Quelle: Tanjug | Donnerstag, 29.01.2015.| 13:12
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Hypo Bank: Eine Milliarde Euro Mehrkosten wegen der Franken-Freigabe

Nachdem die Schweizer Nationalbank den Euro-Mindestkurs von 1,2 Franken aufgehoben hat, vergrößert sich nun das Risiko für den Steuerzahler. Nicht nur die Erste Bank und Raiffeisen, sondern auch die Hypo Alpe Adria hat in der Vergangenheit in Osteuropa viele Kredite in Schweizer Franken vergeben.

Die FPÖ geht überschlagsmäßig von einer Milliarde Euro Mehrkosten wegen der Franken-Freigabe aus. Diese Summe bezieht sich allerdings sowohl auf die Ex-Töchter als auch auf die Hypo-Nachfolgegesellschaft Heta - auf Basis von Daten von Mitte 2014. FPÖ-Finanzsprecher Elmar Podgorschek forderte am Dienstag in einer Aussendung auch einen abschließenden Bericht über den Wert sowie weiteren Bedarf der Heta Asset Resolution. Eine Insolvenz oder andere Abwicklung sei "keineswegs vom Tisch", so Podgorschek.

Offiziell hieß es von einem Sprecher der Hypo-Nachfolgegesellschaft Heta Asset Resolution, dass man davon ausgehe, "dass der Anteil der in Schweizer Franken vergebenen problembehafteten Kundenforderung durch die Kursanpassung des Schweizer Franken weiter ansteigen wird. Dies wird soeben im Kontext der Erstellung des Jahresabschlusses ermittelt."

Das Volumen von einer Milliarde Franken soll zwar vom US-Finanzinvestor Advent übernommen werden, doch Advent hat sich gegen allfällige Risken im Kaufvertrag abgesichert. Ein Sprecher von Advent wollte dazu am Dienstag nicht Stellung nehmen. Doch laut „Presse“-Informationen ist die Franken-Problematik im Kaufvertrag detailliert geregelt.

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