Quelle: Politika | Montag, 26.12.2016.| 00:26
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Europäische Union weiterhin besorgt über Stahlwerk in Smederevo - EU verlangt Garantien gegen Wiederausfuhr von Stahl aus China nach Europa

(FotoAvatar_023/shutterstock.com)
Das Stahlwerk in Smederevo war Hauptthema der Geheimverhandlungen zwischen Vertretern der Regierung Serbiens und der Europäischen Kommission (EK), die Anfang Dezember in Brüssel stattfanden.

Zwei Themen waren auf der Tagesordnung der Geheimverhandlungen zwischen Belgrad und Brüssel, erfährt die Belgrader Tageszeitung Politika aus einigen Quellen: die staatlichen Beihilfen für das Stahlwerk in Smederevo sowie die Antidumpinguntersuchungen der EK von Stahl- und Eisenerzeugnissen aus China.

Details der Verhandlungen werden geheim gehalten, aber Mitglieder des serbischen Verhandlungsteams haben offensichtlich den Eindruck, dass "alles zu unseren Gunsten ausgefallen ist".

Aus anderen Quellen kann man aber hören, dass es um sehr komplexe Prozesse geht, weshalb es nicht im Voraus geschlossen werden sollte, was der Epilog dieser beiden Prozesse in Brüssel sein könnte. Es ist bekannt, dass die EK neben dem regelmässigen Bericht der Regierungskommission für die Kontrolle staatlicher Beihifen, einen besonderen Bericht über das Stahlwerk gefordert hat.

Brüssel hat zunächst eine Liste konkreter Fragen nach Belgrad gesandt, die von unserer Regierung zu beantworten waren. Vertreter der technischen Mission in Brüssel wollten in erster Linie wissen, ob das Stahlwerk in Smederevo für den Verkauf von billigem chinesischem Stahl in Europa dienen wird.

Die EU will die europäischen Stahlhersteller vor den unfairen Handelspraktiken schützen und faire Wettbewerbsbedingungen in der Stahlbranche schaffen.

- Wir dürfen nicht erlauben, dass der unlautere Wettbewerb in Form der Stahlimporte zu Dumpingpreisen die heimische Industrie gefährdet. Ich bin entschlossen, alle verfügbaren Mittel zu nutzen, damit unsere Handelspartner nach den Regeln spielen - heißt es im Bericht der EU-Kommissarin für Handel Cecilia Malmström.

Eine Hälfte der globalen Stahlproduktion entfällt auf China, aber die einheimische Nachfrage ist nach der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums erheblich zurückgegangen.

Die europäische Stahlindustrie ist zunehmend von Wettbewerbsverzerrungen auf dem Weltmarkt betroffen. Im Zentrum von zwei neuen Untersuchungen stehen korrosionsbeständige Stahlprodukte aus China sowie bestimmte Gusseisenprodukte aus China und Indien. In diesen Fällen hat die EU-Kommission nun neun Monate Zeit, um die Verhängung von vorläufigen Strafzöllen zu prüfen.
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