Quelle: Tanjug | Donnerstag, 01.03.2018.| 15:00

Dialog zwischen Belgrad und IWF über künftige Ziele beginnt Mitte März

(FotoKristi Blokhin/shutterstock.com)
Der Dialog zwischen dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und den Behörden in Belgrad über die Ziele und Prioritäten für die nächsten Jahre sollte Mitte März beginnen, kündigte James Roaf, Leiter der IWF-Mission für Serbien, an und fügte hinzu, dass sich Serbien, nach dem erfolgreich umgesetzten dreijährigen IWF-Programm auf neue Herausforderungen foussieren soll.
- Um die Erwartungen der Menschen zu erfüllen und sein volles Potenzial auszuschöpfen, muss Serbien eine viel tiefgreifendere Transformation seiner Wirtschaft durchführen, um nach seinem EU-Beitritt auf seinem Markt, und insbesondere Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu sein - schrieb Roaf in einem Artikel für das Belgrader Magazin NIN.
Er fügte hinzu: "Wenn Serbien nicht weiter daran arbeitet, eine dynamische Wirtschaft zu werden, in der der private Sektor die Hauptrolle spielt, riskiert es, wieder eine passive Region zu werden, abhängig von Geldtransfers, während seine erwerbsfähigen und dynamischen Einwohner, deren Kompetenzen und Qualifikationen auf dem Markt gefragt werden, nach besseren Chancen in anderen Teilen der EU suchen und auswandern. "

In Bezug auf die Ergebnisse des serbischen Programms mit dem IWF, das am 22. Februar zu Ende gegangen ist, wies er darauf hin, dass die Finanzdisziplin während des gesamten Programms aufrechterhalten wurde und dass das Haushaltsdefizit von fast 7% des BIP von 2014 in einen Überschuss von 1% verwandelt wurde, zusammen mit einer viel früher und schneller als erwartet Verringerung der öffentlichen Verschuldung.
- Der IWF ist bereit, Serbien zu unterstützen, und wir werden Mitte März einen Dialog mit den Behörden aufnehmen, um breite makroökonomische Ziele und vorrangige Politiken in den nächsten Jahren zu identifizieren - sagte Roaf.

Er betonte, dass neben der Aufrechterhaltung der im Programm verwirklichten fiskalischen und makroökonomischen Disziplin eine Reform der Steuerverwaltung und Steuerpolitik notwendig sei, um die Anreize für natürliche Personen und Unternehmen zu verstärken, ebenso wie eine Vereinfachung der Gebühren und Abgaben, Änderung des Rahmens für die steuerliche Regulierung, bessere finanzielle Beziehungen zwischen den zentralen und lokalen Behörden, verbesserte Verwaltung der öffentlichen Finanzen und effizientere Wohlfahrt.
Laut Roaf umfasst die zweite Gruppe die Reformen des Währungs- und Finanzsektors - die Stärkung der Dinarisierung, die Reform der öffentlichen Finanzinstitutionen und die Bekämpfung der Geldwäscherisiken und der Terrorismusfinanzierung.

- Dieses Paket beinhaltet auch Verbesserungen in der Wirtschaft, wie die Lösung des Problems der Schattenwirtschaft, eine starke Zunahme der Quantität und der Qualität der öffentlichen Infrastruktur, sowie die Umstrukturierung und die Privatisierung staatlicher Unternehmen - Roaf sagte.
Kommentare können ausschließlich angemeldete Nutzer eingeben.