Quelle: Beta | Mittwoch, 29.11.2017.| 10:16

Umbau der Bahnstrecke Belgrad-Budapest beginnt - 350,1 Mio. USD für Teilabschnitt von Belgrad bis Stara Pazova

Abbildung (FotoFranz Pfluegl/shutterstock.com)
Die lang erwartete Modernisierung und Rekonstruktion der Bahnstrecke Belgrad-Budapest, bzw. des ersten, 34,5 km langen Teilabschnitts von Belgrad bis Stara Pazova, begann heute am Bahnhof in Zemun.

Die Umbauarbeiten im Wert von 350,1 Mio. USD führen chinesische Unternehmen China Railways International und China Construction Company aus. Der Teilabschnitt soll, Plänen zufolge, innerhalb von drei Jahren, und die ganze Hochgeschwindigkeitsstrecke Belgrad-Budapest in sechs Jahren fertiggestellt werden.

Die Modernisierung der Strecke Belgrad-Budapest ist das erste grenzüberschreitende Projekt im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen China und zentral- und osteuropäischen Ländern, das von Serbien, Ungarn und China gemeinsam realisiert wird.

Für den 184 km langen serbischen Teilabschnitt werden ca. 2 Mrd. USD benötigt. Die Vorbereitungen für die Umsetzung des Projekts dauerten drei Jahre.

Entlang des Teilabschnitts Beograd Centar-Stara Pazova soll die ganze Infrastruktur rekonstruiert und modernisiert werden, damit Züge zwischen Belgrad und Batajnica die Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h erreichen können, und von Batajnica bis Stara Pazova, wo es vier Spuren geben wird, bis zu 200 km/h. Die maximale Geschwindigkeit liegt derzeit bei 70 km/h.

Für die Finanzierung der Arbeiten am Teilabschnitt Belgrad-Stara Pazova hat sich der Staat bei der chinesischen Export-Import Bank mit 297,6 Mio. USD verschuldet, auf eine Laufzeit von 180 Monaten (Tilgungsaufschub von 60 Monaten) und zu einem Zinssatz von 2%.

Die Arbeiten am Bahnhof in Zemun wurden im Beisein der serbischen Regierungschefin, Ana Brnabic, der Ministerin für Bau, Verkehr und Infrastruktur, Zorana Mihajlovic und des stellvertretenden Geschäftsführers der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform der Volksrepublik China, Wang Xiaotao gestartet.

Dies sei ein historischer Tag für Serbien, erklärte die Regierugnschefin und fügte hinzu, sie sei stolz auf die Zusammenarbeit zwischen Serbien und China. Der ungarische Ministerpräsident, Viktor Orban, habe, laut ihren Worten, unsere Effizienz gelobt, weil Serbien alle Vorbereitungen für die Realisierung des Projekts der Hochgeschwindigkeitsstrecke Belgrad-Budapest vor Ungarn getroffen habe.

- Dieses Projekt demonstriert auch, wie ein Land planmäßig und strategisch enwickelt wird. Keine Entwicklungsrichtung wird vernachlässigt, Verkehrskorridore sind genauso wichtig wiedie Hochgeschwindigkeitsstrecke - so Brnabic.

Zorana Mihajlovic erinnerte daran, dass die Vorbereitungen für das Projekt der Hochgeschwindigkeitsstrecke Belgrad-Budapest drei Jahre gedauert hätten. Das Ziel sei, laut ihren Worten, das möglichst viel Bürger und Geschäftsleute die Eisenbahn für den Transport nutzen.

Der stellvertretende Geschäftsführer der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform Chinas, Wang Xiaotao, hat versprochen, die Arbeiten am Teilabschnitt von Belgrad bis Stara Pazova innerhalb der festgelegten Frist abzuschließen.

Kommentare können ausschließlich angemeldete Nutzer eingeben.