Quelle: Blic | Freitag, 03.08.2018.| 09:59
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Bald Verhandlungen über Mindestlohn - Gewerkschaften verlangen Erhöhung um 5.000 Dinar

(Fotolove work 51/shutterstock.com)
Die Gewerkschaften werden die Erhöhung des Mindestlohns in Serbien um 5.000 Dinar verlangen, erwarten aber, dass der Staat während der Verhandlungen, die in 10 Tagen beginnen, einer Erhöhung um 2.500 Dinar zustimmt. Arbeitgeber bieten aber viel weniger.

Der Mindestlohn beläuft sich derzeit auf 24.882 Dinar und wird an 350.000 Beschäftigte in Serbien ausgezahlt.

- Wir werden sehr radikal auftreten und eine Erhöhung des Mindestlohns von 143 Dinar pro Stunde auf 170 Dinar verlangen. Das würde eine Erhöhung des Mindestlohns von 24.882 auf 29.580 ermöglichen - behauptet die anonyme Quelle von Blic.

Bisherige Erfahrungen zeigen, dass die Regierung einem Anstieg von rund 10% zustimmen wird, was 2.500 Dinar zum aktuellen Mindestlohn im Land beträgt.

- Arbeitnehmer würden eine Erhöhung auf 157 Dinar pro Stunde, bzw. rund 27.300 Dinar monatlich bekommen - sagt die Quelle von Blic.

Die Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften, dem Staat und Vertretern von Arbeitggebern sollen Anfang August beginnen. Mitte Oktober soll, Erwartungen zufolge, die definitive Entscheidung darüber getroffen, die am 1. Janaur 2019 in Kraft treten wird.

Nebojska Atanackovic, Präsident des Arbeitgeberverbandes Serbien und eines der Mitglieder des Verhandlungsteams sagte gegenüber der Belgrader Tageszeitung, dass Arbeitgeber seit Jahren versuchen, die einzig mögliche ökonomische Logik einzuführen.

- Alle Gehaltserhöhungen sollten dem jährlichen Anstieg des BIP und der Inflation entsprechen. Das sind insgesamt sechs Prozente in diesem Jahr, weshalb die Forderung der Gewerkschaft, dass der Mindestlohn um 10 Prozent erhöht wird, nicht realistisch ist - erklärte er.

Arbeitgeber werden auf dem Mindestlohn von rund 152 Dinar pro Stunde, bzw. insgesamt 26.300 Dinar bestehen, behauptet Atanackovic. Das sind 700 Dinar weniger als die Mindestanforderungen der Gewerkschaften.

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