Quelle: eKapija | Dienstag, 29.01.2019.| 11:50
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RÜCKBLICK 2018 - Investitionen im Bereich GESUNDHEITSWESEN, die größtes Interesse der Leser von eKapija geweckt haben

(FotoDragon Images/shutterstock.com)
Das Investitionsteam des Wirtschaftsportals eKapija hat eine Analyse durchgeführt und eine Rangliste der Investitionen und Investitionsideen erstellt, die das größte Interesse unserer Leser 2018 geweckt haben. Die Ergebnisse sind sehr interessant, vorwiegend wie erwartet, aber es gibt auch einige Überraschungen. Wir haben deshalb beschlossen, unseren Lesern diese Informationen zu präsentieren.

Wir möchten hier die interessantesten Projekte in der Kategorie GESUNDHEITSWESEN präsentieren.

Es gab Versprechen, dass es Investitionen im Gesundheitswesen geben würde. In manchen Fällen ging es nicht weiter als das Versprechen, einige Projekte wurden gestartet und einige sogar realisiert.

Die Situation im serbischen Gesundheitswesen ist, wie gut bekannt, nicht so toll. Wir leiden an unseren Krankheien und zugleich unter den Mängeln des Gesundheitwesens Serbiens. Anfang 2018 wurde der serbischen Öffentlichkeit die verbesserte Positionierung auf einer vom European Health Consumer Index (EHCI) aufgestellten Rangliste, die 34 europäische Gesundheitssysteme miteinander vergleichst, als großer Erfolg präsentiert. Der Sprung vom 24. auf den 20. Platz wurde in erster Linie dank der Einführung neuer Technologien gemacht.
Wenn es um das private Gesundheitssystem geht, wurden in der letzten drei Jahrzehnten, seit der Eröffnung der ersten Privatpraxen in Serbien, rund 3,5 Mrd. EUR investiert, in Einrichtungen und Ausrüstung, und es wundert nicht, dass immer mehr Patienten in private Einrichtungen gehen - es gibt keine Wartelisten, unfreundliches Personal.


Obwohl man schon lange über die Integrierung des privaten Gesundheitssystem in das öffentliche spricht, wurde nicht viel getan. Man hat nur kleine Schritte gemacht, z.B. für Kataraktoperationen (aufgrund der großen Anzahl von Patienten, die auf diese Untersuchung warten) sowie für die künstliche Befruchtung, und der Staat plant, in diesem Jahr Verträge mit elf Privatkliniken zu schließen, in denen eine künstliche Befruchtung erfolgen kann. Ein öffentlicher Aufruf für Kliniken ist bis zum 31. Januar geöffnet.

Der größte Teil der gestartetetn oder geplanten Investitionen soll im Zeitraum 2020-2022 fertiggestellt werden. Wir und 73.000 Patienten auf Wartelisten werden sehen, ob sich diese Pläne verwirklichen werden.

Bis dahin schauen wir uns an, was im vergangenen Jahr im Gesundheitswesen gemacht wurde:



(FotoSyda Productions/shutterstock.com)
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Die goldene Medaille unserer Rangliste für 2018 gehört dem Klinikzentrum Serbiens. Im August 2018 wurden die Vorbereitungen für den Anbau, Wiederaufbau und die Adaptierung dieser Einrichtung getroffen. Nach der Rekonstruktion im Wert von 110 Mio. EUR soll es, Ankündigungen zufolge, mehr als 1.200 Betten, 150 Betten in der Intensivstation, 30 Operationssälen, zentralisierte Abteilungen für Angiographie, Diagnostik, Nuklearmedizin geben.

Alle Vorbereitungen für den Bau eines neuen Gebäudes und den Wiederaufbau des bestehenden im Klinikzentrum Serbiens wurden getroffen und man hat den Auftragnehmer - Konsortium HG Holding/Delta inzenjering - ausgewählt. Der Wiederaufbau soll in zwei Phasen durchgeführt werden. In der ersten soll ein neues Gebäude im Wert von 70 Mio. EUR errichtet werden. In der zweiten soll das bestehende Gebäude rekonstruiert und darin wird man 40 Mio. EUR investieren.

Die Arbeiten sollen, Plänen zufolge, in drei Jahren fertiggestellt werden. Bürger werden demnächst eine neue Dimension der Medizini genießen, behauptet der aktuelle Gesundheitsminister Zlatibor Loncar. Wir werden geduldig auf diese neue Dimension warten.

Den zweiten Platz belegt die MediGroup. Anfang 2018 durchlief diese Gesundheitseinrichtung eine Eigentumsumwandlung - der Investmentfonds Mid Europa Partners hat im März eine Vereinbarung über die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an der MediGroup unterzeichnet. Der Verkäufer, Blue Sea Capital, wird einen Anteil von 45% an der MediGroup halten.

Wie Matthew Strassberg, Co-Managing Partner bei Mid Europa, sagte, ist die MediGroup eine ideale Einstiegsplattform für den schnell wachsenden privaten Gesundheitsmarkt in Serbien.

Die MediGroup-Systeminstitutionen bieten Gesundheitsdienstleistungen auf der Primär- und Sekundärebene, Laboranalysen und Fachverfahren in den Bereichen Augenheilkunde, IVF und Dermatologie an. Die MediGroup ist in Serbien an 13 Standorten vertreten.



(Fotoeverything possible/shutterstock.com )
Auf dem Platz drei ist die Thumbay Group. Der größte Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten wird über 250 Millionen Euro in die Gründung einer neuen medizinischen Universität in Serbien und den Bau eines Studentencampus und einer Klinik investieren. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter der Gulf Medical University und des Thumbay-Krankenhauses sollte rund 5.000 betragen, darunter technische Mitarbeiter, Krankenschwestern, Techniker und Ärzte, die auf verschiedene Bereiche spezialisiert sind

Wie gesagt, wird es auf dem Campus eine neue Universität, eine Klinik und Unterkünfte für Studenten geben, und die Universität wird mehrere Studiengänge anbieten.

Die Ministerien für Gesundheit und Bildung haben sich zusammengeschlossen und konkrete Gespräche über dieses Projekt geführt. In der ersten Phase würde Thumbay die Krankenhäuser des Klinik- und Krankenhauszentrums in Belgrad nutzen, das auch als Ausbildungsbasis der medizinischen Fakultät von Belgrad dient, und in der zweiten Phase würden sie mit dem Bau einer eigenen Klinik beginnen, erklärte Sarcevic.


(FotoVereshchagin Dmitry/shutterstock.com)
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Den vierten Platz belegt das Mesotherapiezentrum von Dr. Ioanna Batsialou, das 2017 sein Tätigkeitsspektrum erweitert und als spezielles Krankenhaus für Dermatologie und Venerologie Teil des MediGroup-Systems ist. Wie bereits im Jahr 2018 angekündigt, soll die Klinik ausgebaut und das Spezialkrankenhaus Ioanna MediGroup in eine 1.000 m2 große Einrichtung in Vracar verlegt werden.

Mit ständiger beruflicher Entwicklung und dem Wunsch, globale Trends in der präventiven Medizin auf den serbischen Markt zu bringen, hat sich diese Einrichtung zu einem Krankenhaus entwickelt, das eine breite Palette von Dienstleistungen im Bereich der nichtoperativen ästhetischen und antiaginierenden Medizin bietet.

(Fotoshutterstock.com )
Auf dem Platz fünf ist das Klinikzentrum der Vojvodina. In der Notaufnahme des Klinikzentrums der Vojvodina wurde ein neuer Saal für die Angiographie für neurologische, abdominale und periphere Interventionsverfahren mit einem modernen digitalen Angiographiegerät eröffnet.

Der Präsident der Provinzregierung, Igor Mirovic, wies darauf hin, dass dies einer der wichtigsten Fortschritte bei der Sicherung der Bedingungen für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung in der Vojvodina sei.

Schlaganfälle sind häufig und oft tödlich. Die Anschaffung des Angiographie-Geräts ermöglicht es den Patienten, den gesamten Eingriff von der ersten Diagnose bis zur Ankunft im Klinikzentrum der Vojvodina in kürzester Zeit und mit minimalen gesundheitlichen Folgen zu erledigen, so Mirovic sagte.

Der Saal für Angiographie ist der einzige seiner Art, der mit allen allgemeinen Krankenhäusern in der Vojvodina verbunden ist und Ärzten ermöglicht, Patienten über eine Videoverbindung zu behandeln. Die Landesregierung stellte 70 Mio. Dinar für die Anschaffung des digitalen Angiographiegerätes mit zusätzlicher Ausrüstung bereit.



(FotoCyril Hou/shutterstock.com)
Auf dem sechsten Platz unserer Liste ist das Unternehmen Remondis Medison. Die Frage der medizinischen Abfälle und was damit zu tun ist, wurde lange Zeit in den Medien diskutiert. Es ist allgemein bekannt, dass diese Art von Abfällen eine Quelle für verschiedene Infektionen und Krankheiten sein kann, wenn sie nicht ordnungsgemäß entsorgt und rechtzeitig zerstört wird.

Remondis bietet eine Lösung für dieses Problem. Wie berichtet, könnte das Unternehmen in Kürze eine neue Anlage zur Behandlung von medizinischen Abfällen in Serbien eröffnen. Sie kauften 11.000 m2 Land in der Industriezone in Zrenjanin, wo eine Anlage zur thermischen Behandlung abgelaufener Medikamente errichtet werden soll.

Darüber hinaus wird die Anlage auch zur Behandlung von kleinen Labortieren und Betäubungsmitteln verwendet, was das Problem dieser Abfälle in Serbien lösen wird. Der Wert dieser Investition mit einer Jahreskapazität von 1.500 Tonnen beträgt 1,6 Millionen Euro. Die Eröffnung wird für das Frühjahr 2019 erwartet.

Wie der Vertriebsleiter Miroslav Poznic mitteilte, wird das Unternehmen auch rund 20 neue Arbeitsplätze schaffen

(FotoBeoinfo)
(Goran Vesic und Milovan Bojic bei der Übergabe der Baugenehmigung)

Der siebte Platz gehört dem Bau des Instituts für Herz-Kreislauf-Erkrankungen Dedinje 2. Die Baugenehmigung wurde im August 2018 erteilt, der Grundstein soll im April 2019 gelegt werden, während der 14. Februar die letzte Frist für die Auswahl des Auftragnehmers ist. Danach werden sie den Ankündigungen zufolge die Genehmigung der Entwicklungsbank des Europarates einholen, die die Mittel für den Bau der Anlage zur Verfügung gestellt hat.

Das Gebäude wird rund 14.000 m2 groß sein und ein neuer Flügel des Instituts Dedinje sein. Geplant ist, dass die Arbeiten, für die rund 18,9 Mio. EUR bereitgestellt werden, etwa eineinhalb Jahre dauern. Im Erdgeschoss des neuen Krankenhauses befinden sich eine Poliklinik und eine Diagnoseabteilung, im ersten Stock ein Labor, Arztpraxen und ein Vortragsraum, im zweiten Stock eine Abteilung für Herz-Kreislauf-Chirurgie und im dritten Stock und im obersten Stock verfügen über postoperative stationäre Pflegeräume für eine halbintensive und intensive Pflege. Sobald die neue Anlage ihren Betrieb aufnimmt, wird das alte Gebäude mit 8.800 Quadratmetern rekonstruiert.

(Fotosfam_photo/shutterstock)
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Auf dem Platz acht die potentielle Beschaffung des modernsten Geräts für die Protonentherapie für die Behandlung von Krebspatienten.

Von der Beschaffung des Gammamessers bis zur Einführung eines moderneren X-Messers war nicht viel Zeit vergangen, und der serbische Präsident Aleksandar Vucic wies bei der Eröffnung des Zentrums für bösartige Krankheiten darauf hin, er hoffe, dass Serbien auch ein Gerät für die Protonentherapie im Wert von 35 Millionen Euro erwerben wird.

Dieses Strahlentherapiegerät ist sehr teuer, erlaubt jedoch eine selektive Bestrahlung, wobei nur das betroffene Gewebe zerstört wird. Es kann auch tief in das Gewebe eindringen. Mehrere Länder in Europa verfügen über dieses Gerät, und es wäre für Serbien von Bedeutung, wenn es eines hätte, erklärt Dr. Vladimir Obradovic, Nuklearmediziner und Präsident des Vorstands des Klinikzentrums von Serbien.


(Fototirsova.rs)
Die Liste endet mit dem lang erwarteten Bau von Tirsova 2 auf dem neunten Platz. Die Vorbereitung der Machbarkeitsstudie für dieses Projekt begann im Dezember. Die Europäische Zentralbank wird den Bau finanzieren, und Serbiens Bexel Consulting und die österreichische AIMC GmbH (Experten für Krankenhausplanung) wurden im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung mit der Vorbereitung der Machbarkeitsstudie für das neue Kinderkrankenhaus beauftragt.

Die Machbarkeitsstudie sollte in den nächsten neun Monaten erstellt werden, gefolgt von einem Ausschreibungsverfahren, der Vorbereitung des Projekts und dem Baubeginn. Mit dem aktuellen Plan beginnt der Bau im Frühjahr 2020, und die Klinik sollte innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen sein. Der Bürgermeister von Belgrad, Zoran Radojicic, sagte, Tirsova 2 sei nicht nur ein Gebäude, sondern auch ein neues Konzept für die Behandlung von Kindern.

Der Wert der Machbarkeitsstudie beträgt 250.000 EUR, die als Spende zur Verfügung gestellt werden. Dieser Zuschuss wurde durch den slowakischen Fonds für integratives Wachstum gesichert und wird durch die Entwicklungsbank des Europarates realisiert. Die Europäische Zentralbank hat 54 Mio. EUR für die Ausstattung und den Bau der neuen Klinik bereitgestellt.

Tirsova 2 wird 30.000 Quadratmeter groß sein und sich am Ende der Deligradska-Straße in Belgrad auf einem Grundstück von über einem Hektar befinden.

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