Quelle: Danas | Dienstag, 29.07.2008.| 10:17
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Was Chinesen Ausländer nicht fragen dürfen?

(Fotob)

Wieviel verdienen Sie? Wie ist Ihr Sex-Leben? Solche oder ähnliche Fragen an ausländische Touristen liegen den Chinesen oftmals auf der Zunge, doch im Hinblick auf die Olympischen Spiele (8. bis 24. August) will das Gastgeberland der Neugier seiner Einwohner einen Riegel vorschieben. Im Pekinger Stadtbezirk Dongcheng hängen derzeit Plakate aus, auf denen die Regierung acht Fragen auflistet, die im Gespräch mit Touristen tabu sein sollten.

"Frage nicht nach persönlichen Einzelheiten oder familiären Hintergründen. Frage nicht nach dem Einkommen oder den Ausgaben. Frage nicht nach dem Alter oder Familienstand", wird dort unter anderem empfohlen. Zudem stehen Erkundigungen nach dem Familienvermögen, der Gesundheit, Politik, Religion und dem Liebesleben auf dem Index.

Damit es die versprochenen „zivilisierten Spiele“ werden, haben sich die chinesischen Behörden einiges einfallen lassen. An jedem 11. eines Monats mussten die sonst fürs Drängeln und Schubsen bekannten Pekinger an den Bushaltestellen das Schlangestehen üben. Das Datum war bewusst gewählt, weil an dem Tag die beiden „Einsen“ so schön nebeneinander stehen.

Um für saubere Straßen zu sorgen, haben die Behörden auf das verbreitete Spucken in der Öffentlichkeit saftige Geldstrafen verhängt. Entlang der Autobahnen in der Stadt fordern seit einigen Wochen große Leuchttafeln mit grünen Schriftzeichen die Bevölkerung auf: „Lasst uns den zivilisierten Pekinger erschaffen“.

China erwartet etwa 500.000 ausländische Gäste zu den Spielen, das sind fast 50 Prozent mehr als im Monat August üblich.

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