Quelle: eKapija | Donnerstag, 26.05.2016.| 17:49
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Mehr als 1.000 Energiepässe ausgegeben in Serbien - Große Fortschritte in der Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden

- Serbien hat einen Stillstand in der Gesetzgebung erlebt, aber wir haben große Fortschritte im Bereich der Energieeffizienz gemacht - meint Jasmika Pavlović, Leiterin der Abteilung für Energieeffiienz von Gebäuden und für Bauprodukte beim Ministerium für Bau, Verkehr und Infrastruktur.

In Serbien wurden bisher rund 1.000 Energiepässe für Bauwerke ausgegeben, erklärte Pavlović an der Konferenz "Energieeffizienz in Gebäuden mit besonderer Berücksichtigung der Nutzung von Geothermie zur Heizung und Kühlung", die am 24. Mai 2016 von der Deutsch-Serbischen Wirtschaftskammer veranstaltet wurde.

- Alle haben die Bedeutung der Energieeffizienz begriffen, so etwas wird nicht mehr infrage gestellt. Wir haben diese Entwicklung vor allem Ingenieuren zu verdanken, die sowohl Investoren, als auch die Öffentlichkeit in diesem Bereich ausbilden - so Pavlović.

Die Fachöffentlichkeit in Serbien habe, laut ihren Worten, "den richtigen Weg erkannt". In Partnerschaft mit der Ingenieurkammer seien bereis 2.000 Ingenieure ausgebildet worden, bzw. sie hätten Lizenzen für die Energieeffizienz erworben.

Die Bildung eines Zentralregisters für Energiepässe, um alle Angaben an einem Ort zu speichern und die Zeit und Geld für ihre Sammlung zu sparen, und die Entwicklung einer nationalen Gebäudetypologie, welche Modelle für die Einrichtung dieser Objekte definieren sollte, wurden von Pavlović als sehr wichtige Schritte i nder Verbesserung der Energieeffizienz bezeichnet.

Die Hilfe der deutschen Geselslchaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) für die Verbesserung der Energieeffizienz seien sehr wichtig für Serbien gewesen, sagte sie. - Dank der GIZ haben wir 30 Städte in Serbien gewählt, die Bauwerke analyisiert und eine Gebäudetypologie erstellt - erzählte Pavlović und wiederholte, dass man nach einer gleichmässigen Entwicklung von energieeffizienten Objekten in ganz Serbien strebe.

Caroline Fafflok aus der Technischen Hochschule in Darmstadt und dem Verband "AktivPlus e.V" erkläre, dass der größte Teil der Endenergie in Gebäuden verbraucht wird, vor allem für die Heizung. Fafflok stellte an der Konferenz das Modell der "aktiven Häuser", das in Deutschland entwickelt wird. Es handele sich um Gebäude mit dem Energieüberschuss, die Bewohnern den maximalen Komfort ohne negative Folgen für die Umwelt bieten.

Prof. Dr. Dragoslav Šumarac, Vorsitzender der Ingenieurkammer Serbiens, erinnerte daran, dass Serbien dem Nationalen Aktionsplan für Energieeffizienz zufolge den Energieverbrauch in Gebäuden bis 2020 um 9% reduzieren sollte.

Dieses Ziel lasse sich nur durch große Investitionen realisieren, erklärte Prof. Dr. Šumarac und fügte hinzu, er erwarte von der neuen Regierung, auf dem gleichen Kurs zu bleiben, bzw. die Verbesserung der Energieeffiziez weiterhin zu unterstützen. Eines der größten Hindernisse für die Reduzierung des Energieverbrauchs stellen, seiner Meinung nach, das Konzept des "preiswerteren Stroms" dar, sowie die Tatsache, dass rund 61% des Stromverbrauchs auf die Heizung entfallen.

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