Quelle: Politika | Donnerstag, 27.11.2008.| 92:0
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"Citadel" – 1,7 Mio. Euro aufgrund zwei Verträge über Privatisierung von "Zastava" mit der Agentur für Privatisierung

(Fotob)

Die Beratungsfirma "Citadel" verdiente fast 1,7 Mio. Euro durch Verkauf der Automobilfabrik "Zastava" in Kragujevac. Es handelt sich eigentlich um 1.680.000 Euro für zwei Verträge über Beratungsleistungen abgeschlossen mit der Agentur für Privatisierung der Republik Serbien in den vergangenen sieben Jahren.

Der erste Vertrag mit "Citadel" wurde am 24. Mai 2002 abgeschlossen. Es handelte sich um die Beratungsleistungen bei der Umstrukturierung und Privatisierung des Unternehmens "Zastava vozila". Es hat sich damals um den ersten Beratungsvertrag im Prozess der Privatisierung. "Citadel" sollte, dem Vertrag nach, "Zastava" durch Prozess der Umstrukturierung führen und das Unternehmen für die Privatisierung vorbereiten. Von der Analyse der Geschäftslage und der Situation im Unternehmen, durch Erstellung eines Programms zur Umstrukturierung und einer Privatisierungsstrategie, bis Vorbereitung der Ausschreibungsunterlagen und Schätzung des Marktwertes.

Der Vertrag sah ein festes Entgelt von 980.000 Euro und einen Bonus in Höhe von 0,49% des Kaufpreises, falls die Privatisierung erfolgreich abgeschlossen wird. "Citadel" hat sein festes Entgelt bekommen, aber nicht den Bonus, weil das Unternehmen nicht per Ausschreibung verkauft worden ist. Sechs abhängige Unternehmen, Mitglieder der Gruppe "Zastava grupa" wurden inzwischen erfolgreich privatisiert.

Die Agentur für Privatisierung erklärt, dass seit der Unterzeichnung des Verständnismemorandums zwischen "Zastava" und "Fiat" im April dieses Jahres eine effiziente Vorbereitung des Unternehmens für den bevorstehenden Prozes unausweichlich ist. Die Regierung Serbiens bewilligte deshalb die weitere Engagement der Beratungsfirma "Citadel", besonders weil sie den besten Einsicht in der Geschäftslage des Unternehmens hatte und alle Vorbereitungen für die wichtigste Transaktion in Serbien in den letzten Jahrzehnten innerhalb einer rekordkurzen Frist treffen konnte.

Der neue Vertrag mit der Beratungsfirma wurde am 1. August 2008 abgeschlossen- "Citadel" wurde diesmal mit der Realisierung der strategischen Partnerschaft zwischen "Zastava" und "Fiat" beauftragt. Der Vertrag, mit dem die Regierung Serbiens, bekannt gemacht wurde, sieht ein festes Entgelt für Beratungsleistungen in Höhe von 699.999,60 Euro, das in drei Raten ausgezahlt werden soll - 40% nach dem Abschluss des Vertrags über Beratungsdienstleistungen, 40% nach der Unterzeichnung des Vertrags über –trategische Partnerschaft und 20% nach der Realisierung der Transaktion. Die erwähnte Summe deckt die Kosten für den Einsatz von Subunternehmen (Anwaltsbüros und Schätzungsfirmen).

Man hat "Citadel" bisher 80% der erwähnten Summe (für die ersten zwei Phasen) ausgezahlt - insgesamt 559.999,65 Euro.

- Der Vertrag über strategische Partnerschaft sieht keinen Bonus für den engagierten Berater – so bestreitet der Pressesprecher der Agentur für Privatisierung Dušan Belanović die neulichen Äuérungen der Gewerkschaftsvertreter, nach denen sogar 50 Mio. Euro dem Berater auszuzahlen sind. Belanović betont, dass der Vertrag mit "Citadel" auf der Webseite der Agentur veröffentlicht werden soll.

Milutin Nikolić, Direktor von "Citadel" wurde gestern (26. November 2008) unerreichbar.

(Anmerkung: Artikel übernommen aus der Tageszeitung "Politika" vom 27. November)

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