Quelle: Beta | Freitag, 29.06.2018.| 07:56
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Projekt zur Entwicklung und Förderung des Tourismus in westlichen Balkan im Wert von 5 Mio. EUR präsentiert

Illustration (Fotosebra/shutterstock)

Der Regionale Kooperationsrat (RCC) hat am 28. Juni 2018 in Sarajevo sein Projekt zur Entwicklung und Förderung des Tourismus in den westlichen Balkanstaaten gestartet. Ziel ist die Verbesserung, Zusammenstellung und Förderung von Kultur- und Abenteuertourismusangeboten in den sechs westlichen Balkanländern, um die Anzahl der Touristen in der Region zu erhöhen, und zu Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit beizutragen.

Dieses 5 Mio. EUR teure Projekt wird von der Europäischen Union (EU) finanziert und wird in den nächsten 3 Jahren vom RCC und seinem Projektteam umgesetzt.

- Das Projekt ist ein Novum auf der Agenda des RCC. Der Tourismus ist wichtig, da über 24% der Dienstleistungen in der Region durch den Tourismus exportiert werden - sagte Goran Svilanovic, RCC-Generalsekretär.

Ihm zufolge verbindet der Tourismus eine Reihe von Sektoren und beschäftigt, Einschätzungen zufolge, 5% der Angestellten in den Ländern des westlichen Balkans.

- 5% des Bruttoinlandsprodukts unserer Region werden im Tourismus realisiert - betonte Svilanovic.

Das Projekt zielt darauf ab, alle Akteure in der regionalen Tourismusbranche sowie Vertreter von Regierungen zusammenzubringen, um eine Einigung über das regionale touristische Angebot und regionale touristische Routen auf der Grundlage des gemeinsamen kulturellen und histroischen Erbes zu erzielen.

In den nächsten drei Jahren wird das RCC-Projekt bis zu 30 kleine Zuschüsse im Wert von jeweils etwa 50.000 Euro vergeben, um die Infrastruktur rund um die Abenteuer- und Kulturtourismusrouten zu verbessern.

- Wir lehnen uns an die weltberühmte Via Dinarica an und wollen alles nutzen, um neue Gäste mit neuen Routen in die Region zu locken und zahlreichen Kleinuntenrehmen zu helfen, die vom RCC unterstützt werden- Svilanovic.

Andrea Vera, Leiterin der Abteilung für wirtschaftliche Entwicklung, natürliche Ressourcen und Infrastrukturen bei der EU-Delegation in Bosnien-Herzegowina, sagte, dass das Projekt mit Mitteln des Instruments für Heranführugnshillfe IPA finanziert wird, mit dem Ziel, die Länder des westlichen Balkans beim EU-Beitritt zu unterstützen.

Vera sagte, dass die Bedeutung des Projekts in seinem regionalen Charakter liege, indem es die Bemühungen der sechs Volkswirtschaften des westlichen Balkans zusammenfasse, und fügte hinzu, dass das Projekt eine Erweiterung des Dokuments "Mitteilung zur EU-Erweiterungspolitik" sei, bzw. seiiner Abschnitte, die sich auf die sozioökonomische Entwicklung und die gutnachbarlichen Beziehungen beziehen.

- Wir nennen dieses Projekt Triple P. Das erste P ist die Förderung der gesamten Region als ein einziges touristisches Ziel. Das zweite P betrifft die Politik der Identifizierung und Überwindung von Hindernissen für die Verbesserung der Entwicklung des Tourismus in der Region. Das letzte P bezieht sich auf das Pilotprojekt, durch das eine ganze Reihe von kleinen, individuellen Initiativen realisiert werden - sagte er.

Seinen Worten zufolge wird das Projekt dazu führen, dass kulturelle Reiseziele, die für den Tourismus in den Ländern des westlichen Balkans genutzt werden könnten, anerkannt und gefördert werden, was zu einem Anstieg der Touristenzahlen in diesen Ländern führen wird.

Auf die Frage, wie die Zusammenarbeit mit den Behörden in diesen Ländern hinsichtlich der Realisierung des Projekts sei, sagte Vera, dass die Zusammenarbeit mit den Behörden immer eine Herausforderung sei. Sie hoffe auch, dass alle Hindernisse überwunden würden, wie auch dass die mangelnde Kooperation die Realisierung des Projekts nicht gefährde.

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