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30. 07. 2010.| 11:55

Serbien, Kroatien und Slowenien gründen gemeinsames Eisenbahnunternehmen - Deklaration unterzeichnet

Details
Quelle Beta, 30. 07. 2010.
Mehr Informationen zu Unternehmen
Ministarstvo infrastrukture i energetike Republike Srbije
Ministarstvo mora, prometa i infrastrukture Zagreb
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Eisenbahn
Verkehrskorridor 10
Milutin Mrkonjic
Patrik Vlacic
Danijel Mileta

Serbien, Kroatien und Slowenien haben heute (30. Juli 2010) eine Deklaration über die Gründung eines gemeinsamen Eisenbahnunternehmens für den paneuropäischen Verkehrskorridor 10 unterzeichnet.

Das neue Unternehmen sollte seine Tätigkeit am 1. September aufnehmen, erklärte der serbische Infrastrukturminister Milutin Mrkonjic nach der Unterzeichnung des Dokuments. Die Partner einigten sich darüber, Slowenien, als EU-Mitglied, das Management zu überlassen.

Die Deklaration wurde in Belgrad vom serbischen Infrastrukturminister Milutin Mrkonjic, slowenischen Minister für Verkehr und Kommunikation Patrik Vlacic und dem kroatischen Staatssekretär für See, Verkehr und Infrastruktur Danijel Mileta unterschrieben.

Die Deklaration verpflichtet alle drei Ländern zur Vereinfachung administrativer Prozeduren an Grenzen und Behebung aller Hindernisse für die ungestörte Abwicklung des Personen- und Güterverkehrs.

700 Züge verkehren momentan im Verkehrskorridor 10, fast zehnmal mehr bzw. 7.000 im Verkehrskorridor 4 bzw. durch Ungarn, betont Mrkonjic. Es handelt sich um 90% des Verkehrs zwischen Deutschland und der Türkei.

Man will diese Züge anlockern, die Geschwindigkeit erhöhen und den Weg von Ljubljana bis Istanbul von 60 auf 35 Stunden kürzen.

Alle drei Staaten können, in diesem Falle, mit einem Gewinn von je 50 Mio. Euro jährlich rechnen, glaubt der serbische Minister.

Die Eisenbahnstrecke in Serbien muss modernisiert und in vielen Fällen zunächst elektrifiziert werden, erklärte der Infrastrukturminister. Der kroatische Teil des Verkehrskorridors 10 sei, laut dem kroatischen Staatssekretär Mileta, der beste Streckenabschnitt.

Slowenien verfügt noch immer nicht über die erwünschte Eisenbahninfrastruktur. In folgenden fünf Jahren will man deshalb von 5 bis 8 Mrd. Euro darin investieren, erklärte der slowenische Minister Vlacic.

Anwesende Reporter haben der Frage zum Namen des neuen Unternehmens gelacht sowie ob den Namen "Eisenbahnunternehmen von Serben, Kroaten und Slowenen" akzeptabel wäre.

- Ich bin bereit, jeden interessanten Vorschlag von Medien zu berücksichtigen - sagte der serbische Minister Mrkonjic.




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