Quelle: eKapija | Montag, 18.07.2016.| 02:24
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Rekordhohe Getreideerträge beschäftigen Schleppkahnen an der Donau - Lagerbesitzer und Transportunternehmen bereit für Exporte

(FotoFotokostic/shutterstock.com)
Diesjährige Weizenerträge in Serbien, und die Ernte ist fast vollendet, könnten sogar drei Millionen Tonnen erreichen, was eine Erhöhung um 20% als im Vorjahr darstelle, erklärte die Ministerin für Landwirtschaft und Umweltschutz Snežana Bogosavljević-Bošković.

Sehr hohe Ernteerträge werden auch bei Mais erwartet, mit dem 1,2 Mio. Hektar bebaut wurden, sagte die Ministerin und fügte hinzu, dass Sonnenblume in einem guten Zustand ist sowie dass in diesem Jahr 202.000 hektar mit Sonnenblumen bebaut wurden, um 20% mehr als im Vorjahr. Zuckerrübe wurde auf einer größren Fläche als 2015, bzw. auf 49.000 ha gepflanzt und ist auch in einem guten Zustand.

Dieses Jahr sei herausragend, wenn es um Getreideerträge gehe, unterstrich der Vorsitzende des Verbandes "Žita Srbije" Vukosav Saković. Die Gerstenernte in der Vojvodina sei bereits vollendet, und in Zentralserbien fast zu Ende geführt worden. Die Ernteerträge seien auch bei dieser Getreidesorte sehr gut. Serbien werde in diesem Jahr, laut seinen Worten, über 1,5 Mio. t Weizen für den Export verfügen.

In Hinsicht darauf, dass Getreide aus Serbien vorwiegend per Schiff ausgeführt werden, erfahren wir, dass man sowohl Transportmittel, als auch Häfen vorbereitet hat.

Zoran Netković, Direktor der Schifffahrtsagentur "Agent plus", sagte gegenüber dem Portal "eKapija", dass der Export der diesjährigen Ernte noch im Juni durch Transport von Raps begonnen habe. Die Intensivierung wird in diesem Monat erwartet.

- Wir registrieren erhöhte Getreideexporte auf der Dona, sowie einen gewissen Mangel an Wasserfahrzeugen. Der größte Teil der Kapazitäten ist durch Saisonverträge bereits gebucht. In den Somemrmonaten sind ungünstige Wetterbedingungen bzw. ein niedrigerer Wasserspiegel zu erwarten, Verringerte Kapazitäten können zu einem spürbareren Mangel an entsprechenden Wasserfahrezugen führen.

Ermutigend ist aber die Tatsache, dass man eine erhöhte Aktivität am Markt spüren kann - Wasserfahrzeuge werden sowohl für den Export, als auch für den Import eingesetzt, und Frachtraten weisen eine steigende Tendenz auf, so Netković.

- Es handelt sich um eine große Chance für Reedereien an der Donau, die großen Verluste aus dem Vorjahr zu überwinden.

Neben Getreideexporte in Länder in der Region und in Mittel- und Westeuropa bleibt der Schwarzmeerhafen von Konstanz der wichtigste Verkehrsknotenpunkt für Getreideexporte aus Serbien, fügt Netković hinzu, Getreide wird dort in Silos gelagert und nach Israel, Ägypten, Lybien, in den Iran sowie in andere Mittelmeerländer und in Nahost ausgeführt.

Der Hafen von Bačka Palanka ist erneut sehr lebendig. "Victoria Group" hat Landwirtschaftsunternehmen ihre Kapazitäten im Logistikzentrum "AgroPort" geboten. An einem Ort werden Güter (landwirtschaftliche Produkte und Dünger) gelagert, verpackt, der Qualitätskontrolle unterzogen und abgefertigt.

"AgroPort" verfügt über Lagerkapazitäten von 55.000 t. Kunden werden verschiedene Dienstleistungen geboten wie z.B. die Bearbeitung von Körner durch Reinigung, Trocknung und Schädlingsbekämpfung durch Vernebelung. Ferner die Klassifizierung von Körnern nach ihrer Qualität die Überwachung von Temperatur 24 Stunden am Tag, 7 Tage der Wöche. Silo in Bačka Palanka kan 1.500 t Körner täglich empfangen und der Bodenlager im Hafen 3.000 t. Täglich werden 2.000 t daraus transportiert. Der Hafen von Bačka Palanka ist das Be- und Entladen von zwei Schlepkahnen zugleich ausgestattet und ermöglicht die automatische Befüllung des Lagers durch Anwendung von Förderbändern.

- Im "AgroPort" Logistikzentrum wurden im Frühling mehr als 40.000 t Dünger verpackt. Wir haben z.B. 10.000 t Gerste per Schiff nach Rumänien befördert. Mehr als 20.000 t Mais wurden im Bodenlager im Hafen gelagert und später mit Schleppkahnen in den Hafen von Konstanz in Rumänien sowie nach Österreich befördert. Wir lagern auch eine große Menge von Sojaschrott und liefern das an Kunden - sagt man in der "Victoria Group" und fügt hinzu, dass der größte Teil von Gütern nach Rumänien, Russland, Frankreich, Österreich, Kroatien, Bosnien-Herzegowina ausgeführt wird, aber auch dass der größte Teil von Gter aus diesen Ländern eingeführt wird.

Silo in Beočin

Im April dieses Jahres wurde in Beočin ein neuer Silo sowie einen Hafen für die Lagerung von Getreide - Mais, Weizen, Soaj, Gerste, Raps und Sonnenblume - eröffnet. Sie sollten über einen Hafen, den Man am Kanal in der unmittelbaren Nähe des Silos gebaut hat, in den Hafen von Konstanz auszuführen sind.

Der Silo wird vom Unternehmen "Agrogrnja" mit Sitz in Bački Petrovac verwaltet. Der Direktor des Unternehmens Vladislav Nedić sagte gegenüber "eKapija", sie seien mit dem Interesse an ihre Lager- und Umschlagkapazitäten sehr zufrieden.

- Wir haben derzeit Raps und Weizen im Lager. In Hinsicht auf einen sehr niedrigen Preis hat man noch immer nicht mit dem Export begonnen. Wenn die Bedingungen günstiger werden, wird man mit den Exporten über die Donau beginnen. Wir haben unseren Hafen bereits einem Test unterzogen und sind für die Erbringung aller Dienstleistungen völlig bereit - so Nedić.

Die Silos von "Agrogrnja" können rund 24.000 t empfangen. Das Unternehmen ist für den Empfang, Lagerung, Umschlag und Trocknung von Körnern bereit.

Der ganze Getreideterminal - der Silo und der Hafen, wurden auf einer Parzelle von 2 ha gebaut, die "Agrogrnja" im Industriepark von "Lafarge BFC" gekauft hat. Man plant den Bau von weiteren 70.000 m3 Lagerraum, um diesen Getreideterminal in den größten entlang des Kanalsystems Rhein-Main-Donau zu verwandeln.

Marija Kambić

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