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(BIZNIS) Umberto Vatani, Vorsitzender des Italienischen Instituts für Außenhandel - Serbien gehört zur Europäischen Union

Quelle: Biznis Montag, 20.10.2008. 16:51
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Umberto VataniUmberto Vatani

Mehr als 60% der Brillen in der Welt werden von italienischen Firmen produziert, 10 – 11 Komponenten in jedem Handy in der Welt sind in Sizilien erzeugt. Italien gehört zu führenden Herstellern von Möbeln, Maschinen und Werkzeug in der Welt, ganz zu schweigen, wenn es um die Mode, Haute Couture und Prêt-à-porter geht...

Es handelt sich um nur einige zugleich interessante und beeindrückende Details, welche der Botschafter Umberto Vatani, Vorsitzender des Instituts für Außenhandel, mit 117 Niederlassungen in 86 Ländern und auf allen Kontinenten, am Dienstag (14. Oktober 2008) an einer Pressekonferenz im "Palast Italien" anlässlich der Präsentation des Projekts der italienischen Regierung "Bildungs- und technische Hilfe für die Verwaltung auf dem Balkan" erwähnt hat.

Der Botschafter Vatani, der seit Jahrzehnten als erfolgreichster Joker der italienischen Außenpolitik gilt, hob mehrmals hervor, wie wichtig die Region Balkan und Serbien für sein Land sind. Er ist der Meinung, dass Serbien so bald wie möglich der Europäischen Union beitreten soll, weist aber darauf hin, dass das offizielle Rom seine Ansicht teilt.

Sie leiten eine Institution, die italienischen Unternehmen bei der Erschließung ausländischer Märkte unterstützt. Wie funktioniert das Institut für Außenhandel?

- In Hinsicht darauf, dass die meisten von fast 4,5 Mio. Unternehmen in Italien zu kleinen und mittleren gehören, sehen wir uns nicht als Eishersteller, sondern als Eisbrecher. Unsere Kurzbezeichnung ICE bedeutet nämlich Eis in Englisch und wir wollen jedes Mißverständnis bezüglich unserer Aufgaben vermeiden. Ich scherze natürlich. ICE steht sowohl einheimischen als auch ausländischen Unternehmern zur Verfügung, die von uns Informaitionen, Ratschläge und Empfehlungen und Hinweise bekommen können, wenn sie nach Partnern suchen. ICE wirbt für italienische Wirtschaft und präsentiert ihre Potenziale und Möglichkeiten im Ausland und gibt italienischen Unternehmern Auskunft über Länder, in welche sie investieren wollen.

Was für Erfahrungen haben die ICE-Niederlassungen gemacht?

- Äußerst gute. Das beste Beispiel dafür ist vielleicht Serbien. Fast alle von insgesamt zwei hunder italienische Investitionen in Serbien, außer "Fiat" und Gruppen, die mit ihm kommen ("Iveco" und "Magneti Marelli") wurden hier mit Hilfe von ICE realisiert. Der jährliche Umsatz dieser Unternehmen erreicht sogar 2,4 Mrd. Euro und sie beschäftigen fast 18.000 Arbeiter.

Sehr lange erwartete und bisher die größte ausländische Investition in Serbien im Wert von fast 800 Mio. Euro hat "Fiat" gebracht. Dem Automobilherstellers aus Turin haben aber andere italienische Investoren vorausgegangen?

- Genau. Wir sollen nicht vergessen, dass Italien mit 800 Mio. Euro zu fünf größten Investoren in Serbien gehört. Unsere Banken "Banca Intesa" und "Sanpaolo Imi" (die vor der Fusion am serbischen präsent waren), "UniCredit Bank" und "Findomestic Bank" decken heute fast 24% des serbischen Bankmarktes. Die Situation ist ähnlich, wenn es um Versicherungswesen geht. Die "Generali group" und "Fondiaria SAI" kontrollieren heute 44% dieses Sektors in Serbien.

Die italienische Regierung startete 2005 eine besondere Kreditlinie für die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen im Wert von 32,25 Mio. Euro, die durch Erwerb von in Italien erzeugten Maschinen und Ausstattung unter besonders günstigen Bedingungen realisiert werden soll. Erwähnte Fonds wurden in weniger als drei Jahren leer, weshalb die Regierung Italiens eine neue Kreditlinie im Wert von 30 Mio. Euro bewilligt hat. Sie steht diesmal nicht nur KMUs, sondern auch Gemeinden und kommunalen Unternehmen zur Verfügung.

Ist Italfer, die Ingenieuren-Gesellschaft der italienischen Bahnen, an Serbien interessiert?

- "Italfer" hat unlängst an zwei wichtigen Vergabeverfahren der Europäischen Entwicklungsagentur (Fonds CARDS) erfolgreich teilgenommen und das Projekt zur Errichtung der neuen Eisenbahnbrücke "Žeželj" in Novi Sad und die Vorbereitung des Masterplans des Verkehrssektors der Regierung Serbiens bis 2025 bekommen.

Sind Sie mit der Investition von "Fiat" in Serbien zufrieden?

- Es geht nicht nur um "Fiat" und Herstellung von Autos für den Export. Geplant sind auch Investitionen von "Iveco" und "Magneti Marelli", Mitglieder der Fiat Gruppe, im Wert von fast 240 Mio. Euro.

Noch ein wichtiger Vertreter der italienischen Außenpolitik war mit Herrn Vatani in Belgrad. Es handelt sich um Bruno Botai, einst der Generalsekretär des italinieschne Außenministeriums, wie Herr Vatani. Der Botschafter Botai ist der erste Mann des weltbekannten Instituts "Dante Alighieri". Er ist auch wegen der Präsentation des Projekts der "Bildungs- und technischen Hilfe für die Verwaltungen auf dem Balkan" nach Belgrad gekommen. Die Präsenz zahlreicher italienischer Unternehmen in Serbien verlangt die "sprachliche Italienisierung" des Landes bzw. die Promotion der italienischen Sprache und Kultur.

Ihnen ist bekannt, dass viele Einwohner von Kragujevac großes Interese für Italienische in den letzten Monaten gezeigt haben und kamen nach Belgrad mit dem entsprecheden Angeobt. Das Institut "Dante Alighieri" will seine Professoren nicht nur in Kragujevac, sondern auch in anderen Städten engagieren.

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