazitäten der bestehendne Polikliniken, Erleichterung des Zugangs für Patienten, Belegschaft, Besucher usw. Man will die Anzahl der Betten in Zimmern senken und gleichzeitig die Kapzitäten erweitern.

Der Projektdirektor Vasilije Antić hob hervor, dass ein Viertel aller Patienten in Serbien in Zentren in Belgrad, Novi Sad, Niš und Kragujevac behandelt werden. 80% der meist komplizierten Prozeduren werden in erwähnten Klinikzentren durchgeführt.

Klinikzentrum Serbiens

Das Klinikzentrum Serbiens besteht aus 50 Objekten, die sich auf einer Fläche von 20 ha erstrecken. Die Rekonstruktion deckt, Plänen zufolge, insgesamt 185.000 m2. In der ersten Phase sollen 35.000 m2 rekonstruiert und 62.000 m2 und der Turm fertig gestellt werden.

- Manche Kliniken befinden sich außerhalb des Klinikzentrum-Geländes - Klinik für Urologie liegt in der Straße Resavska, Klinik für plastische und rekonstruktive Chirurgie in der Straße Zvečanska und orthopädische Klinik in der Straße Vojvode Milenka. Wir haben Labors auf 30 verschiednene Standorten und pathologische Anatomie aus 12. Es gibt auch 3 Stationen mit Sanitätswagen, die Patienten von Klinik zur Klinik befördern. Die wichtigsten Zweigen der Chirurgie und inneren Medizin werden sich nach der Umorganisierung und Rekonstruktion in einem Gebäude befinden – erklärte Antić.

Das Klinikzentrum Serbiens soll, Plänen zufolge, um noch einen Turm mit ca. 1000 Betten, erweitert werden. Im bestehenden und neuen Gebäude gibt es Platz für das ganze Diagnostikzentrum, vierzig Operationssälen, Abteilungen für Kardiologie und Herz-Kreislauf-Chirurgie. Die Sterilisationseinheit und das biochemische Laboratorium sollen endlich zentralisiert werden, das Labor befindet sich momentan auf 14 Standorten. Ins Gebäude soll auch die bestehende Notaufnahmestation verlagert werden.

Das Klinikzentrum Serbiens gehört, der Anzahl der Betten nach, zu den größten Krankenhäusern in Europa. Seit 1945 wurden hier nur zwei neue Gebäude gebaut – Klinik für Gynäkologie und Entbindungsanstallt 1950 und Klinik für Neurochirurgie in den Siebzigerjqhren. Alle anderen Gebäude stammen aus den Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts.en und neuen Gebäude weerte tigsten Zweigen der Chirurgie und Internmedizin in ein

Klinikzentrum der Vojvodina in Novi Sad

Der Bau des Klinikzentrums der Provinz Vojvodina in Novi Sad (KCV) begann in den Achtzigerjahren des 20. Jahrhunderts. Das Objekt besteht aus drei Flügeln. In der ersten Phase sollen Flügel B und C rekonstruiert werden – 25.000 m2. Das Projekt umfängt insgesamt 51.000 m2. Die Fertigstellung des Flügels A vinanziert der Ausführende Rat der Provinz Vojvodina aus eigenen Reserven.

- In einem Gebäude sollen Chirurgie, Intensivpflege und Diagnostik zentralisiert werden. Das Klinikzentrum der Vojvodina ist die führende Station in Serbien für die Organtransplation. Durch Rekonstruktion und Modernisierung sollen seine Kapazitäten beträchtlich erweitert werden. In diesem Klinikzentrum werden jährlich 500.000 Patienten behandelt. Es gibt 1.370 Betten und 2.753 Beschäftigte.

Klinikzentrum in Niš

Das Projekt des Klinikzentrums in Niš umfängt insgesamt 50.300 m2. In der ersten Phase des Investitionsplans sollen das Zentralgebäude – Poliklinik auf 12.000 m2 und das neue Gebäude – Klinik für Chirurgie und Notaufnahmestation – 10.000 m2 – gebaut werden.

- Das Klinikzentrum in Niš hat noch immer keine Notaufnahmestation, weshalb Patienten vom Gebäude zu Gebäude befördert werden müssen. Es gibt keine gute Poliklinik und die Kapazitäten sind ziemlich bescheiden. Durch Realisierung des Projekts bekommt das Zentrum ein neues Gebäude für die meisten Sektoren der Chirurgie und inneren Medizin und erhöht die chirurgischen Kapazitäten um 100 Betten. Wir werden hier zum ersten Mal die Voraussetzungen für die Entwicklung der Herzchirurgie schaffen.

Im Klinikzentrum in Niš werden jährlich 500.000 Patienten behandelt. Es gibt 1.465 Betten und 2.988 Beschäftigte. Der Bau begann in den Achtzigerjahren des 20. Jahrhunderts.

Klinikzentrum in Kragujevac

In der ersten Phase des Investitionsplans für das Klinikzentrum in Kragujevac soll der technisch-wirtschaftliche Dienst (4.700 m2) fertig gestellt und ein neues, zentrales Gebäude (10.000 m2) gebaut werden. Das Projekt umfänft insgesamt 46.400 m2.

- In Kragujevac soll zum ersten Mal eine Poliklinik gebildet und der Raum für die Herzchirurgie geschaffen werden. Auf einem Platz werden wir Abteilungen für Herzchirurgie, Kardiologie, Lungenchirurgie und Pulmologie haben.

Das Klinikzentrum in Kragujevac empfängt 500.000 Patienten jährlich. Es gibt 1.118 Betten und 2000 Beschäftigte.

T.S.

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