Quelle: eKapija | Donnerstag, 14.12.2017.| 15:50
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Tina Jakasa, Geschäftsführerin von HEP Opskrba - Wir werden auch Haushalte in Serbien mit Strom versorgen

Tina Jakasa
Tina Jakasa
Kroatisches Elektrizitätsunternehmen HEP ist in den serbischen Markt eingestiegen. Neben dem Unternehmen Cimos wird HEP bald auch zwei Kommunen in Serbien - Kraljevo und Valjevo mit Strom versorgen. HEP plant weitere Expansion auf dem serbischen Markt, zunächst im Bereich der großen Verbraucher, Unternehmen und Industrieanlagen, später aber auch im Bereich der privaten Haushalte, kündigt die Geschäftsführerin von HEP Opskrba Tina Jakasa in einem Interview für das Wirtschaftsportal eKapija.

Der Einstieg ausländischer Unternehmen in den serbischen Strommarkt wurde am 1. Januar 2015 durch die offizielle Liberalisierung des Marktes erlaubt. Bisher wurde aber nicht viel getan, insbesondere wenn es um die Versorgung von privaten Haushalten geht. Derzeit gibt es 106 Stromanbieter auf dem serbischen Markt, und das staatliche Elektrizitätsunternehmen EPS deckt 98% des Marktes.

Kroatien hat 10 Jahre für die Entwicklung des liberalisierten Strommarktes benötigt. Die Liberalisierung des Marktes in diesem Land wurde 2003 offiziell gestartet. Die wichtigste Voraussetzung für den Einstieg der Mitbewerber in den einheimischen Markt wurde erst im Juli 2013 erfüllt, als zu einem Preisrückgang im Großhandel kam, erfahren wir von Tina Jakasa am Anfang des Gesprächs.

eKapija: Wie viele Stromanbieter gibt es derzeit am kroatischen Markt?


- In diesem Moment gibt es 19 Unternehmen mit Genehmigungen zur Stromversorgung, und 5 Anbieter bewerben sich regelmäßig um Stromversorgungsaufträge. Neue Anbieter sind in erster Linie auf Unternehmen und den öffentlichen Dienst gerichtet, weniger auf private Haushalte, mit dem Angebot von Tür zu Tür, und einer der Mitbewerber hat begonnen, Telekommunikationsdienste gemeinsam mit Strom zu bieten.

eKapija: Obwohl der Markt liberalisiert ist und es mehrere Anbieter gibt, gelingt es HEP, den Anteil von 85% zu behalten. Wie lässt sich dies erklären?


- Das Unternehmen HEP Opskrba hat sich als führender Stromanbieter in Kroatien für die Liberalisierung des Marktes vorbereitet, sowohl im Bereich der privaten Haushalte, als auch im Bereich der großen Verbraucher, denen wir Produkte und Dienstleistungen im Einklang mit ihren Bedürfnissen und Marktbedingungen geboten haben. Im Segment der Unternehmen ermöglichten wir Kunden, sich zu vereinigen, um bessere Versorgungsbedingungen zu bekommen, z.B. durch Bildung von Fachverbänden wie die Kroatische Wirtschaftskammer. In Wasserkraftwerken erzeugter Strom wurde zeritifiziert und wir haben das Produkt ZelEn - Strom aus erneuerbaren Energiequellen geboten. Ein großer Schritt weiter war die Einführung einer Kette von Ladestationen für Elektroautos namens Elen. Und wir haben im Vorjahr ein neues Treueprogramm für Unternehmer, das Dienstleistungen im Bereich der Energieeffizienz unserer Schwesterunternehmen HEP ESCO einschließt.


Wir haben großen Verbrauchern unlängst die Nutzung von HEPI Trader, einer neuen Dienstleistung und App ermöglicht. Die Anwendung ermöglicht ihnen, den Erwerb von Strom selbst zu steuern, mit der konstanten Einsicht in die Situation am Markt sowie die Möglichkeit, Strom in Tranchen zu kaufen, um ihre Energiekosten zu optimieren. Privaten Verbraucher haben wir den Happy Tarif geboten, die einen guten Widerhall gefunden hat, weil wir ihnen ermöglichen, nur den verbrauchten Strom zu zahlen. Sie haben auch Einsicht in den Verbrauch und können ihre Rechnugnen mittels App mhepi zahlen und zugleich die Vorteile unseres Treueprogramms nutzen.


eKapija: Was kann Serbien von Kroatien über die Liberalisierung des Marktes lernen?


- Die Erfahrungen mit der Liberalisierung des Marktes in Kroatien und Slowenien eigen, dass der Staat, zuständige Institutionen, nationale Elektrizitätsunternehmen und Konkurrenten eine wichtige Rolle in diesem Prozess spielenn. Nach der Liberalisierung des Energiemarktes können Verbraucher das Angebot im Einklang mit ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten wählen, und Stromanbieter und Konkurrenten bringen neue innovative Produkte und Dienstleistungen und eine andere Kommunikation.


In der folgenden Zeit müssen Verbraucher lernen, dass sie im Falle des Anbieterwechsels nicht ohne Strom bleiben werden, dass das Verfahren sehr einfach ist und maximal 21 Tage dauert. Mit der Fortsetzung der Marktliberalisierung müssen einheimische Produzenten mit dem niedrigsten Niveau des staatlichen Schutzes rechnen.


eKapija: Sie haben Slowenien erwähnt. In welche Länder führt HEP Strom aus?

- Neben der führenden Position auf dem kroatischen Markt ist HEP in den Regionalmarkt erfolgreich eingestiegen. Wir sind in Slowenien über die Tochter HEP Energija präsent, die mehr als 12% des Strommarktes deckt. Wir versorgen Ljubljana, die slowenische Eisenbahnen, alle Fakultäten und Hochschulen in Ljubljan sowie die sozialen Institutionen mit Strom. Wir versorgen auch das Unternehmen Cimos in der Region und bereiten uns für den Einstieg in den bosnisch-herzegowinischen und serbischen Markt vor.


ekapija: Wenn es um Serbien geht, versorgen sie derzeit Cimos und sollen bald die Zusammenarbeit mit den Städten Kraljevo und Valjevo starten. Wie weit sind diese Projekte fortgeschritten? Wenn soll die Realisierung beginnen?


- Wir werden Strom für die Straßenbeleuchtung in diesen Städten sowie für alle Ampeln sichern. Wir haben uns um den Auftrag Anfang dieses Jarhes beworben und ihn gewonne. Verträtge wurden Mitte dieses Jarhes unterzeichnet und wir erwarten die Realisierung bis Mitte Dezember. Die Stadt Valjevo hat bisher 50 Mio. Dinar für die Straßenbeleuchtung ausgegeben, während der Wert des Vertrags mit Kraljevo bei ca. 80 Mio. Dinar liegt.

eKapija: Wie sehen Ihre weiteren Expansionspläne für Seribien aus?


- Der serbische Markt ist von Bedeutung für die weitere Entwicklung von HEP Snabdevanje und unsere serbische Tochter HEP Energija. Wir sind derzeit auf das Angebot für große Kunden, Untenrehmen und Industrieanlagen fokussiert. In der zweiten Phase werden wir auch in den Marktsegment der privaten Haushalte einsteigen.


Katarina Stevanović

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