Quelle: B92 | Dienstag, 31.05.2016.| 17:36
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Kreditlinie im Wert von einer Milliarden Euro für Westbalkan - Serbien an der neuen chinesischen "Seidenstraße"

Serbien befindet sich an der "neuen chinesischen Seidenstraße" und könnte von diesem Projekt der Regierung in Peking ernsthaft profitieren. China spielt nämlich immer wichtigere Rolle auf dem Balkan.
Chinesische und europäische Banken einigten sich in der letzten Woche in Triest über gemeinsame Investitionen in den Westbalkan im Wert von einer Milliarden Euro.

Wenn du Chinesen nicht schlagen kannst, verbünde sich mit ihnen. Diese Maxime wurde offensichtlich von den europäischen Bankiers akzeptiert. Die Vereinbarung sieht so aus: Wenn Chinesen die Strecke Belgrad-Budapest bauen, sind Europäier bereit, örtliche Hersteller, den Erwerb von Ausrüstung, die Finanzierung von Arbeiten und aktuelle Kosten durch besondere Kredite zu unterstützen.

- Unsere Mission ist, Unternehmen dort zu unterstützen, wo das Projekt umgesetzt wird. Wir werden also Unternehmen in Ländern an der Seidenstraße unsere Kredite bieten - erklärte Ignacion Jaquotot aus der Bank Intesa San Paolo.

Serbien hat bereits eine Brücke über die Donau mit chinesischen Partnern errichtet und baut bereits einen neuen Block im Kohlekraftwerk Kosotolac, sowie eine Autobahn zwischen Obrenovac und Ub. Es kann deshalb mit dem größten Teil der europäischen Milliarde für die Unterstützung chinesischer Projekte rechnen.

- Es ist sehr wichtig, dass wir Klein- und Mittelstandsunternehmen die Modernisierung der Ausrüstung ermöglichen. Sie können neue Maschinen erwerben oder in etwas anderes investieren. Kredite werden auf eine Laufzeit von 10-15 Jahren gewährt. Wir werden erst entscheiden, welche Projekte wur auf eine Laufzeit von 15 Jahren kreditieren werden - erklärt Draginja Đurić aus der Banca Intesa.

Europäische Banken versuchten früher, chinesische Investitionen zu verdrängen. Als die Regierung Serbiens 2013 mit der chinesischen "Sandong Hi Speed Group" über den Bau der Autobahn im Rahmen des Verkehrskorridors 11 verhandelte, protestierte der Leiter der EU-Mission in Serbien, Michael Davenport dagegen. Die Situation hat sich erheblich nach großen chinesischen Investitionen in Westeuropa verändert.

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