Quelle: Beta | Montag, 11.07.2016.| 15:07
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"Eurofer" besorgt über mögliche Subventionen und Billigimporte von chinesischem Stahl durch Stahlwerk in Smederevo

Der Wirtschaftsverband der europäischen Eisen- und Stahlindustrie "Eurofer" sei besorgt über mögliche indirekte Subventionen für das Stahlwerk in Smederevo (Serbien) nach der Übernahme seitens "Hesteel" sowie über potenzielle Billigimporte von chinesischem Stahl durch das Stahlwerk in Smederevo, erklärte Axel Eggert, Generaldirektor des Branchenverbandes.
"Eurofer" hat die Europäische Kommission (EK) aufgefordert, ein Ermittlungsverfahren wegen der Dumpingpreise gegen Serbien, Russland, der Ukrainie, Brasilien und den Iran einzuleiten, weil der unfaire Wettbewerb durch künstlich verbilligte Importe die europäische Industrie gefährde, so Eggert.
Der Generaldirektor von "Eurofer" sei besorgt darüber, dass die chinesische Regierung, die den größten Teil der Stahlindustrie kontrolliert, oder besitzt, Stahlhersteller zu Investitionen in Drittländer zweingt.
- Wir machen uns Sorgen darüber, dass chinesische Stahlhersteller staatliche Subventionen erhalten, was sich indirekt auch auf EU-Beitrittskandidaten auswirken könnte - so Eggert.
Der Generaldirektor von "Eurofer" warnt davor, dass das Stahlwerk in Smederevo weiterhin Subventionen erhalten wird, jetzt aber unmittelber, von der chinesischen Regierung.
- Direkte und indirekte Subventionen müssen in Übereinstimmung mit den EU-Regeln sein. Die Kontrolle von staatlichen Zuschüssen aus einem Drittland könnte sich als problematisch erweisen. Wir wissen nicht, dass die Europäische Komission in Zusammenhang mit dieser Frage tun wird, aber wir besprechen diese Frage mit ihnen - erklärte Eggert.

Er sei auch über die Möglichkeit der Wiederausfuhr von chinesischem Stahl und Produkten durch das Stahlwerk in Smederevo.
- Man befürchtet die Möglichkeit, dass chinesische Produkte in Serbien eingeführt, und demnächst in die EU wiederausgeführt werden könnten. Das verstößt gegen die EU-Regeln und ich bin überzeugt davon ,dass die EK in solchem Fall entsprechende Maßnahmen treffen würde - so Eggert.
Die Drittlandsimporte jedenfalls aus Ländern wie Russland, Ukraine, Iran, Indien oder Japan hätten seit 2012 um über 40 Prozent zugenommen, währen die Stahlnachfrage im gleichen Zeitraum um gerade einmal fünf Prozent gestiegen ist.
"Um irreparable Schäden bei der europäischen Stahlindustrie zu vermeiden, muss die Politik sofort handeln und den kompletten Satz der verfügbaren Handelsschutzinstrumente einsetzen und diese Strafmaßnahmen deutlich beschleunigen", heißt es in einem Brief von Eurofer an die Regierungen der Mitgliedsstaaten aus dem Jahre 2015.
Unterzeichner waren damals die Chefs der großen Stahlhersteller in Europa, angefangen bei ArcelorMittal und Tata Steel über ThyssenKrupp und Salzgitter bis hin zu Voestalpine, Riva, Celsa und SSAB.
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