Quelle: Blic | Montag, 09.07.2018.| 11:46
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Warum ist Rolex so teuer?

Illustration (Foto F. JIMENEZ MECA/shutterstock.com)

Rolex ist Inbegriff für Luxus und Kohle - Ist die Rolex qualitativ so einzigartig oder zahlt man einfach kräftig für den Kultnamen?

Rolex ist auch nicht unbedingt dafür da, ständig getragen zu werden und die Uhrzeit anzugeben. Viel mehr ist sie ein Kultsymbol für Reichtum und Erfolg. Ob Fernseh- und Filmstars, Unternehmer oder Kiezgrößen, Leute, die den Schweizer Klassiker am Handgelenk baumeln haben, zeigen, was sie haben.

Andere Rolexbesitzer, denen das Angeben nicht so wichtig ist, tragen die nämlich gar nicht, sondern sehen sie als Wertanlage an, die lieber im Safe bleiben soll.

In den 1950er Jahren brachte der Hersteller die Modelle Sabmariner, Explorer, Milgauss und GMT auf den Markt. So bleibt es bis heute, und es ist interessant, dass die Uhr, die für den praktischen Gebrauch bestimmt war, nun ein Luxusgut geworden ist.

Sabmariner kostet 8.000 US-Doller. Der niedrigste Preis ist Rolex Uhr ist 5.000 für Rolex Oyster Perpetual. Doch warum eigentlich?

Der Preis einer Rolex ist von mehreren Faktoren abhängig. Die Luxus-Uhren werden bei der Kundschaft sehr stark nachgefragt, woraus ein hoher Marktpreis zustande kommt.

Die ersten Rolex Oyster (Auster) Uhren waren die ersten wasserdichten Uhren der Welt und Rolex wurde weltweit bekannt. Vor allem, weil der ultimative Wasserdichtungstest durchgeführt wurde: Die Stenotypistin Mercedes Gleitze trug die Rolex Oyster bei ihrem Versuch, den Ärmelkanal zu durchschwimmen und die Uhr überlebte.

Rolex Uhren waren auch die ersten, die sich durch Armbewegungen automatisch aufzogen. Die Rolex überlebte eine Mount Everest Besteigung, die Rolex war die erste Uhr mit automatischer Datum- und später Wochentaganzeige und befestigt an einem U-Boot überlebte sie eine Wassertiefe von 11.000 m.

Rolex Uhren sind praktisch zeitlos und verlieren nie an Wert, haben einen großen Wiedererkennungswert. Sie sind Luxusuhren, bei denen viel Edelmetalle im Spiel sind.

Die Firma Rolex verbraucht etwa 13 Tonnen Gold im Jahr. Eine weitere Besonderheit: Die Firma verlässt sich bei keinem Schritt auf andere. Jedes kleinste Teil, jeder Arbeitsschritt, passiert in Handarbeit in den Rolexwerken.

Mit Materialtemperaturen bis zu 2500 Grad Celsius wird herumgespielt, um die Legierung perfekt zu machen. Einige Schritte der herstellung sind nach wie vor streng geheim. Handarbeit und Einzelstücke und jedes Modell hat eine eigene Geschichte. Und die Geschichte bezeugt die gute Qualität.

Die Rolex ist auf jeden Fall eine gute Geldanlage, allerdings muss man immer die Instandhaltung beachten. Auch, wenn sie nur im Safe liegt, braucht sie zumindest einmal pro Jahr ein "Service", so wie das Auto auch einen Ölwechsel braucht. Dabei wird sie komplett auseinandergenommen, vom Profi, neu abgedichtet.

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