Quelle: Politika | Freitag, 02.11.2018.| 12:12
Lesen Sie einen Artikel aus Drucken Sie die Nachricht

Strom aus Pancevo - Gazprom Energy Holding und NIS beginnen mit dem Bau eines Heizkraftwerks Anfang 2019

(Fotozhangyang13576997233/shutterstock.com)
Anfang des nächsten Jahres wird man in Pancevo nicht nur Erdöl verarbeiten und Erdölprodukte gewinnen, sondern auch Strom und Wärme erzeugen. Wie die Belgrader Tageszeitung Politik in der heutigen Ausgabe berichtet, wird die Gazprom Energy Holding, eine Tochter des russischen Energieriesen Gazprom Anfang 2019 mit dem Bau eines Gasheizkraftwerks in dieser Stadt beginnen. Die Arbeiten auf einer Fläche von zwei Hektar sollen, Plänen zufolge, im dritten Quartal 2020 abgeschlossen werden.

Es handelt sich um gemeinsames Projekt von Gazprom Energy Holding und Naftna industrija Srbiej (NIS), an dem sich der russische Partner mit 51% beeiligt. Für das Projektmanagement soll die neu gegründete Filiale Srpska generacija - Novi Sad - Te-To Pancevo zuständig sein.

Die Vereinbarung über dieses große Energieprojekt, das beweist, dass sich Mineralölunternehmen immer mehr auf die Erzeugung von Strom aus umweltfreundlichem Erdgas orientieren, wurde im Juni 2015 im Rahmen des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg unterzeichnet. Strom und Wärme aus dieser Anlage sind in erster Linie für die Raffinerie in Pancevo vorgesehen, aber man will alle Überschusse am freien Markt verkaufen.

In Hinsicht darauf, dass der Strommarkt in Serbie liberalisiert ist, und dass jeder Verbraucher den Stromanbieter frei wählen kann, können sich Unternehmen und Bürer nach der Fertigstellung der Anlage für NIS bzw. Gasprom Energy Holding als Anbieter entscheiden. Die einzige Bedingung dabei soll der wettbewerbsfähige Preis sein.

Mit der Realisierung des Projekts nach dem Prinzip "schlüsselfertig" wurde im Oktober 2017 die Shangai Electric Group beauftragt. Das Projekt sieht eine Kapazität von 200 MW, zwei Dampfturbinen, zwei Kessel zur Erzeugung von Wärme und eine Dampfturbine vor. Die Besonderheit des gesamten Projekts besteht darin, dass solche Aggregate im Vergleich zur traditionellen Erzeugung von Gas und Öl aus Kohle erhebliche wirtschaftliche und ökologische Vorteile haben.

Kommentare können ausschließlich angemeldete Nutzer eingeben.