Quelle: Tanjug/Politika | Donnerstag, 03.05.2018.| 11:55
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Türkische Industrieller interessiert an Geschäften in Serbien - Warenhandel zwischen zwei Ländern erreichte 999 Mio. EUR 2017

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Illustration (Fotostyle-photography/shutterstock.com)

Eine Wirtschaftsdelegation aus der Türkei, in der Mitglieder des Industrieverbandes aus Istanbul waren, besuchte heute die Wirtschaftskammer Serbien, wo sie sich mit Vertretern serbischer Unternehmen traf. Das größte Interesse zeigten sie für Investitionen in die Textil- und Lebensmittelindustrie und in den Tourismus, berichtet Tanjug.

- Diese Delegation (11 türkische Unternehmen) hat Interesse auch für strategische Partnerschaften und strategische Investitionen in die Textil- und Lebensmittelindustrie gezeigt - sagte die Geschäftsführerin der Abteilung für internationale Wirtschaftsbeziehungen der Wirtschaftskammer Serbien, Jelena Jovanovic.
- Wir hoffen darauf, dass diese Gespräche erfolgreich abgeschlossen werden. Unser Ziel ist, serbische und türkische Unternehmer bestmöglich miteinander zu verbinden - sagte Jovanovic gegenüber Tanjug.
Von großer Bedeutung für die Zusammenarbeit mit der Türkei ist das neue Freihandelsabkommen, sagte sie und fügte hinzu, dass die Zusammenarbeit, ihrer Meinung nach, auf Dienstleistungsgewerbe, Tourismus und IT erweitert werden sollte.
Der Vorsitzende des Industrieverbandes aus Istanbul, Muamer Oemroglu, sagte, dass diese Wirtschaftsvereinigung rund 1.200 Mitglieder hat, und fügte hinzu, dass es sich um eine der größten in der Türkei handelt, weil sie sich mit 65% am Gesamtimpoort der Türkei beteiligt.
- Jedes Jahr wählen wir drei Länder aus und beginnen, Investitionsmöglichkeiten zu erkunden. In diesem Jahr haben wir Serbien als das zweite Land gewählt - so Omeroglu.
Marija Sepi aus der Abteilung für internationale Wirtschaftsbeziehungen der serbischen Wirtschaftskammer, die für die Zusamemanrbeit zwischen Serbien und der Türkei zuständig ist, teilte mit, dass die Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaftskammer Serbien und diesem Land auf drei Säulen beruht: Handel, Investitionen und Institutionen. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit der Handelskammer der Türkei.
Sie sagte auch, dass Serbien einen Anstieg des Warenaustausches aufgrund eines neuen Freihandelsabkommens mit der Türkei erwartet, das in diesem Jahr in Kraft getreten ist.
Immer mehr türkische Investoren werden in unserem Land seit 2015 registriert, nachdem die türkische Halkbank die Mehrheitsbeteiligung an Cacanska banka gekauft hat, sagte sie und fügte hinzu, dass der größte Teil der Investitionen auf die Textilindustrie und Herstellung von Autoteilen entfällt, berichtet Tanjug.
Warenhandel 999 mil EUR

Nach Angaben der Agentur für Handelsregister gibt es 851 Unternehmen in Serbien, deren Mehrheitseigentümer Unternehmen und natürliche Personen aus der Türkei sind. Mehr als 50 türkische Unternehmen haben seriöse Arbeitgeber und Betriebe in Serbien, und in den letzten Jahren wurden 20 türkische Fabriken und Einrichtungen eröffnet oder sie werden derzeit gebaut, berichtet die Tageszeitung "Politika".

Dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Serbien und der Türkei auf dem Vormarsch, bestätigen auch die Zahlen des Statistischen Amtes der Republik Serbien. Der Warenhandel zwischen Serbien und der Türkei hat den Rekordewert von 999 Mio. EUR im Jahr 2017 erreicht, zeigen die Daten der Wirtschaftskammer Serbien. Serbien exportierte Waren im Wert von 273,2 Mio. EUR in die Türkei und importierte Waren im Wert von 725,4 Mio. EUR.

Obwohl die serbischen Exporte seit 2009 um das 8,5-fache gewachsen sind, hat Serbien vor der Umsetzung des Freihandelsabkommens zwischen den beiden Ländern immer noch ein Defizit im Handel mit der Türkei.

Die Wirtschaftskammer teilte mit, dass das überarbeitete Freihandelsabkommen unserem Land ermöglicht, die Außenhandelsbilanz deutlich zu verbessern.

Die Eröffnung der neuen Quoten für Serbien (vor allem für Rindfleisch und Sonnenblumenöl) und die Erhöhung der bestehenden Quoten für die Ausfuhr von Agrarprodukten und Lebensmitteln werden voraussichtlich zu einem Anstieg der serbischen Exporte und eine Verringerung des Defizits leisten, schreibt Politika.

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