Quelle: eKapija | Mittwoch, 31.08.2016.| 17:49
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Stadt Belgrad fördert Unternehmerinnen mit 4,5 Mio. Dinar - Neue Förderprogramme benötigt die Unterstützung von Unternehmerinnen

(FotoMonkey Business Images/shutterstock.com)
Belgrader Unternehmen "Ozon ekspres" wird 498.500 Dinar in den Erwerb einer Profi-Bügelwalze der Marke HAGSPIET investieren, dank einem Förderprogramm der Stadt Belgrad. Der Wäscherei-Betrieb im Stadtbezirk Palilila ist das einzige Unternehmen, dem Finanzmittel im Rahmen eines Wettbewerbs der Stadt Belgrad für die Förderung des Unternehmertums von Frauen gewährt wurden.

Für die Modernisierung der Produktion und Erweiterung von geschäftlichen Kapazitäten stellte die Stadt insgesamt 5 Mio. Dinr für Kleinst-, Klein- und Mittelstandsunternehmen im Besitz von Frauen bereit. 29 Anmeldungen wurden eingereicht.

Anmeldungen, die unvolständig waren, in eine andere Weise als vorgesehen (z.B. per Fax oder E-Mail) oder an eine andere Adresse geschickt wurden, wurden nicht berücksichtit, erfahren wir im Sekretariat für Wirtschaft der Stadt Belgrad. Es war auch nicht möglich, die mangelhafte Dokumentation später vervollzuständigen. Von allen eingereichten Anmeldung war nur eine vollständig, und man konnte auf der offiziellen Website der Stadt sehen, welche Unterlagen gefehlt haben.

Fördermittel sind für Kleinst-, Klein- und Mittelstandsunternehmen im Besitz von Frauen (midestens 60% des Gesamtkapitals) vorgesehen sowie für Gewerbetreibende.

In Hinsicht darauf, dass die Stadt im Rahmen dieses am 8. Juni ausgeschriebenen Wettbewerbs nur eine Anmeldung akzeptieren konnte, will das Sekretariat für Wirtschaft einen neuen Wettbewerb ausschreiben, um restliche 4.501.500 zu verteilen.

Nachhaltigkeit von Frauenunternehmen

Der Anteil der Unternehmerinnen in Serbien - rund 30% - entspricht dem europäischen Durchschnitt. Die Scheiterungsrate bei Frauenunternehmen ist aber viel höher - fast 47%. Sie spiegelt zum größten Teil Probleme ab, auf welche die meisten Unternehmerinnen zunächst bei der Gründung und auch später stoüen. Jedes Förderprogramm für Unternehmerinnen ist deshalb mehr als willkommen.

Einverstanden damit ist auch der Verband der Geschäftsfrauen Serbiens. In Hinsicht darauf, dass sich beim größten Teil dieser Firmen um Kleinstunternehmen handelt, können sie mit diesen Finanzmitteln mindestens eines der Probleme lösen, vielleicht einen Teil der Ausrüstung kaufen, Produkte oder Verpackungen neu gestalten lassen oder Ähnliches. Für größere Entwicklungspläne reichen solche Mittel nicht aus.

Der Mangel an Finanzierugnsquellen wird schon längst als eines der größten Hindernisse für die weitere Entwicklung des Frauenunternehmertums genannt. In Hinsicht darauf, dass viele Unternehmen auf das Problem der Refinanzierung von Krediten stoßen, was ihr Überleben am Markt bedroht, sind Mitglieder des Verbandes der Geschäftsfrauen der Meinung, dass man in diesem Bereich neue Förderprogramme entwickeln sollte, um solchen Unternehmen zu helfen, damit sie sich weiter entwickeln und neue Arbeitsplätze schaffen können.

- Vor großer Bedeutung ist das eben vorbereitete neue Gesetz über Mikrofinanzierung, dass den Zugang zu günstigeren Finanzierungsmitteln auch Unternehmen "unter dem Radar" der großen Banken ermöglichen solle. Bei Mikrokrediten handelt es sich um Beträge bis 25.000 EUR, und dafür kann man eine Maschine kaufen, einen Gewerberaum adaptieren lassen oder etwas Anders für die weitere Entwicklung des Geschäfts finanzieren - sagt die Vorsitzende des Verbandes Sanja Popović Pantić.

Staatliche Subventionen sind in den meisten Fälle viel geringer als diese Beträge, können sich aber im bestimmten Moment, in einer Entwicklungsphase als hilfreich erweisen. Es ist aber nicht realistisch zu erwarten, dass sie zur Entwicklung des KMU-Sektors oder zur intensiveren Beschäftigung entscheiden beitragen können.

- Solche Programme sollten immer mit bestimmten Maßnahmen der Finanzpolitik kombiniert werden. Durch Synergie lassen sich positive und erwünschte Effekte viel leichter erreichen. Solchs Synchrnonisierung hat bei und bisher in der Regel gefehlt. Manche Fördermaßnahmen konnten bisher nicht erwünschte Ergebnisse erzielen, weil sie parziell waren.

(FotoPhotographee.eu/shutterstock.com)
Popović Pantić erinnert auch daran, dass es mehrere, sehr gute Förderprogramme für Unternehmerinnen seit dem Anfang des Jahres gegeben habe, sowohl für Start-ups als auch für entwickelte Unternehmen, welche die zusätzliche Förderung benötigen.

Eine Liste der aktuellen Programme, vorgesehene Fördermittel und Anmeldefristen sind auf der Website www.godinapreduzetnistva.rs veröffentlicht.

Nicht finanzielle Hilfe

Um die wirtschaftliche Stärkung von Frauen zu unterstützen und sie mit verfügbaren Förderprogrammen bekannt zu machen, wurden seit dem Anfang des Jahres sieben Workshops "Förderung des Frauenunternehmertums" (Zrenjanin, Užice, Leskovac, Kraljevo, Šabac, Zaječar i Sombor) veranstaltet. Mehr als 400 Unternehmerinnen nahmen an Treffen, veranstaltet von der Wirtschaftskammer Serbien in Partnerschaft mit dem Verban der Geschäftsfrauen Serbiens, dem Entwicklungsfonds und der Entwicklungsagentur der Republik Serbien teil. Das beweist, dass Frauenunternehmen auch die nicht finanzielle Hilfe in dieser Form, die Beratung und das Mentoring benötigen.

I.B.

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