Quelle: Novosti | Sonntag, 21.10.2018.| 20:53

MILLER: Serbien kann sich mit Turkish Stream verbinden

Alexey Miller

Serbien könne sich mit der Gaspipeline verbinden, die auf dem Boden des Schwarzen Meeres bis zur Türkei verläuft, sagte der CEO von Gazprom gegenüber Vecernje Novosti

Das Projekt Turkish Stream beinhalte den Bau von zwei Strängen zwischen Russland und der Türkei, die auf dem Boden des Schwarzen Meers verlegt werden, sagte er und fügte hinzu, dass er erste Pipeline-Strang Gas an türkische Kunden liefern werde.

- Der zweite Strang soll der Versorgung von Süd- und Südosteuropa dienen - sagte Miller.
Nach seinen Worten habe Gazprom mit den Ministerien Bulgariens, Serbiens und Ungarns Pläne zur Entwicklung von Gastransportsystemen unterzeichnet, während die Übertragungsnetzbetreiber bereits Transportsysteme in diesen Ländern für erhöhte Gaslieferungen vorbereiten.

Eine weitere Option ist die Gasverbindung von der Türkei in Richtung Griechenland und weiter nach Süditalien, fügte er hinzu.

Miller wies darauf hin, dass die NIS über eine der modernsten Gasraffinerien in der Region und über ein Tankstellennetz in Serbien und drei weiteren Balkanländern verfüge. Das Unternehmen sei "einer der führenden Exporteure von Gasprodukten und einer der begehrtesten Arbeitgeber in Serbien."

- Der Investitionsumfang der Gazprom-Gruppe und von NIS bei der Entwicklung der Infrastruktur und des neuen Unternehmensprojekts beläuft sich auf annähernd 3 Mrd. EUR, betonte Miller.

Seit 2013 zahlt NIS mehr als eine Milliarde Euro an Gewinne in den Staatshaushalt, was zwischen 13% und 15% des gesamten Staatshaushalts ausmacht.

- Am Ende der ersten Hälfte des Jahres 2018 erreichte die Zahlung fast 700 Millionen Euro. Wie Sie sehen können, sprechen die Ergebnisse für sich selbst, sagte Miller gegenüber Vecernje Novosti.

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