
Die Mission des Internationalen Währungsfonds (IWF) und serbische Regierung haben heute (23. August 2010) die Verhandlungen über die fünfte Revision eines Stand-by-Arrangements im Wert von 3 Mrd. Euro aufgenommen.
Der offizielle Teil der Verhandlungen startete mit einer Sitzung in der Zentralbank Serbiens um 9.00 Uhr.
Albert Jeager leitet die IWF Mission, die sich mit dem serbischen Zentralbankpräsidenten Dejan Šoškiæ, Vizepremiern Mlaðan Dinkiæ, Jovan Krkobabiæ und Božidar Ðeliæ, Finanzministerin Diana Dragutinoviæ und dem Vorsitzende des Zentralbankrats Boško Živkoviæ getroffen hat.
Das Gesetz über fiskalische Verantwortung sei nach früheren Ankündigungen der Regierung Serbiens und des IWF Hauptthema des aktuellen Treffens. Das Gesetz sollte die Höhe der maximal erlaubten Staatsverschuldung definieren.
Die IWF-Delegation ist am 18. August dieses Jahres nach Belgrad angekommen und ein Tag später mit der Vorbereitung der Verhandlungen über die neue Revision begonnen.
Man sollte bis 31. August die neuesten fiskalischen, Währungs- und makroökonomischen Entwicklungen in Serbien sowie die Realisierung der früher veranbarten Aufgaben besprechen.
Abänderungen und Ergänzungen des Gesetzes über Pensions- und Invalidenversicherung sollten diesmal nicht erörtert werden, weil sie bereits dem Parlament zur Diskussion gegeben worden sind, erklärte die Regierung Serbiens.
Erhebliche Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Renten und Gehälter im öffentlichen Sektor bestehen unter Regierungsmitgliedern.
Der Vizepremier und Wirtschaftsminister Mlaðan Dinkiæ gab bekannt, die Entfrierung von Renten und Gehältern im Oktober dieses Jahres von der IWF-Mission zu verlangen. Die Finanzministerin Diana Dragutinoviæ ist aber der Meinung, dass man die frühere Vereinbarung mit dem IWF einhalten und jede Erhöhung auf 2011 verschieben sollte.
Der erfolgreiche Revision ermöglicht die Realisierung der neuen Kreditrate für Serbien.
Der IWF hat Serbien am 15. Mai 2009 ein Stand-by-Kreditarrangement gewährt bzw. Sonderzeihungsrechte von 2,6 Mrd. bestätigt.