Quelle: Blic | Montag, 31.07.2017.| 12:28

Ausländer können bis zu zwei Hektar Ackerland in Serbien erwerben - Staat besteht auf strategischer Partnerschaft für PKB

Branislav Nedimovic
Serbiens Landwirtschaftsminister Branislav Nedimovic gab bekannt, dass nur Ausländer mit dem ständigen Wohnsitz in Serbien das Ackerland in Serbien kaufen dürfen. Alle, die das Eigentumrecht über landwirtschaftliche Nutzflächen erwerben wollen, müssen sich einer strengen staatlichen Kontrolle unterzogen werden.

Das Gesetz über Ackerland müsse, laut Worten von Nedimovic, bis 1. September verabschiedet werden, im Einklang mit Verpflichtungen aus dem Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU.

Auf die Frage, ob der Staat einen Verkaufsverbot für Ausländer bis 2027 überlege, antwortete der Landwirtschaftsminster mit Ja und fügte hinzu, dass "wir unser Ackerland im nationalen Interesse nicht so leicht aufgeben wollen".

Ausländer, die das Ackerland in Serbien kaufen wollen, müssen einen ständigen Wohnsitz in Serbien mindestens zehn Jahre haben, über die entsprechede Ausrüstung für die Landwirtschaft verfügen und in das Register der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe eingetragen sein.

Zugleich ist es verboten, landwirtschaftliche Nutzflächen an ausländische Unternehmen zu verkaufen, die sich nicht in Serbien registrieren lassen, unterstrich der Minister Nedimovic.

"Serbische Tycoons haben das Ackerland nicht verpachtet bekommen, und sie werden es nicht bekommen, weil sie das Thema der Hausaufgabe, bzw. den Zweck des Wettbewerbs nicht begriffen haben", so Nedimovic.

- Sie wollten das Ackerland, um es zu besitzen, und wir wollen landwirtschaftliche Grundstücke nur für die Produktion verpachten - sagte Nedimovic.

Auf die Frage, "ob es berühmte Namen unter ihnen gibt" antwortete er, dass es um alle gehe, "die als Tycoons bezeichnet werden, einschließlich Miroslav Miskovic und Matijevic und noch einige".

Und wenn es um das Schicksal des Landwirtschaftsunternehmens PKB geht, für welches ein Privatisierungsmodell zu definieren war, erklärte Nedimovic, dass man "den Privatisierungsberater gewählt hat" und dass es "eine Arbeitsgruppe im Wirtschaftsministerium" gebe.

- Jeder Partner muss die Tierproduktion fortsetzen, weil 30% hochwertigste Milch auf Farmen von PKB gemelkt wird - sagte Nedimovic und fügte hinzu, dass der Staat auf der strategischen Parterschaft bestehen werde, um seinen Einfluss auf PKB zu behalten.

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