Quelle: Beta | Sonntag, 13.03.2016.| 21:20
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Verschuldung so günstig wie nie zuvor - Neue Schritte der EZB ermöglichen Serbien, ausländische Staatsschulden zu refinanzieren

(FotoTi_ser/shutterstock.com)
Slavko Carić, Vorstandsvorsitzender der Erste Bank in Serbien, glaubt, dass jetzt ein guter Zeitpunkt für die Refinanzierung der ausländischen Staatsverschuldung Serbiens sei.

Der letzte Schritt der Europäischen Zentralbank (EZB), die den Leitzins auf null Prozent gesenkt hat, entspricht in erster Linie denjenigen, die Kredite aufnehmen wollen. Die Verschuldung ist derzeit so günstig wie nie zuvor, heißt es auf der Webseite der Bank.

Die Europäische Zentralbank hat zugleich den Einlagenzinssatz für Banken auf minus 0,4 (bisher minus 0,3) Prozent gesenkt und eine Ausweitung der Anleihenkäufe auf 80 (bisher 60) Milliarden Euro beschlossen.

- Serbien könnte von dieser Situation mehrfach profitieren - glaubt Carić.

Alle Unternehmen mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell könnten sich derzeit unter den günstigsten Bedingungen zusätzlich Verschulden und sich dadurch die Erweiterung der Kapazitäten sichern.

- So etwas ist möglich durch eine einheitliche staatliche Strategie und Hilfe, die dann einen neuen Investitionszyklus in Serbien hervorrufen könnte - meint Carić.

Der Staat müsste seine große ausländische Verschuldung (9,3 Mrd. EUR), die derzeit bei 59,5% des Bruttoinlandsprodukts liegt, refinanzeiren lassen, sagte er.

- Wir sollten uns mit weiteren 19,3 Mrd. EUR zu historisch niedrigen Zinsen verschulden, und damit alte, viel teuerere Kredite zurückzahlen. Groben Berechnungen zufolge könnten wir dadurch bis zu 800 Mio. EUR jährlich einsparen, beträchtlich mehr, als wir durch die Gehalts- und Rentenkürzung in den letzten 18 Monaten eingespart haben - so Carić.

Serbische Bürger haben auch die Gelegenheit, sich durch viel günstigere Verschuldung zu zusätzlichen Mitteln zu kommen und dadurch den sinkenden Inlandsverbrauch zu steigern.

- Wenn gut koordiniert von der Zentralbank Serbiens und des Finanzministeriums, könnten diese drei Elemente zum seriösen Wirtschaftswachstum und mehr Beschäftigung in Serbien führen - unterstrich Carić.

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