Quelle: eKapija | Dienstag, 15.01.2019.| 11:53
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Brutto-Währungsreserven der Zentralbank Serbiens bei 11,2 Mrd. EUR Ende Dezember 2018

(Foto Maryna Pleshkun/shutterstock.com)
Nach vorläufigen Daten beliefen sich die Brutto-Währungsreserven der Zentralbank Serbiens Ende Dezember auf 11,2 Mrd. EUR. Damit können 168% der Geldmenge (M1) oder mehr als fünf Monate der Importe von Gütern und Dienstleistungen des Landes abgedeckt (fast doppelt so viel wie der Standard für die angemessene Abdeckung der Importe von Waren und Dienstleistungen durch Devisenreserven verlangt).

Die Netto-Währungsreserven (Devisenreserven abzüglich der Devisenbestände der Banken aufgrund erforderlicher Reserven und anderer Anforderungen) beliefen sich auf 8.854 Mio. EUR. Dies ist der höchste Stand zum Jahresende, seitdem diese Daten (seit 2000) überwacht werden.

Die Brutto-Währungsreserven verringerten sich im Dezember um 364,7 Mio. EUR und Nettoreserven um 867 Mio. EUR. Dies ist vor allem auf den erheblichen Rückgang der Fremdwährungsverbindlichkeiten des Staates im In- und Ausland (insgesamt 1.016,9 Mio. EUR) zurückzuführen, der die gute Haushaltsentwicklung 2018 widerspiegeln. Die Abflüsse wurden für die Begleichung von Verbindlichkeiten aifgrimd der Fremdwährungspapieren auf dem Inlandsmarkt (73,7 Mio. EUR), für die die Nettorückzahlung von Fremdwährungsdarlehen (37,4 Mio. EUR) und für die Fälligkeit des in USD denominierten Eurobond Serbien 2018 (905,8 Mio. EUR) genutzt. Die Rückzahlung des Eurobonds wurde früher angekündigt, und der Großteil der Finanzierung für diesen Zweck stammte aus Dinarquellen, die zum Abbau der Staatsverschuldung und zur Verbesserung der Währungsstruktur beitrugen.

Andere Abflüsse sind auf die üblichen Bankaktivitäten in Bezug auf die Währungsreserven und andere Gründe zurückzuführen (48,4 Mio. EUR netto).

Die Abflüsse aus den Währungsreserven waren zu einem erheblichen Teil durch die Zuflüsse aufgrund der positiven Auswirkungen von Marktfaktoren und eines effizienten Devisenmanagements sowie aus Zuschüssen und anderen Quellen gedeckt.

Das Handelsvolumen im Dezember in der IFEM betrug 674,7 Mio. EUR und lag damit um 130,9 Mio. EUR über dem Vormonat. Insgesamt erreichte das Interbankenhandelsvolumen im Jahr 2018 6.956,3 Mio. EUR.

Nominal stieg der Dinar im Dezember gegenüber dem Euro um 0,1%, während er 2018 insgesamt um 0,2% stieg. Da im Dezember zunächst Abwertungs- und dann Aufwertungsdruck zu verzeichnen waren, intervenierte die Zentralbank Serbiens auf beiden Seiten in gleicher Höhe (Ankauf und Verkauf von 30 Mio. EUR) in das IFEM, um die übermäßige kurzfristige Volatilität des Wechselkurses zu mildern. Im Laufe des Jahres 2018 intervenierte die Zentralbank mit einem Nettoerwerb von 1.580 Mio. EUR (Kauf von 1.835 Mio. EUR und Verkauf von 255 Mio. EUR).

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