Quelle: eKapija | Dienstag, 09.10.2018.| 10:32
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Westbalkan als Wirtschaftsraum ohne Grenzen bis 2030 - Auswanderung von Fachkräften ist eine der größten Herausforderungen für die Entwicklung

Konferenzteilnehmer

Der Außenhandel zwischen westbalkanischen Staaten und der Europäischen Union erreicht den Wert von 50 Mrd. EUR jährlich, während der Handelsaustausch zwischen Deutschland und Serbien 2017 4 Milliarden Euro betrug. Ohne lange Wartezeiten an den Grenzen, mit verbesserten und harmonisierten phytosanitären Bedingungen und mit der Verringerung des Braindrains könnte der Warenverkehr bis 2030 noch mehr steigen - einigte man sich an der Eröffnung der Konferenz Westbalkan 2030 - Visionen. Wünsche. Realität, die am Mittwoch, 26. September in Belgrad begonnen hat.

Die Konferenz wurde von der Deutsch-Serbischen Wirtschaftskammer (AHK Serbien) und dem Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft e.V. veranstaltet.

Deutsche Unternehmer haben die Vision des Westbalkans ohne Grenzen in den nächsten 12 Jahren.

- Politiker sollen einen Rahmen schaffen, und ich glaube, dass wir hier 2030 die Vollbeschäftigung und einen zollfreien Raum haben werden. Auch mobilere Arbeitskräfte, die sich dem Markt anpassen - sagte Ronald Seeliger, Präsident der Deutsch-Serbischen Wirtschaftskammer.

Der Außenhandel zwischen dem Westbalkan und der EU erreiche den Wert von 50 Mrd. EUR jährlich, und die EU habe bereits 250.000 neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen, aber es gebe noch viel Platz für die weitere Entwicklung und Verbesserung, fügte er hinzu.

Der Präsident der Wirtschaftskammer Serbien Marko Cadez sagte, er erwarte, in 12 Jahren störunglose Investitionen, Industrialisierung, verbesserte Fürsorge für Arbeitnehmer und Ausbildung von jungen Menschen, die eine Zukunftsperspektive für sich in Serbien erkennen und hier bleiben.

Die Auswanderung von Fachkräften wurde als eines der größten Probleme der Länder in der Region festgestellt, was die präsentierten Angaben bestätigen: Seit 2000 haben rund 4,4 Mio. Menschen die Region verlassen, 1,5 Mio. davon wanderten aus Serbien aus. Mit dem gleichen Problem ist aber nicht nur unsere Region, sondern auch Länder wie Ungarn, die Türkei, und sogar Deutschland konfrontiert, das einen Braindrain in Richtung Amerika erlebt.

- Was könnte die Lösung dafür sein? Unsere Grenzen zu schließen, um junge Menschen von der Auswanderung zu entmutigen? - fragte sich Cadez und fügte hinzu, dass Serbien schon in diesem Jahr mehrere Instrumente aktiviert habe, um Existenzgründern den Start zu erleichtern. Er äußerte zugleich die Hoffnung, dass die Auswirkungen nächstes Jahr sichtbar werden.

Die Bundesrepublik Deutschland versucht, durch die Unterstützung der dualen Ausbildung und die Ausbildung junger Menschen in deutschen Unternehmen zur Lösung dieses Problems in Serbien beizutragen, erklärte Deutscher Botschafter in Serbien Thomas Schieb.

- Ich war überrascht, als ich sah, dass der Außenhandel zwischen Serbien und Deutschland im Vorjahr den Wert von 4 Mrd. EUR erreicht hat - sagte Schieb und fügte hinzu, dass es sich um gute Ergebnisse geht, die in der kommenden zeit nur steigen werden, weil Serbien Europa sehr viel zu bieten hat.

Janusz Kulik, Präsident des Ost-Ausschusses – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft, wies darauf hin, dass deutsche Unternehmen von westbalkanischen Staaten entwickelte gesetzliche Regelungen, entwickeltes Steuererhebungssystem, effiziente Bekämpfung der Korruption erwarten. Und dies seien, laut seienn Woren, die Herausforderungen, mit denen fast alle Länder im Westbalkan konfrontiert seien.

Westbalkanische Staaten sollen weiterhin Reformen im Bereich der Rechtsstaatlichkeit durchführen, die Korruption und die organisierte Kriminalität bekämpfen und die Menschenrechte von Minderheiten respekteiren, unterstrich man auf der Konferenz.

S.P.

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