Quelle: eKapija | Mittwoch, 27.01.2016.| 23:20
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RÜCKBLICK 2015 - Investitionen in TELEKOMMUNIKATION und IT, die das größte Interesse der Leser von "eKapija" weckten

Das Investitionsteam des Wirtschaftsportals "eKapija" hat eine Analyse durchgeführt und eine Rangliste der Investitionen und Investitionsideen gebildet, die das größte Interesse unserer Leser 2015 geweckt haben. Die Ergebnisse sind sehr interessant, vorwiegend wie erwartet, aber es gibt auch einige Überraschungen. Wir haben deshalb beschlossen, unseren Lesern diese Informationen zu präsentieren.


Wir möchten hier die interessantesten Projekte in TELEKOMMUNIKATION und IT präsentieren.

Der angekündigte Verkauf der Telekom Srbija hat, wie erwartet, das größte Interesse unserer Leser, aber auch der ganzen Business-Öffentlichkeit geweckt. Seit dem Anfang des Jahres hat man über potenzielle Käufer des staatlichen Telekomanbieters spekuliert und dabei Namen einiger großen Investmentfonds erwähnt. Große, international aktive Telekommunikationsunternehmen haben die Qualität der Fachkräfte im IT- und Telekommunikationsbereich sowie das Potenzial des serbischen Marktes erkannt. Das US-amerikanische NCR und das Schweizer "Namics" eröffneten im Laufe 2015 ihr erstes Entwicklungszentrum bzw. Niederlassung in Serbien. Chinesisches "Huawei" überlegt die Eröffnung eines IT-Zentrums in unserem Land.


Es gab Aktivitäten auch, wenn es um die Übernahmen geht. Der US-amerikanische Investmentsfonds "KKR Group" kündigte die Übernahme von zwei Fernsehsendern in Serbien an. Die Kartellbehörde erlaubte dem serbischen Kabelnetzbetreiber SBB die Übernahme des Unternehmens für die Entwicklung und den Bau von Informationssystemen "EUnet". Sehr fleißig waren auch Software-Hersteller. Das Staatistische Amt der REpublik Serbien kann küniftig mit Hilfe der Anwendung "Ist.NET", die auf Microsoft-Werkzeugen beruht, die statistischen Untersuchungen und Analysen viel effizienter durchführen. Mit Hilfe der Anwendung "Virtual Cooperative" können sich Landwirte vereinigen und gemeinsam auf dem Markt auftreten.


(Fototelekom.rs)
Der Verkauf der "Telekom Srbija" war das ganze Jahr aktuell und verdiente deshalb den ersten Platz unserer Rangliste. "Deutsche Telekom" wurde Anfang des Jahres als der seriöseste Kandidat für die Übernahme des staatlichen Telekom-Anbieters erwähnt, aber bald sind auch andere Interessenten aus Russland, den USA, Österreich, der Türkei und sogar aus Mexiko erschienen.


58% des Aktienkapitals wurden im Juli zum Verkauf ausgeschrieben, und man konnte in der Presse lesen, dass die "Telekom Slovenija", der US-amerikanische Fonds "Apolo" und Chinesen die besten Angebote eingereicht haben. "Apolo" hat, angeblich, 1,2 Mrd. EUR geboten, während der Staat 1,5 Mrd. EUR erwartet hat, bereit aber, den Preis bis max. 1,4 Mrd. EUR zu senken. Im November 2015 wurden sogar 6 offizielle Angebote eingereicht, und das höchste war das Angebot des amerikanischen Investmentfonds "Colbeck Capital" - 1,47 Mrd. EUR, um 170 Mio. EUR höher als das zweitrangierte Angebot.


Angebote wurden vom Privatisierungsberater, französischer Firma "Lazard" bewertet, aber die Regierung Serbiens hatte das letzte Wort. Alle Einereichten Angebote wurde nicht nur aufgrund des gebotenen Preises, sondern auch nach dem Investmentplan und dem Versorgungsprogramm für überschüssige Arbeitskräfte bewertet. Serbiens Premier Aleksandar Vučić gab schleßlich bekannt, dass die Regierung den Verkauf der Telekom aufgegeben hat. "Obwohl wir ein gutes Angebot erhielten, ist es nicht so gut, um die Privatisierung zu straten", heißt es in der Mitteilung der Regierung, die eine gründliche Restrukturierung und Reorganisaton des Telekommunikationsuntenrehmens angekündigt hat, gemeinsam mit der Einführung des Profi-Managememnts und einem Stellenabbau. Alles das sollte das Unternehmen für den harten Wettbewerb mit anderen zwei Mobilfunkbetreibern vorzubereiten. Die Abfindungen für überschüssige Arbeitskräfte, die optimale Mitarbeiterzahl werden noch immer mit Gewerkschaften besprochen.

(Fotoncr.com)
NCR Entwicklungszentrum in Serbien belegt den zweiten Platz. Der Wirtschaftsminister Željko Sertić unterzeichnete am 31. März 2015 mit dem US-amerikanischen Investor einen Vertrag über Subventionen im Wert von 4 Mio. EUR. Das Unternehmen sollte bis 2017 weitere 800 Mitarbeiter in Serbien einstellen.
Diese Partnerschaft stellt die Grundlage für die weitere Expansion des Unternehmens und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Serbien dar, erklärte Rick Marquardt, Vertreter von NCR, das bereits 6,4 Mio. EUR in Serbien investiert und 621 Mitarbeiter eingestellt hat.
Das US-amerikanische Unternehmen hat 2012 ein Informationszentrum in Belgrad eröffnet.

Auf dem Platz drei ist das führende Schweizer Unternehmen für Software-Engineering "Namics", das durch Eröffnung einer Niederlassung in Belgrad langfristige Investitionen in der Republik Serbien angekündigt hat. In den ersten drei Jahren will man 50 qualifizierte Web-Ingenieure beschäftigen. Es handelt sich um die erste Investition des Unternehmens außerhalb der Schweiz und Deutschlands. Die Entscheidung wurde nach den allumfassenden und gründlichen Marktanalysen getroffen.


"Namics" ist Aktiengesellschaft im Eigentum von 29 Web-Ingenieuren, die im Unternehmen engagiert sind. Die 1995 in St. Gallen gegründete Firma beschäftigt derzeit mehr als 450 Mitarbeiter. Sie sind in diesem Moment auf die Entwicklung von "Java", ".Net" und "Front End"-Technologien fokusiert. Sie haben 2014 einen Umsatz von 59 Mio. EUR gemacht.

Der vierte Platz gehört dem US-amerikanischen Investmentfonds "KKR Group", der die Übernahme von zwei Fernsehsendern in Serbien mit Nationalfrequenzen - B92 und TV Prva, angekündigt hat. Die Belgrader Tageszeitung "Informer" hat noch im April 2015 über Pläne der "KKR Group" zur Expansion und Bildung eines Medien-Imperiums in Serbien berichtet. Vertreter der "United Group", einer Tochterfirma von "KKR", verhandeln derzeit mit der griechischen "Antena Group". "United Group" besitzt bereits SBB, Total TV, Grand Production und Fernsehen, Sportklub, N1, TV Cinemania und TV Ultra.


Auf dem fünften Platz ist das chinesische Unternehmen "Huawei" ,das die Gründung eines IT-Zentrums in Serbien überlegt. Diese Idee wurde im Juli, nach einem Treffen zwischen dem Präsidenten Serbiens Tomislav Nikolić und dem Vizepräsidenten des Unternehmens "Huawei" Wang Cheng Dong erwähnt.


"Huawei" ist einer der weltweit größten Anbieter von Telekommunikationsausrüstung, mit rund 170.000 Mitarbeitern. Das Unternehmen ist seit 2005 in Serbien tätig und hat bisher mit vielen serbischen Unternehmen und Institutionen, wie die "Telekom Srbija", "Telenor", Verteidigungs- und Innenministerium zusammengearbeitet.


Die Kartellbehörde der Republik Serbien bewilligte dem serbischen Kabelnetzbetreiber "Srpskakablovska mreža" (SBB) die Übernahme von 99,27% des Unternehmens für die Entwicklung von Informationssystemen "Eunet" im Januar 2015. Der Artikel darüber landete auf dem sechsten Platz der Rangliste des Wirtschaftsportals "eKapiaj". Die Kartellbehörde war der Meinung, dass die Übernahme von "EUnet" den freien Wettbewerb am heimischen Markt nicht gefährden sowie die Schaffung und Stärkung der marktbeherrschenden Stellung des Unternehmens nicht sichern kann.


Auf dem siebten Platz ist die IST.net Plattform für die Steuerung aller Phasen der statistischen Analysen. Diese Software beruht ausschließlich auf "Microsoft"-Entwicklungswerkzeugen, auf .NET Technologie. Die Flexibilität und die Einfachkeit der Arbeit in Excell, in dem Berichte für Nutzer vorbereitet werden, tragen zur mehr Effizienz bei der Erstellung von Berichten bei. Das Statistische Amt der Republik Serbien, das mehr als 300 Analysen durchführt, akzeptierte, gemeinsam mit Microsoft" dieses Konzept, um eine Arbeitsumgebung zu schaffen, welche die Arbeit der ganzen Organisation verbessern sollte.


Den letzten, achten Platz unserer Rangliste belegt die Anwendung"Virtual Cooperative" des Unternehmens ITEN. Die Lösung, welche die Vereinigung kleiner Landwirte fördert, stellt ein allumfassendes Netzwerk für Landwirte da. Die Idee entstand im Februar 2015, was im Einklang mit der Entwicklungsstrategie für landwirtschaftliche Genossenschaften in der Republik Serbien, einem Dokument des Ministeriums für Handel, Land-, Wasser- und Forstwirtschaft 2011 ist.


ITEN ist eines der führenden 13 heimischen IKT-Unternehmen, die Mittel für die Entwicklung der Projekte und für die Entwicklung von Anwendungen für Unternehmen im Rahmen des von der EU finanzierten Projekts "Fractals" gesichert hat.


Sehen Sie die ganze Rangliste in der Kategorie TELEKOMMUNIKATION und IT und vergleichen sie mit ihren eigenen Gedanken, Meinungen und Schätzungen.


Haben Sie bereits gesehen, welche Projekte das größte Interesse unserer Leser in Bereichen EINKAUFSZENTREN, TOURISMUS, UNTERHALTUNG UND REKREATION, GESUNDHEITSWESEN, ENERGIEWIRTSCHAFT und VERKEHRSINFRASTRUKTUR geweckt haben?

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