Quelle: Politika | Freitag, 09.02.2018.| 12:05

Serbien verzeichnet starken Export-Rückgang bei landwirtschaftlichen Produkten 2017 - Importe um 15,4% zugenommen

Export von Mais ging um 72 Mio. USD zurück (Fotosmereka/shutterstock.com)
Die Exporte aller führenden serbischen landwirtschaftlichen Produkte sind im Vorjahr im Vergleich zu 2016 sehr stark zurückgeganen, zeigen die Analysen des Statistischen Amtes der Republik Serbien.


Der Export von Mais war um 72 Mio. USD, von Zigaretten um 42 Mio. USD und von gefrorenen Himbeeren um 15 Mio. USD geringer als ein Jahr vorher. Zuckerhersteller waren auch nicht erfolgreicher, ihre Exporten sind um 35 Mio. USD im Vergleich zu 2016 zurückgegangen.


Aber trotz der Annahme, dass das vergangene Jahr wegen der langen Dürre für serbische Exporteure verheerend sein wird, zeigt die Statistik, dass die Exporte von landwirtschaftlichen Produkten und Lebensmtiteln den Gesamtwert von 3,2 Mrd. USD erreichten, was nur um 1% unter dem Ergebniss 2016 liegt. Der Analytiker Vojislav Stankovic erklärt, dass die rekordhohe Exporte von Frühgemüse im ersten Halbjahr, von bestimmten Obstsorten und Lebensmitteln in die Europäische Union und Nachbarländer die Außenhandelsbilanz dieses Sektors "gerettet haben".


Besorgniserregend ist aber für Exporten die Tatsache, dass Importe von landwirtschaftlichen Produkten und Lebensmitteln in einem Jahr um durchschnittlich 15,4% zugenommen haben. Obwohl die serbische Agrarindustrie noch immer einen Exportüberschuss verzeichnet, war er 2017 um 16% geringer als im Jahr vorher. Besonders entmutigend ist die Statistik für die inländische Viehwirtschaft und Verbraucher, weil die Importe von gefrorenem Schweinefleisch um mehr als 50% und von Eiern und Molkereiprodukten um ein Drittel gestiegen sind.


Noch Mitte des vergangenen Jahres, insbesondere nach der Abschaffung von Importzöllen für Schweinefleisch, Milch und Molkereiprodukten, worauf die EU bestanden hat, konnte man damit rechnen. Milch und Molkereiprodukte aus BiH, Slowenien und Kroatien können seitdem immer häufiger in Regalen der einheimischen Einzelhandelsketten, oft zu Dumpingpreisen, gefunden werden, berichtet die Belgrader Tageszeitung Politika.

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