Quelle: Tanjug | Dienstag, 21.08.2018.| 12:55
Lesen Sie einen Artikel aus Drucken Sie die Nachricht

Probleme der Lkw-Fahrer mit kroatischen Zollbeamten - Ihnen wird empfohlen, durch Ungarn zu fahren

Illustration (FotoChameleonsEye/shutterstock.com)

Der Verein für internationalen Transport hat in vor kurzem allen Transportunternehmen empfohlen, Kroatien zu vermeiden und statt dessen alternative Routen durch Ungarn und Slowenien zu wählen, nachdem mehrere hundert inländische Lkw-Fahrer in den letzten zwei Monaten eine Geldstrafe bei der Einreise in Kroatien wegen vermeintlich fehlerhafter Zollplomben bezahlt hatten.

Wie die Belgrader Tageszeitung Politika berichtet, behaupten Lkw-Fahrer, dass kroatische Zollbeamten die Zollplomben an ihren Lkws bewußt beschädigen, und ihnen dann wegen der Beschädigung eine Geldstrafe von bis zu zwei tausend Euro verhängen.

Täglich melden sich mehrere Lkw-Fahrer mit dem gleichen Problem an, die nach Schutz und Hilfe suchen, weshalb der Verein auf seiner offizieleln Website seit der letzten Woche allen Lkw-Fahrern empfiehlt, Kroatien zu vermeiden, und nach alternativen Routen durch Ungarn und Slowenien zu suchen, um die Geldstrafen, die in manchen Fällen bis zu 7.000 EUR reichen, zu vermeiden, wie auch die Haft für Fahrer, die sich weigern zu zahlen.

Das Problem, das seit dem Anfang des Jahres besteht, hat in den letzten Wochen eskaliert, schreibt die Belgrader Tageszeitung und fügt hinzu, dass die Behörden bis zum letzten Donnerstag nicht reagiert haben. Die serbische Zollverwaltung gab dann bekannt, dass sie jeden angemeldeten Fall im Detail unterscuhen und die Kontrolle in allen Zollstatationen an Grenzübergängen mit Kroatien verstärken werde.

Der Präsident des Vereins für internationalen Transport, Nedjo Mandic, teilte mit, dass sich der Verein wegen dieses Problems bereits an die Regierungschefin Ana Brnabic, das Finanzministerium und sogar an die kroatische Regierung wandten, um sie auf die beschriebenen Probleme mit den Zollbeamten an der Grenzübergang Bajakovo aufmerksam zu machen.

- Ein Transportunternehmen mit Sitz Krusevac hat in der letzten Woche türkische Waren nach Slowenien befördert. Der Lkw war mit einem Zollplombe aus Stahl noch in der Türkei versiegelt. Kroatische Zollbeamten haben den Lkw angehalten, zwei Angstellten haben versucht, die Plombe abzunehmen, und wenn ihnen dies nicht gelungen ist, haben sie ein Brecheisen gebraucht, und erneut versucht. Sie haben dabei das Blech beschädigt, die Säule auf dem LKW gebrochen und die Plane geöffnet. Und alles das vor dem Fahrer, dem gesagt wurde, dass er eine Geldstrafe von 2.000 EUR zahlen muss - so Mandic.

Der Verein habe sich, laut seinen Worten, sowort an die Zentrale der Zollverwaltung in Zagreb gewandt, aber der kroatische Zoll hat nur zwei Techniker gesandt, um den beschädigten Lkw zu reparieren, damit man den Transprot nach Slowenien fortsetzen konnte.

- Dies ist meiner Meinung nach eine vollständige Anerkennung der Schuld der kroatischen Zollbeamten - so Mandic.

Kommentare können ausschließlich angemeldete Nutzer eingeben.