Quelle: seebiz.eu | Donnerstag, 08.02.2018.| 15:52

Eurofer erwartet weiter steigende Stahlnachfrage in der EU

(Fotoruhmal/shutterstock)
Der Verband der europäischen Stahlhersteller, Eurofer, erwartet für dieses Jahr einen Anstieg der Stahlnachfrage in der EU um 1,4%, so die Analysten der Commerzbank.

Die Wachstumsrate wäre damit genauso hoch wie im letzten Jahr. Vor allem die Stahlnachfrage des Verarbeitenden Gewerbes und des Bausektors solle demnach robust bleiben. Die Eurofer sehe Risiken für die Stahlexporte der EU-Stahlproduzenten wegen des starken Euro.

Sie zeige sich aber vor allem weiter besorgt über die Stahlimporte in die EU. Diese seien zwar laut Eurofer im letzten Jahr aufgrund von Schutzmaßnahmen im Außenhandel um rund 1% zurückgegangen, die "Gefahr" steigender Importe bestünde aber weiterhin. Während die EU-Stahlimporte aus China, Russland und der Ukraine spürbar gefallen seien, sei deutlich mehr Stahl aus Indien, Indonesien und der Türkei importiert worden. Das Stahlangebot bleibe dabei reichlich.

Das auf die Analyse der Stahlmärkte spezialisierte Research-Institut MEPS schätze, dass in diesem Jahr weltweit mehr als 1,7 Mrd. Tonnen Stahl hergestellt würden. Im letzten Jahr seien es knapp 1,7 Mrd. Tonnen gewesen. Während die Produktion in China stagnieren solle, dürfte sie laut MEPS außerhalb Chinas weiter ausgeweitet werden, allerdings nicht mehr so stark wie bisher.

Dies spreche für eine anhaltend solide Nachfrage nach Eisenerz. Im letzten Monat sei aber offenbar etwas weniger Eisenerz am seewärtigen Markt nachgefragt worden. Denn die Eisenerzexporte aus Port Hedland in Australien seien laut Angaben des Hafenbetreibers im Januar im Vergleich zum Vormonat um 11% gefallen

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