Quelle: Tanjug | Freitag, 17.08.2018.| 09:09

Kostenlose Ausgabe von Dina-Zahlungskerten an Bürger beginnt

Illustration (FotoPressmaster/shutterstock.com)

Alle Bürger mit dem Girokonto in einer der Banken haben ab dem Freitag, 17. August Recht eine kostenlose Dina-Debitkarte zu erhalten.

Banken sind aber nicht verpflichtet, Kunden die Dina-Karte auszugeben, bis die vorhandenen, von diesen Banken ausgegebenen Debitkarten ablaufen.

Das sieht das neue, im Juni dieses Jahres verabschiedete Gesetz über Interbankengebühren vor, dessen Anwendung heute, am 17. August beginnt.

Bürger können von ihren Banken daneben die Ausgabe von anderen Debitkarten wie Visa oder Mastercard beantragen.

Die Dina-Debitkarte kann für die bargeldlosen Zahlungen und die Bargeldbezüge über das größte chinesische Unternehmen für Finanzdienstleistungen und Kartenzahlungen China UnionPay (CUP) in 160 Ländern weltweit verwendet werden.

- Die Bank ist nicht verpflichtet, ihnen die Dina-Karte bis zum Ablauf der bestehendne Zahlungskarte. Die Zentralbank hat sich für dieses Modell entschieden, um die Entstehung eines großen Drucks auf Banken zu verhindern, den der Ersatz von allen Zahlungskarten auf einmal verursachen würde. Es handelt sich um eine umfangreiche Aufgabe - erfuhr Tanjug noch früher in der Zentralbank Serbiens.

In Serbien werden sogar 97% aller Kartentransaktionen für Zahlungen im Land getätigt, und nur 3% sind im Ausland.

Aber selbst für 87% dieser Transaktionen wird die gesamte Verarbeitung in Zahlungssystemen außerhalb von Serbien durchgeführt, und unsere Institutionen haben keine Kontrolle darüber.

Der Gesetzgeber will mit dem neuen Gesetz nicht nur für mehr Transparenz und Kontrolle sorgen, sondern auch zur Reduzierung der hohen Kosten für Kartenzahlungen bzw. der Interbankengebühren führen, die in unserem Land im Durchschnitt bei 1,1-1,2% liegen, aber können auch zwei Prozente übersteigen.

Man will in erster Linie Einzelhändler entlasten, die diese Kosten durch höhere Preise für ihre Waren und Dienstleistungen kompensiert haben.

Bisher wurden alle diese Kosten auf den Händler übertragen, und der Händler übertrug sie dann auf den Preis von Waren und Dienstleistungen, erklärt man in der Zentralbank.

Die Kosten des Bankensektors für die internationalen Kartensysteme für 2017 belaufen sich auf mehr als 30 Mio. Euro, und das bedeutet, dass in den letzten drei Jahren etwa 100 Mio. EUR aus unserem Land geflossen sind, zeigen die Analysen der Zentralbank Serbiens.

Die Kosten für die Zahlung mit der Dina-Karte liegen für die für den serbischen Markt durchschnittliche Transaktion von 1.800 Dinar bei 2,16 Dinar, die über die Zentralbank Serbien in das Budget der Republik Serbien fließen. Zwei größte ausländische Unternehmen für Kartenzahlungen, die am serbischen Markt tätig sind, würden für die gleiche Transaktion 8,2 bzw. 12 Dinar beziehen.

Der Artikel 9 des Gesetzes über Interbankengebühren und spezielle Geschäftsregeln für den Zahlungsverkehr basierend auf Zahlungskarten tritt am Freitag, 17. August 2018 in Kraft, sagt man in der Zentralbank Serbien.

Der Anteil der Kartentransaktionen in unserem Land an den gesamten bargeldlosen Zahlungen nimmt ständig zu und liegt derzeit bei etwa 57%, erinnert die Zentralbank. 87% der Transaktionen mit Debitkarten in Dinar werden dabei in Zahlungssystemen außerhalb Serbiens realisiert.

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