Quelle: Tanjug | Mittwoch, 04.04.2018.| 11:09
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Weitere 30 Heizkraftwerke in Serbien sollen auf Biomasse umstellen - Verhandlungen mit der KfW über den zweiten Kreditabbau

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Illustration (Fotonostal6ie/shutterstock.com)


Der Staat verhandelt mit der deutschen Förderbank KfW über die zweite Inanspruchnahme des Darlehens, mit der die Umstellung von 30 traditionellen Heizkraftwerken, die fossile Brennstoffe nutzen, auf Biomasse finanziert werden soll.

Zehn Heizwerke in Serbien werden ab der nächsten Heizsaison Biomasse als Brennstoff nutzen, und die Mittel dafür wurden bereits dank der Hilfe der Schweiz und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gesichert.

Dies ist die erste Phase des Projekts "Entwicklung eines nachhaltigen Bioenergie-Marktes in Serbien" im Wert von 27 Mio. EUR. Die KfW wird 20 Mio. EUR davon als einen Kredit und noch 2 Mio. EUR in Form der Finanzhilfe bereitstellen. 5 Millionen wird Serbien von der Schweizer Regierung erhalten.

Der Expertenberater im Projekt, Rainer Schellhaas von der GIZ, erklärt für Tanjug, dass in Serbien eine "große Umweltbewegung" der Umstellung auf erneuerbare Energiequellen im Gange ist und dass die zweite Phase der Finanzierung dieses Projekts vorbereitet wird.

- Die serbischen Ministerien und die KfW verhandeln und erwägen eine weitere, und viel größere Tranche. Dieses Projekt wird höchst wahrscheinlich weitere 20 bis 30 Heizkraftwerke in Serbien umfassen. Es gibt auch Bemühungen, öffentliche Gebäude, Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser in 20 Gemeinden auf Biomasse umzustellen - so Schellhaas.

Momentan, erklärt er, bereiten neun Kommunen in Serbien technische Dokumentationen vor. Das Heizkraftwerk in der Gemeinde Priboj wird als erstes auf Biomasse umstellen, gefolgt von Bajina Basta.

Sobald die technischen Anforderungen erfüllt sind, werden Novi Pazar, Nova Varos, Prijepolje, Mali Zvornik, Majdanpek, Kladovo und Valjevo auch sauberere Luft bekommen, und mehrere Institutionen in Becej werden geothermische Energie zum Heizen verwenden.

Die meisten Heizwerke in Serbien arbeiten mit Verlusten, die aus kommunalen Budgets gedeckt werden, sodass die Umstellung auf Biomasse für alle von Vorteil sein wird, glaubt Schellhaas.

- Heizwerke sind derzeit nicht profitabel. Die meisten von ihnen werden mit Geldern der Steuerzähler finanziell unterstützt - merkte Schelllhaas an und erklärte, dass Einsparungen nicht der einzige Vorteil des Projekts sind. Die Biomasse, die verbrennt wird, stammt aus Serbien, von den Landwirten, die daführ bezahlt werden.

Der stellvertretende Bürgermeister von Priboj und der Vorsitzende der Arbeitsgruppe für Biomasse der Zlatibor-Region, Sasa Vasilic, sagte, dass Priboj im Jahr 2014 zusammen mit der GIZ begann, traditionelle fossile Brennstoffe durch Holzpellets zu ersetzen.

- Dies führte zur Errichtung eines mit Holzpellets betriebenen Kessels in Priboj, der vier öffentliche Einrichtungen, eine Schule, einen Kindergarten, ein Kulturzentrum und das städtische Verwaltungsgebäude beheizt - erklärt Vasilic.

Er sagt, dass die Vorteile des Umstiegs auf Biomasse seit 2016 offensichtlich sind, da die Luft in der Innenstadt von Priboj sauberer ist, betont er. Die neue Heizungsanlage in dieser Gemeinde soll Mitte Oktober in Betrieb gehen und fünf öffentliche Gebäude beheizen.

Wie Vasilic sagt, stellt die Gemeinde jedes Jahr eine Million Euro für den Betrieb des Stadtheizkraftwerks zur Verfügung. Nach der Fertigstellung einer Holzschnitzelheizanlage können diese Ausgaben auf 500.000 bis 600.000 Euro reduziert werden.

Nach Angaben der Wirtschaftskammer Serbiens macht Erdgas in Serbien 74% des Gesamtverbrauchs aus, Ölprodukte 15%, Kohle 11% und Biomasse weniger als ein Prozent.

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