Quelle: Politika | Donnerstag, 31.03.2016.| 12:32
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Mišković will "Maxi" wieder kaufen?

Miroslav Mišković, Inhaber der Delta Holding, ist, angeblich, an der Übernahme der ehemaligen Einzelhandelskette "Delta Maxi", derzeit unter Kontrolle der belgischen Delhaize Group interessiert, erfährt die Belgrader Tageszeitung "Politika". "Delhaize Srbija" hat aber diese Nachricht sofort dementiert.
Mišković verhandelt, laut einer Quelle von "Politika", über den Rückkehr zum Einzelhandel und über die Übernahme der Supermarktketten "Maxi" und "Tempo" zu einem erheblich niedrigeren Preis als die Delhaize Gruppe ihm einst gezahlt hat. Zur Erinnerung: Mišković hat im März 2011 seine Einzelhandelskette "Delta Maxi" an die belgische Delhaize Gruppe für 932,5 Mio. EUR verkauft, und will sie derzeit für 200-300 Mio. EUR zurückkaufen

"Delhaize Srbija" hat diese Nachricht sofort dementiert und die genannten Annahmen für völlig falsch erklärt.
Richtig ist nur, dass die Delhaize Group eine große Anzahl von Einzelhandelsobjekten weltweit verkauft. Mišković hat vielleicht daran eine gute Chance erkannt. Eine Erklärung dafür könnte die von Aktionären bereits zugestimmte Fusion der Delhaize Group und ihrem niederländischen Konkurrenten, Supermarkt-Konzern Ahold sein. Mit der Fusion entsteht ein Einzelhandelsriese mit mehr als 6500 Geschäften und mehr als 375 000 Arbeitnehmern in Europa und den USA. Ahold ist mit einem Umsatz von rund 38 Milliarden Euro deutlich größer als Delhaize und soll 61 Prozent des neuen Konzerns halten. Die Fusion soll Mitte 2016 abgeschlossen sein. Die Entstehung diesen Einzelhandelsriesen stellt ein Problem für Kartellbehörden in Europa und den USA dar, aber nicht in Serbien.
Dem Wettbewerbsschutzsgesetz nach ist die Delhaize Group verpflichtet, einige Objekt in Europa zu verkaufen, berichtete vor kurzem Reuters (22. Februar) unter Berufung auf das Menagement von Ahold und Delhaize. Es wurde aber nicht bekannt gegeben, wie viel Objekte man um Verkauf stellen wird. US-amerikanische Medien haben aber bereits eine Liste von 83 Supermärkte veröffentlicht, die zu verkaufen sind.
Das Management von "Delhaize Srbija" behauptet, dass diese Pläne mit unserem Land nichts zu tun haben.

- Die Delhaize Group und Ahold haben sich noch im Vorjahr über den Zusammenschluss geeinigt und demnächst die Genehmigungen dafür in allen Ländern beantragt, in denen sie tätig sind. In Hinblick darauf, dass in Serbien nur die Delhaize Group präsent ist, weshalb es zur keinen Fusion kommen kann, haben wir bereits notwendige Genehmigungen vom Kartellamt der Republik Serbien erhalten. In Ländern, in denen beide Einzelhandelskette tätig sind, ist es möglich, dass eine Anzahl der Objekte verkauft wird. In den USA wird auf die Empfehlungen der Wettbewerbskommission gewartet - erfährt "Politika" in "Delhaize Srbija".

Durch diese Fusion wird, laut dem Wall Street Journal, eine der größten Einzelhandelskette in den Vereinigten Staaten entstehen. Obwohl beide Unternehmen ihre Sitze in Europa haben, machen sie 60% ihrer Umsätze in den USA. Beide Unternehmen sind auch stark an der Ostküste der Vereinigten Staaten vertreten. Gemeinsam kamen Ahold und Delhaize im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von rund 54 Milliarden Euro und einen Gewinn von rund einer Milliarde Euro. Um die Genehmigung der US-Wettbewerbskommission zu erhalten müssen "Delhaize" und "Ahold" 83 Supermärkte in den USA verkaufen. Das Portal "Supermarket" hat die vollständige Liste der zum Verkauf gestellten Supermärkte in den USA veröffentlicht.

Nach dem Zusammenschluss dieser zwei Einzelhandelskette wird sich "Ahold" mit 62% und Delhaize mit 39% am neu gegründeten Untenrehmen beteiligen. Außer in Serbien betreibt Delhaize Supermärkte auch in Belgien, Luxemburg, Rumänien und Griechenland. In den USA betreibt sie "Hanaford" und "Food lion".
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