Quelle: Beta/Tanjug | Mittwoch, 28.02.2018.| 00:23

Serbien und Bulgarien unterzeichnen Memoranden zur Zusammenarbeit im Schienen- und Wasserverkehr - Gemeinsame Bewerbung um EU-Fördermittel ermöglicht

Abbildung (FotoASDF_MEDIA/shutterstock.com)
Am Freitag, 23. Februar 2018, wurden in Sofia Vereinbarungen über die Zusammenarbeit im Schienen- und Wasserverkehr zwischen Serbien und Bulgarien unterzeichnet, welche die Möglichkeit einer gemeinsamen Bewerbung um EU-Fördermittel vorsehen.

Während des offiziellen Besuchs des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic in Bulgarien wurden die erwähnten Memoranden von den Verkehrsministern Zorana Mihajlovic und Ivaylo Moskovski unterzeichnet, teilte das serbische Ministerium für Bau, Verkehr und Infrastruktur mit.
Die Vereinbarung zwischen Serbien und Bulgarien über die Verbesserung der Effizienz des Schienenverkehrs soll die Zusammenarbeit bei Projekten, effizientere Grenzverfahren und mögliche gemeinsame Bewerbung und EU-Fördermittel und Finanzmittel internationaler Finanzinstitutionen für Projekte entlang des paneuropäischen Verkehrskorridors X ermöglichen.

Die Absichtserklärung und die Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Hafeninfrastruktur an der Donau für Umladen, Lagerung und Verteilung von Flüssigerdgas ermöglicht die Harmonisierung mit den EU-Vorschriften. Der erste Schritt wird die Erstellung einer Machbarkeitsstudie sein, möglicherweise parallel zur Beantragung von Zuschüssen aus EU-Fonds.
Mihajlovic unterzeichnete diesmal auch ein Memorandum über Zusammenarbeit zwischen Ministerien für Arbeit und Sozialpolitik Serbiens und Bulgariens, berichtet Beta.

Serbien erhöht seine Exporte nach Bulgarien um 53%

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic sagte während des Besuches in Bulgarien, dass der Handelsaustausch zwischen Serbien und Bulgarien Jahr für Jahr zunimmt und dass er zum ersten Mal den Betrag von 1 Mrd. USD erreicht hat, berichtet Tanjug.

- Ich spreche über serbische Exporte nach Bulgarien, die in nur einem Jahr um 53% gestiegen sind, wehrend Ausführen aus Bulgarien nach Serbien um 28% zugenommen haben, was einen großen Fortschritt in unseren wirtschaftlichen Beziehungen darstellt- sagte Vucic beim Treffen mit dem bulgarischen Präsidenten Rumen Radev.

Er wies darauf hin, dass es für Serbien sehr wichtig sei, den Autobahnabschnitt bis zum Grenzübergang Gradina fertigzustellen. Das Gleiche erwarte er, wenn es um den bulgarischen Teilabschnitt bis Sofia geht.

- Wir beabsichtigen, die erneute Elektrifizierung und vollständige Modernisierung der Bahnstrecke Nis-Dimitrovgrad durchzuführen, in welche wir 270 Millionen Euro investieren werden. Dies wird unsere Verbindungen weiter stärken - betonte der Präsident Serbiens.

Serbien werde, laut seinen Worten, mit dem Bau von Verbindungsleitungen zwischen Bulgarien und Serbien sowie von einer Gaspipeline zwischen Dimitrovgrad und Nis beginnen, um nach 2019 den größten Teil des Gasverbrauchs über die Gaspipeline aus Bulgarien zu decken. Diese Gaspipeline soll russisches Erdgas nach Ungarn, Österreich und anderen Ländern der Region transportieren.

- Gleichzeitig ist es für uns sehr wichtig, mehr und mehr bulgarische Geschäftsleute nach Serbien anzuziehen. Alle bulgarischen Investitionen seit 2010 waren sehr erfolgreich. Wir sind diesen Menschen dankbar für gute Investitionen und die Beschäftigung von Menschen in Serbien - betonte Vucic.

In Anbetracht der wirtschaftlichen Situation in Serbien hofft er, dass die serbischen Unternehmer in der nächsten Zeit mehr Möglichkeiten haben, in Bulgarien zu investieren.

Vucic glaubt, dass viele serbische und bulgarische öffentliche Unternehmen, einschließlich solcher aus der Militärindustrie, Raum für gemeinsame Projekte und Erschließung von Drittmärkten finden können, berichtet Tanjug.
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