Quelle: Tanjug | Dienstag, 12.06.2018.| 00:53
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Gespräche mit IWF beginnen - Serbiens öffentliche Finanzen stabil, Haushaltsdisziplin muss aufrechterhalten werden

Der serbische Finanzminister Sinisa Mali und der Leiter der Delegation des Internationalen Währungsfonds (IWF), James Roaf, einigten sich beim heutigen Treffen in Belgrad darüber, dass die öffentlichen Finanzen Serbiens im Moment stabil sind, aber auch dass es notwendig sei, die Haushaltsdisziplin beizubehalten, um die öffentliche Verschuldung weiter zu reduzieren und die Institutionen des Systems zu stärken.

Mali und Roaf diskutierten auch die angekündigte Renten- und Gehaltserhöhung im öffentlichen Sektor sowie ein Paket stimulierender Maßnahmen, die zur Verbesserung des Geschäftsumfelds und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit beitragen könnten, teilte das PR-Büro der Regierung mit.

Sie stimmten auch darin überein, dass das neue Programm mit dem Namen "Policy Coordination Instrument" (PCI) wichtig für ein beschleunigtes und nachhaltiges Wachstum der Wirtschaft und des Einkommens sowie für die Aufrechterhaltung der makroökonomischen und fiskalischen Stabilität sei.

Minister Mali bedankte sich bei den Vertretern des IWF für die Zusammenarbeit und die erfolgreich abgeschlossene Vereinbarung und wies darauf hin, dass alle Ergebnisse dank gemeinsamer Anstrengungen erzielt wurden.

Die Gespräche des Ministers mit dem IWF werden morgen fortgesetzt, zum Thema Reform des Finanz- und Steuersystems, heißt es in der Pressemitteilung.

Die IWF-Mission besuchte zuletzt Serbien vom 7. bis 18. Mai. Am Ende dieses Besuchs sagte Roaf, dass eine Einigung über Schlüsselelemente des neuen Programms erzielt worden sei und dass die Verhandlungen enden würden, sobald ein neuer Finanzminister ernannt würde.

Zu dieser Zeit trat Finanzminister Dusan Vujovic aus persönlichen Gründen zurück, und Ministerpräsidentin Ana Brnabic übernahm die Aufgaben des Finanzministers, bis ein neuer ernannt wurde. Sinisa Mali wurde am 29. Mai zum Finanzminister gewählt.

Die neue Vereinbarung zwischen Serbien und dem IWF wäre, wie bereits angekündigt, kein finanzielles, sondern ein beratendes Instrument (Policy Coordination Instrument - PCI).

Im Februar beendete Serbien die dreijährige vorsorgliche Vereinbarung mit dem IWF im Wert von rund 1,2 Milliarden Euro, ohne das Geld zu verwenden.

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