Quelle: eKapija | Dienstag, 03.07.2018.| 08:55
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100 Mio. EUR für KMU in Serbien aus der Bürgschaftsfazilität des EDIF-Programms - Vereinbarungen mit ausgewählten Banken werden im Oktober 2018 unterzeichnet

(FotoMckyartstudio/shutterstock.com)
Im Rahmen des WB-EDIF-Programms zur Förderung von Unternehmen un Innovationen im westlichen Balkan wurden 650 Mio. EUR für kleine und mittlere Unternehmen in dieser Region bereitgestellt, und alle Fonds, Garantiefazilitäten und Programme für technische Unterstützung stehen auch Unternehmen aus Serbien zur Verfügung. Die Bürgschaftsfazilität in Höhe von 20 Mio. EUR ist besonders wichtig für lokale Unternehmen, als ein besonderes Fenster für Serbien, das ihm Kredite in Höhe von über 100 Mio. EUR bereitstellen wird.

Wie eKapija im Wirtschaftsministerium erfährt, hat man bereits mit der Auswahl von Banken für diese Bürgschaftsfazilität begonnen.

- Die Unterzeichnung der Vereinbarungen wird im Oktober erwartet - sagt man im Ministerium.

- 20 Mio. EUR werden für Kreditbürgschaften im Rahmen des EU-Heranführungsinstruments und des EU-Projekts "Serbien - Finanzierung von KMU" bereitgestellt, und es wird angestrebt, dass neue Investitionen in Höhe von über 100 Mio. EUR durch die Auswirkungen dieser Garantien günstig unterstützt werden. Das Projekt wird es Kleinst-, Klein- und Mittelstandsunternehmen ermöglichen, günstigere Kredite zu beantragen.

Wie das Ministerium erläutert, gibt es im Rahmen des EDIF-Programms zwei Fonds, aus denen Unternehmen Mittel in Form von Investitionen in das Unternehmenskapital beziehen können: ENIF für die Finanzierung von Risikokapital für innovative KMU in den frühen Entwicklungsphasen und ENEF, das sich auf die bereits etablierten KMU mit einem hohen Wachstumspotenzial konzentriert. Außerdem erinnern sie daran, dass EDIF-Garantien für Banken vorgesehen sind, die innovative KMU kreditieren. Unternehmen in verschiedenen Entwicklungsstadien (Anfänger, entwickelte Unternehmen), mit verschiedener Größe und Tätigkeitsbereichen können günstigere Kredite beantragen. Unternehmen können auch die beratende Unterstützung ausländischer und lokaler Experten nutzen, die von der EBRD bereitgestellt werden.

Die Firma BG Reklam nutzt seit 2015 alle Vorteile des EDIF-Programms, vor allem die Beratungshilfe, sagt Luka Stanic von der Belgrader Firma.

- Zunächst erhielten wir Hilfe von lokalen Beratern, die eine Reihe von Trainings für unser Verkaufsteam durchgeführt haben, was die Kompetenzen und das Know-how von BG Reklam erheblich verbessert hat. Danach haben wir den Zuschuss für ausländische Berater und eine Verbesserung der Effizienz in der Produktion verwendet. Wir sind schließlich zur Finanzierung gekommen, was uns ermöglicht hat, unsere Technologie zu erneuern und alte Kredite zusammen mit einer Geschäftsbank zu refinanzieren - erzählt Stanic und fügt hinzu, dass der Fortschritt des Unternehmens in der erhöhten Mitarbeiterzahl zu sehen ist, die von 46 auf 175 Arbeiter gestiegen ist, wie auch im Produktions- und dem Exportanstieg um 70%.


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Dieses Programm wurde am Business Forum WB EDIF 2018 am 26. Juni 2018 in der Wirtschaftskammer Serbien in Belgrad vorgestellt.

Wie der Präsident der Kammer, Marko Cadez, bei dieser Gelegenheit sagte, ist die Lücke zwischen dem Angebot und der Nachfrage, wenn es um Kredite geht, groß. Das Standardbankangebot in der Region ist für kleine und mittlere Unternehmen nicht ausreichend, in Hinsicht darauf, dass es "von hohen Zinssätzen, teuren und komplizierten Verfahren, Sicherheiten und langfristigen Kreditkosten begleitet wird".

- Die EIB schätzt, dass Serbien allein eine Milliarde Euro für die Finanzierung des KMU-Sektors, vor allem für mittel- und langfristige Kredite, fehlt - sagte Cadez und kündigte an, dass Serbien im zweiten Halbjahr 2018 auch einen neuen Rechtsrahmen erhalten werde, der Anreize und Erleichterungen für Investoren in innovative Unternehmen und ihre Vernetzung mit großen Systemen definieren soll.

Bei dieser Veranstaltung sagte der EDIF zusammen mit 275 Mio. EUR - 150 Mio. EUR aus europäischen Fonds und 125 Mio. EUR von internationalen Finanzinstitutionen - in fünf Jahren 650 Mio. EUR zur Verfügung, was Investitionen in fast 5.000 ermöglichte KMU auf dem westlichen Balkan.

Innerhalb von fünf Jahren hat EDIF mit seinen 275 Mio EUR - 150 Mio. EUR europäische Mittel und 125 Mio. EUR von internationalen Kreditinstituten - also insgesamt 650 Mio. EUR für Investitionen in fast 5.000 KMU im westlichen Balkan gesichert, konnte man beim Treffen in der Wirtschaftskammer hören.

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums wurden bisher 406 KMU aus diesem Programm finanziert, und die Gesamtfinanzierung beläuft sich auf fast 62 Mio. EUR.

EDIF wird hauptsächlich aus EU-Mitteln finanziert, dh IPA-Mittel für den westlichen Balkan. Diese Mittel stammen aus Finanzierungsinstrumenten und Programmen des EDIF, die vom EIF, der EBWE, der EIB, der Weltbank, der OECD und bilateralen Gebern verwaltet werden.


J.S.
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