Quelle: eKapija | Mittwoch, 24.01.2018.| 15:45
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RÜCKBLICK 2017 - Investitionen in GESUNDHEITSWESEN, die das größte Interesse der Leser von "eKapija" geweckt haben

(FotoSyda Productions/shutterstock.com)
Das Investitionsteam des Wirtschaftsportals "eKapija" hat eine Analyse durchgeführt und eine Rangliste der Investitionen und Investitionsideen erstellt, die das größte Interesse unserer Leser 2017 geweckt haben. Die Ergebnisse sind sehr interessant, vorwiegend wie erwartet, aber es gibt auch einige Überraschungen. Wir haben deshalb beschlossen, unseren Lesern diese Informationen zu präsentieren.


Wir möchten hier die interessantesten Projekte in der Kategorie GESUNDHEITSWESEN präsentieren.


Sehr optimistisch wurden Anfang 2017 die größten Investitionen in das Gesundheitswesen in den letzten 70 Jahren vom Staat angekündigt: der Bau von neuen Klinikzentren, Umbau von bestehenden Kliniken und Krankenhäusern. Nur einige von angekündigten Projekte sind in die Realisierung gegangen. Auf andere müssen wir warten.

Die Effekte der Maßnahmen im Bereich der Investitionen in neue und bestehende Gebäude, Ausrüstung und Personal getroffen werden, werden wir, laut Worten des Gesundheitsministers Zlatibor Loncar erst in einigen Jahren zu spüren bekommen. Er sei überzeugt davon, dass wir "in zwei bis drei Jahren über das beste Gesundheissystem in der Region verfügen werden". Wir werden auch darauf warten.

Ein Schritt weiter wurde 2017 im Bereich der elektronischen Dienstleistungen gemacht. Informationen über Initiativen zur Vereinfachung des Zugangs zum Gesundheitsschutz haben, wie erwartet, großes Intersse unserer Leser geweckt. Sehr aktuell 2017 war der private Sektor, wie auch Übernahmen und Investitionen in der Pharmaindustrie. In Bereichen wie Wissenschaft, oder präziser gesagt, Stammzellen, warten wir noch immer auf die Realiseirung von früher gestarteten Projekten. In der Rangliste gibt es auch kommunale Gesundheitszentren.

Und bevor wir die aufgrund des Interesses unserer Leser aufgestellte Rangliste der diesjährigen Investitionen in das Gesundheitswesen präsentieren, wollen wir an Erfolge serbischer Ärzte und Forscher erinnern, die mit ihrem Fachwissen und Kompetenzen Seite an Seite mit Welt-Experten stehen. Im Laufe 2017 haben sie eine Gebärmuttertransplantation erfolgreich durchgeführt, einen Hirntumor operiert, während der Patient wach ist, die abgetrennte Hand nach einem Arbeitsunfall wieder angenäht, und wir konnten auch lesen, dass sie das Ohr von den Rippen machen... Und es war noch einige gute Nachrichten - Serbien wurde einstimmig in die Europäische Organ-Vermittlungsstelle Eurotransplant aufgenommen, die ersten innovativen Medikamente wurden nach fast fünf Jahre Pause zu Patienten gelangen. Wenn es uns gelingt, Fachkräfte, die derzeit unkontrolliert auswandern, zum Verbleiben zu ermutigen, und angekündigte Investitionen in die Infrastruktur zu realisieren, können wir auf die Stärkung des Gesundheitswesens in Serbien hoffen. Und sogar wenn es nicht zum führenden in der Region wird. Es genügt in Wirklichkeit, dass es in der Lage sein, den Bürgerinnen und Bürgern würdige Dienste zu leisten.

Eine große Rolle dabei spielt der Wiederaufbau von Klinikzentren, die in diesem Jahr an der Spitze unserer Rangliste ist. Obwohl wir seit Jahren von der Umsetzung dieser Projekte hören, wurde 2017 nur da Klinikzentrum Nis eröffnet. Und obwohl dort die ersten Operationen durchgeführt wurden, konnten wir vor einigen Tagen hören, dass dieser Komplex noch immer nicht eine Nutzungserlaubnis hat. Es ist unbekannt, wenn es das offzielle Erlaubnis erhalten wird, und die Endfrist ist der 2. August 2018.


Und für das letzte Jahr angekündigte Rekonstruktion von restlichen drei Klinikzentren - in Belgrad, Novi Sad und Kragujevac wurde noch nicht aufgenommen. Obwohl man Aufträge für den Umbau des KC Serbien ausgeschrieben hat, hat man keinen weiteren Schritt gemacht. Die Ergebnisse des Vergabeverfahrens wurden nicht veröffentlicht, und die Arbeiten in Novi Sad und Kragujevac, geplant für den April, bzw. September sind auch nicht weit fortgeschritten. Der Staat hat keine Erklärung dafür gegeben.

Klinikzentrum Nis
Auf dem Platz zwei ist der lang erwartete Partner von Galenika. Nach dem gescheiterten Verkauf an das Konsortium Frontier-Petrovax Anfang 2017 hat der Staat am 1. September das Pharmaunternehmen zum zweiten Mal zum Verkauf gestellt - diesmal "von den Schulden befreit". Früher wurde nämlich die Umwandlung der Schulden in das staatseigene Kapital beschlossen. Aelius, verbunden mit EMS S/A Brasilien, war der einzige von zwei Bietern, der alle Bedingungen für die Privatiseirung erfüllt hat. Das Untenrehmen hat sich verpflichtet, neben dem Preis von 16 Mio. EUR für die Übernahme auch 25 Mio. EUR an Gläubigerbanken auszuzahlen. Vorgesehen sind auch 200 EUR pro Beschäftigungsjahr für jeden überschüssigen Mitarbeiter, der sich für das freiwillige Ausscheiden aus dem Unternehmen entscheidet.

Der dritte Platz führt uns in den Privatsektor. Die Poliklinik Bel Medic in Belgrad hst 2017 ihre Kapazitäten erweitert. Als am interessantensten haben sich Informationen über das neue Gesundheitszentrum am Platz Slavija, wie auch die Eröffnung eines medzinischen zentrums in Kosovo, in Gracanica erwiesen.

Demn einheimischen Gesundheitssystem BelMedic folgt die erse ausländische Investition in das Gesundheitswesen in Serbien auf dem Platz vier. Obwohl sie die ersten Patienten schon Ende 2016 empfang, wurde die Neurologieklinik Affidea im Wert von 4 Mio. EUR im Febraur offiziell eröffnet. Die niederländische Investoren kündigten dabei die Eröffnung von Diagnosezentren in weiteren drei Städten in Serbien - Novi Sad, Nis und Kragujevac an.

Auf dem Platz fünf sind Zentren für die Transplantation des Knochenmarks in Serbien. Stammzelltransplantation bei Kindern werden schon 20 Jahre im Institut für Mutter und Kind in Belgrad, und bei Erwachsenen im Militärkrankenhaus in Belgrad VMA durchgeführt. Das dritte Zentrum dieser Art wurde im Vorjahr im Klinikzentrum in Belgrad eröffnet. Darin wurden 90 Mio. Dinar investiert. In unserem Land werden jedes Jahres rund 40 Transplantation des Knochenmarks durchgeführt, Patienten mit malignen und Autoimmunerkrankungen. Durch Erweiterung der Kapazitäten und Verbesserung der Bedingungen soll diese Anzahl erheblich steigen.

Und wenn es um die Stammzellen geht, dürfen wir nicht vergessen, dass Serbien noch immer nicht über eine öffentliche Stammzellbank verfügt. Dieses Thema landete auf dem 6. Platz unserer Liste. Obwohl der Grundstein für eine Stammzellbank im Institut für Gesundheitsschutz von Kindern und Müttern Dr. Vukan Cupic noch 2012 gelegt wrude, wurde das Gebäude im Hof der erwähnten Gesundheitseinrichtung auch 2017 nicht fertiggestellt.

Obwohl man daran noch immer arbeitet, fehlt es an notwendigen Finanzmittel für seine Fertigstellung. 15 Mio. Dinar, welche der Staat jährlich dafür bereitstelt, reichen einfach nicht. Man hat deshalb 2017 die Initiative gestartet, notwendige eine Mio. EUR durch die außerordentliche Finanzierung - bzw. durch Spenden oder sogar einen Kredit zu sichern. Bis die erste öffentliche Stammzellbank fertiggestellt wird, können sich alle, die Stammzellen aus dem Nabelschnurblut ihrer Kinder aufbewahren können, an eine der ausländischen Stammzellbanken wenden, und dafür rund 2.000 EUR für einen Zeitraum von 20 Jahren vorbereiten.


Der 7. Platz in unserer Liste führt uns in die Pharmabranche. Das Pharmaunternehmen Hemofarm hat mit noch einer Übernahme 2017 auf sich aufmerksam gemacht - diesmal durch die Übernahme des Belgrader Unternehmens Velexfarm. Hemofarm hat früher, im August 2016 das Unternehmen Ivancic i sinovi übernommen, und wir werden sehen, ob uns der Pharmariese mit Sitz in Vrsac auch in diesem Jahr überraschen wird.



(Fotofotoknips/shutterstock.com)

Die Dienstleistungen, die im Gesundheitszentrum in der Siedlung Labudovo brdo 50.000 Bewohnern der serbischen Hauptstadt zu erbringen sind, sicherten ihm den 8. Platz unserer Ranglsite. Die letzten zwei unter den Top 10 Investitionen gehören der Automatisierung des Gesundheitswesens in Serbien.


Auf dem Platz 9. ist die automatische Verlängerung der Krankenversicherungskarten, was Arbeitgebern rund 500.000 Arbeitsstunden und rund 1,5 Mio. EUR jährlich ersparen sollten. Arbeitgeber müssen die Krankenversicherungskarten ihrer Beschäftigten nicht mehr an Schaltern der Krankenkasse begläuiben lassen. Sie werden nämlich automatisch, dank einem neuen Informationssystem, verlängert.


Seit dem letzten Jahr sind Bürgern auch elektronische Rezepte verfügbar, zunächst in Belgrad und dann auch Krankenversicherten in 42 medizinischen Einrichtunen in Serbien. Das ermöglicht Patienten, nur 1-2-mal jährlich zum Arzt zu gehen. Bis Ende dieses Jahres sollen elektronische Rezepte allen Bürgern in Serbien verfügbar werden. Das hat für den 10. Plant in unserer Liste ausgereicht.


Ab dem 11. Platz gibt es mehrere Investitionen in den Wiederaufbau von bestehenden und den Bau von neuen Gesundheitseinrichtungen in Serbien. Zunächst die Investition in das Gebäude des Notarztdienstes in Novi Sad, die fast fertiggestellt ist. Das Gebäude soll im März eröffnet werden. Während Kragujevac auf den Umbau des Klinikzentrums wartet, soll hier 2018 das allgemeine Krankenhaus fertiggestellt werden, ausschließlich für Patienten aus der Stadt. Das Projekt belegt den 12. Platz.

Den verbesserten Gesundheitsschutz erwarten auch die Bewohner der Belgrader Siedlung Borca, Das Versprechen der zuständigen Behröden, das medzinische Zentrum bis Ende 2017 fertigzustellen, wurde nicht realisiert. Der Baubeginn kann im besten Fall erst im März 2018 erwartet werden, und die letzten Informationen aus der Stadtverwaltung zeigen, dass dies erst im zweiten Halbjahr 2018 zu erwarten ist. Diese Geschichte ist auf dem 13. Platz.



Sehen Sie die ganze Rangliste in der Kategorie GESUNDHEITSWESEN und vergleichen sie mit ihren eigenen Gedanken, Meinungen und Schätzungen.

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