Quelle: eKapija | Montag, 03.11.2014.| 14:22
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Nebojša Đenadić, Generaldirektor von "Tigar" - Uns steht ein harter Kampf bevor

Nebojša Đenadić
Nebojša Đenadić

- Obwohl "Tigar" nach dem Kollaps die Produktion wieder aufgenommen, alte Kunden zurückgewonnen und neue Lieferungen vereinbart hat, bedeutet das überhaupt nicht das wir zufrieden sein können, sondern nur dass wir eine neue Chance für die Erholung erhalten haben - erklärt Nebojša Đenadić, Generaldirektor des in Pirot ansässigen Untenrehmen am Anfang eines Interviews für das Portal "eKapija".

- In den vergangenen Jahren wurde die Reifenfabrik an den französischen Industrieriesen Michelin verkauft, sowie Objekte und Standorte der Fabriken "Tigar Tehnička guma" und "Tigar Hemijski proizvodi" für Dutzende Mio. Euro. Parallel dazu stiegen die Schulden gegenüber Banken auf 45 Mio. EUR und Zulieferern auf 9 Mio. EUR. Das Geld wurde verschwendet und die Produktion Anfang 2013 eingestellt - erzählt Nebojša Đenadić.

- Seit meiner Ernennung Ende März 2013 ist es uns gelungen, die Produktion wieder aufzunehmen, ohne uns dabei zu verschulden. Wir haben 2013 unsere Finanzbereichte für 2012 überprüft und für die vorhergehenden Jahre, um die reale Situation zu bestimmen. Mitte September 2014 wurde der Im Voraus vorbereiteter Sanierugnsplan abgestimmt, der die Umschuldung vorsieht. Ich glaue, dass es sich um die einzige mögliche Lösung für uns geht - die Schulden zu tilgen und auf dem Markt zu überleben.

Im Voraus vorbereiteter Sanierungsplan

Zu den größten Gläubigern von "Tigar" gehören der Staat mit Forderungen im Gesamtwert von 1,23 Mrd. Dinar. Ihm folgt der Gläubiger, der laut Worten von Đenadić, "die gesamte Situation im Unternehmen am besten bewertet und 'Tigar' am meisten geholfen hat". Es handelt sich um der deutsche DEG Fonds. "Tigar" schuldet im 7,3 Mio. EUR. Zu Gläubigern gehören auch die Banken "Srpska banka", "Poštanska štedionica", Societe Generale Bank, Hypo Bank und Banca Intesa.

- Als ich das Amt übernommen habe, gehörten auch die Alpha, Universal und Erste Bank zu unseren Gläubigern, aber wir haben diese Schulden inzwischen getlgt. Wir dürfen auch nicht ausgegebene Unternehmensanleihen im Gesamtwert von 2 Mio. EUR, die in den Sanierungsplan eingeschlossen sind - erklärt der Generaldirektor.

Die Gesamtschuld von "Tigar" im Wet von 45 Mio. EUR hat die folgende Struktur: 10 Mio. EUR schuldet das Unternehmen dem Staat und weitere 35 Mio. EUR Banken. Die Schulden gegenüber Zulieferern wurde inzwischen reduziert und beläuft sich momenan auf 5 Mio. EUR.

(FotoTigar.com)
Die Schulden gegenüber finanziellen Gläubigern sollten, dem Sanierungsplan zufolge, innerhalb von sieben Jahren ausgeglichen werden. Dem Unternehmen wurde ein Tilgungsaufschub von zwei Jahren bewilligt. Die Verpflichtungen gegenüber der Fiannzverwaltung ist in folgenden fünf Jahren zu tilgen (die maximale Frist nach dem Gesetz). Auch hier hat man dem Unternehmen eine zweijährige Gnadenfrist gewährt.

Als Berater bei der Erstellung des Sanierugnsplans wurde Fidens Consulting engagiert. PWC war für Einschätzungen verantwortlich, EY für die außerordentliche Revision und man hat auch das Anwaltsbüro "Karanović i Nikolić" engagiert.

Der Hauptteil der Schuld sollte aus dem operativen Geschäft zurückgewonnen werden. Man hat auch den Verkauf eines Teils der abhängigen Gesellschaften vorgesehen, die mit dem Kerngeschäft nicht verbunden sind. Nach zwei Jahren sollte sich das ntenrehmen mit max. 2 Mio. EUR verschlden. Wenn es um finanzielle Gläubiger geht (Staat und Banken) beläuft sch der Zinssatz auf 3,5%.

- Ich glaube, dass wir einen soliden Zeitraum für die Stabilisierung des Unternehmens geschenkt bekommen haben. Viele bewundern unsere Ergebnisse aus den letzten zwei Jahren. Ich bin nicht der Meinung, dass "Tigar" gerettet ist. "Tigar" hat, meiner Meinung nach, nur eine neue Chance bekommen. Das kann nur ein Untenrehmen mit der langen Tradition, Marke und Marktposition schaffen. Wir müssen jetzt uns alle 200% einsetzen, um auf die Rettung von "Tigar" zu hoffen. Wir sollten unsere alte Position erneut erringen. Das Unternehmen, die Dutzende Mio. Euro hatte und alles verschwendete, muss jetzt ohne neue Verschuldung erfolgreich sein - so Đenadić.

Kunden

Die Ergebnisse, die das Unternehmen vom Januar bis Juni dieses Jahres erzielten, sind ermutigend, in Hinsicht darauf, dass der Absatz von Gummischuhen im ersten Halbjahr 2014 um 23% höher als im Vergleichszeitraum 2013 ist sowie dass die Nachfrage im Ausland kontinuierlich zunimmt.

Dem Unternehmen ist im ersten Halbjahr 2014 gelungen, die Zusammenarbeit mit Unternehmen Battistin (Italien) und Euro PM (Deutschland) wieder aufzunehmen, parallel zur Realisierung der vereinbarten Exporte. Man hat auch die Zusammenarbeit mit dem kanadisch-französischen Untenrehmen "Hound & Craft" gestartet und Verhandlungen über die Lieferung von Jagdstiefeln an Kunden in Kanada intensiviert. Man verhandelt momentan mit dem potenziellen Käufer aus Irland.

- Wir haben alle Kunden behalten und einige alte zurückgewonnen. Battistini hat 2010 und 2011 mehr als 160.000 Paar Schuhe von uns gekauft und diesen Vertrag 2012 gekündigt. Uns ist jetzt gelungen, sie zurückzugewinnen - erklärt der Generaldirektor von "Tigar".

Die chemische Fabrik verzeichnet auch gute Ergebnisse und führt ihre Erzeugnisse nach Südafrika, Bulgarien und Bosnien-Herzegowina.

- Wenn es um die Fabrik "Tigar Tehnička guma" geht, haben wir in diesem Jahr sehr gut gestartet. Wir haben bereits die ersten Kontingents an ihren Automobilhersteller geliefert. Seit dem Ausbruch der Krise in der Ukraine wurden die Exporte gestoppt. Wir bekommen diese Krise deutlich zu spüren - sagt Đenadić.

- "Tigar Tehnička guma" arbeitet vorwiegend für Bergwerke und das Militär. Wir erzeugen Tanks für Militärflugzeuge, Zelte... Wir rechnen damit, dass der Haushalt des Verteidigungsministerium Serbiens für 2015 Ausgaben für die Ausstattung enthalten wird. Das würde uns mehrere Lieferungen an die Streitkräfte Serbiens sichern.

Investitionen in Pirot

Aus diesem Grund will "Tigar" in den folgenden zwei Jahren eine chemische Fabrik bauen. Es handelt sich um Investition im Wert von 400.000-500.000 EUR. Man plant auch den Bau einer Produktionsanlage für Mischungen.

- Es ist vielleicht nicht die beste Zeit für Investitionen, aber wir sind dazu gezwungen, weil wir das Objekt mit dieser Anlage an Franzosen verkauft haben. Der Baubeginn wird bis Ende des Jahres erwartet, wenn das Wetter das uns erlaubt - sagt der Gast von "eKapija" und unterstreich, dass die Anlage bis Ende 2015 vollendet sein sollte.

In den Bau einer Fabrik auf 2.000 m2 sollten 1,6 Mio. EUR investiert werden.

(FotoTigar.com)

- Ich möchte auch den Staat daran erinnern, das Unternehmen in Serbien beim Erwerb von Baugenehmigungen noch immer auf zahlreiche und schwere Hindernisse stoßen. Statt die Produktion durch Vereinfachung oder mindesten Beschleunigung der Verfahren für die Erteilung von Genehmigungen zu fördern, scheint es uns, in einer unendlichen Geschichte zu leben.

Jelena Đelić

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