Quelle: Danas | Dienstag, 28.11.2017.| 13:31
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Teuerer Strome für kleine und mittlere Unternehmen - Bis zu 18% höhere Stromrechnungen ab 2018

Ab Januar 2018 müssen kleine und mittlere Unternehmen in Serbien mit bis zu 18% erhöhten Stromrechnungen rechnen.

Es handelt sich um Unternehmen, die bis 350 MWh Strom jährlich verbrauchen, meldet die Belgrader Tageszeitung Danas. Sie wurden von der Elektrizitätswirtschaft Serbiens (EPS) bereits über die Änderung der Strompreise benachrichtigt.

"Im Einklang mit der Preisbildungspolitik und Situation auf dem Markt wurden die Strompreise für Verbraucher in der Kategorie kleine Industrie- und Gewerbekunden korrigiert", heißt es im Brief von EPS.

Der Preis einer Megawattstunde Strom für den Hochtarif wird ab dem 1. Janaur 2018 55,84 EUR betragen, und für den Niedertarif 35,41 EUR/MWh. Der Preis für Verbraucher mit Eintarifzählern wird auf 50,26 EUR/ MWh erhöht.

Es handelt sich um Preise ohne Verbrauchs- und Mehrwertsteuer in Dinar-Gegenwert, nach dem mittleren Wechselkurs der Nationalbank Serbiens der Rechnungstellung. Der neue Tarif von EPS ist in Euro angegeben, obwohl Dinar die offizielle Währung der Republik Serbiens ist, schreibt Danas.

Strom wird derzeit für 47,35 EUR pro MWh (Hochtarif) verkauft. In Hinsicht darauf, dass die meisten kleinen und mittleren Unternehmen Strom bei Tag, also während des Hochtarifs verbrauchen, bedeutet dies eine Preissteigerung um 18% für sie. Für andere, die Strom während der Nieder-, bzw. Nachttarif verbraucher, liegt sie bei 7,2%.

Der Strommarkt in Serbien wurde am 1. Januar 2015 liberalisiert, sodass alle Käufer ihren Stromanbieter frei wählen können.

Diese Möglichkeit besteht in Praxis noch immer nur für Industrie- und Gewerbekunden, während der Strompreis für Bürger noch immer geregelt ist. Unternehmen, die mit den Preisen von EPS unzufrieden sind, können einen anderen Stromanbieter wählen. Die Elektrizitätswirtschaft versorgt aber 90% der Industrie- und Gewerbeverbraucher in Serbien.

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