Quelle: eKapija | Mittwoch, 26.09.2018.| 14:45
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Konferenz über Abfallentsorgung in Serbien - Es ist die höchste Zeit, unser Haus in Ordnung zu bringen

Das Abfallmanagement ist eines der größten Umweltprobleme unseres Landes. Serbien benötigt mindestens 30 Anlagen zur Behandlung von tierischen Abfällen, und verfügt derzeit über nur zwei. Ein großes Problem sind Deponien, die zum größten Teil maximalausgelastet sind, es gibt auch nicht genug Kläranlagen, während die Wartung und Pflege von bestehenden zu viel kosten.

Mögliche Lösungen für diese Probleme versuchten Teilnehmer der Konferenz Abfallentsorgung in Serbien zu bieten, die Green Energy Save Group und ECO WASTE TREATMENT als Alleinvertrete von INCINER8, mit der Unterstützung der Wirtschaftskammer Serbien, veranstaltet haben.
Das Problem sei, laut Worten von Dragan Jeremic vom serbischen Umweltschutzministerium, unter anderem, auf den fest verwurzelten Vorurteil zurückzuführen, dass Abfallbehandlungszentrum auch eine Umweltgefahr darstellen, weshalb viele Kommunen solche Projekte ablehnen. Und die Suchen nach entsprechenden Standorten für solche Anlagen ist weder einfach, noch billig. Wir müssen, seiner Meinung nach, in erster Linie Bürger ausbilden.

Die Ergebnisse seit 2000, als Serbien die Frage des Umweltschutzes gestellt hat, seien entmutigend.

- 18 Jahre später werden bei uns nur 5% der Siedlungsabfälle recycelt, 1,5% Abwasser behandelt. Schäden, die durch den Klimawandel direkt verursacht wurden, erreichten berits 6 Mrd. EUR, die Trinkwasserverluste in unseren Wasserversorgungssystemen erreichen 55%, es gibt 156 kommunale und 3.500 große wilde Deponien ohne Zentren für die physische und chemische Behandlung von Abfällen. Uns haben mehr als 2 Mrd. EUR der EU-Hilfe in der ersten Halbzeit zur Verfügung gestanden, und wir spielen bereits die zweite mit mehr Verpflichtungen und weniger Mitteln und Spielern. Wir müssen uns jetzte verschulden, weil diese Transformation nicht kostenfrei ist - so Mitrovic.


Einer der wichtigeren Faktoren für den Bau von notwendigen Abfallbehandlungszentren ist, wie man das zur Verfügung stehende Geld richtet. Probleme entstehen, weil man uns oft die finanzielle Unterstützung für bestimmte Projekte bietet, und statt dass der Staat Investoren andere Projekte empfiehlt, akzeptiert er alles, was geboten wird. Es geschieht z.B. dass wir Investoren für Anlagen zur Behandlung von medizinischen Abfällen haben, obwohl wir bereits über entsprechende Lösungen dafür verfügen, während niemand in die Lösung anderer Probleme wie z.B. die Abwasseraufbereitung investieren will.

Einer der Gründe dafür könnte die unklare Position des Staates bezüglich der Fonds wie auch der EU-Rechtsrahmen sein. Obwohl serbische Gesetze das Abfallmanagement ziemlich deutlich regeln, kommt es nicht selten zu Versäumnissen, sagen Vertreter des Umweltschutzministeriums.

- Um Kommunen bei der Lösung solcher Probleme zu helfen und Gesetze besser zu verstehen, benötigen wir die Hilfe des Ministeriums, bzw. die Gründugn eines Kommandozentrums, das dafür verantwortlich wäre - so Mitrovic.

Lösungen für die Behandlung von pharmazeutischen, medizinischen und tierischen Abfällen und für die Reinigung von Holzmaterial haben drei Firmen geboten - Eko Park Trayal Krusevac, Eko Vet Plus Vrbas und Remondis Zrenjanin.

Jovana Simeunović
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