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Mit Chinesen auf dem Korridor 11 - Belgrader Bauunternehmen "Planum" startet Projekte in Angola im Gesamtwert von 1 Mrd. US-Dollar und baut zugleich Straßen in Serbien

Samstag, 12. 01. 2013.|02:54 | Quelle: eKapija
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Passagiere, die nach Moskau fliegen, könnten auf eine von mehreren vom Bauunternehmen "Planum" gebauten Rollbahnen auf dem größten internationalen Flughafen Schermetjewo landen. Das Belgrader Unternehmen, das am 14. Januar seinen 65. Jahrestag feiert, kann nicht nur auf wichtige infrastrukturelle Objekte in Russland, sondern auch auf unlängst gewonnene Bauaufträge in Angola im Wert von fast einer Mrd. Dollar stolz sein. In Serbien ist das Unternehmen am Bau des Verkehrskorridors 11 engagiert.

In einem Interview für "eKapija" gab Ratomir Todorovic, Generaldirektor von "Planum" bekannt, dass man mit den Ergebnissen im Vorjahr zufrieden sei und kündigte Projekte für 2013 an.

- Wir haben den Geschäftsplan für 2012 zum größten Teil realisiert, vor allem im Ausland und haben zugleich Projekte für die folgenden 2-3 Jahre vereinbart. Darunter ist ein großer Bauauftrag in Angola im Wert von einer Mrd. Dollar. Wenn es um Serbien geht haben wir vor, im Laufe 2013 die Teilstrecke Ub-Lajkovac fertig zu stellen. Es wäre gut, wenn die Arbeiten entlang der ganzen Trasse von Ljig bis Preljina fortgesetzt werden, damit wir möglichst schnell mit dem Bau beider Tunnel beginnen. Wir wollten das vor dem Winter tun, konnten das nicht, weil die Enteignung noch nicht zu Ende geführt worden ist - erzählt der Geschäftsführer von "Planum".

Todorovic erwähnte auch die Zusammenarbeit mit chinesischen Unternehmen, die am Bau von Teilstrecken Obrenovac-Ub, Lajkovac-Ljig und Pojate-Kruševac-Kraljevo teilnehmen. Der Bau dieser Verkehrsstraße wird mit einem Kredit der chinesischen Exim Bank finanziert.

Ratomir Todorovic

- Wir werden in diesem Jahr die Verhandlungen mit Chinesen über Teilstrecken des Verkehrskorridors 11 aufnehmen.

Der Gast von "eKapija" sagt, mit dem Fortschritt der früher aufgenommenen Arbeiten am Verkehrskorridor 11 nicht zufrieden zu sein.

- Seit zwei Jahren bauen wir gemeinsam mit dem Straßenbauunternehmen "Putevi Uzice" die Teilstrecke Ub-Lajkovac. Dieser Bauauftrag sollte Ende 2012 erledigt werden. Das geschah aber aus mehreren Gründen nicht. Vor allem weil die Enteignung sehr langsam durchgeführt wurde. Es gibt Teile in der Mitte der Trasse, die noch nicht enteignet worden sind. Wir versuchen, die Parzellen, auf denen wir nicht bauen dürfen, umzugehen. Unser dritter Partner "PZP Beograd" ist in eine äußerst schwere Geschäftslage geraten, den Auftrag aufgegeben. Wir mussten deshalb auf die gerichtliche Entscheidung warten - erklärt Todorovic. Wenn man die Expropriation in ein bis zwei Monate durchführt, gäbe es keine Störungen für die Fertigstellung der Teilstrecke bis Sommerferien, so Todorovic.

Und wenn es um den Bau des dritten Fahrstreifens einer Ortsumgehung (Beograd-Dobanovci-Ostruznica) geht, sagt unser Gast, dass er den Vertrag bereits unterzeichnet worden sei, sowie dass man auf die Baugenehmigung wartet.

- Wir wurdem in dieem Falle gemeinsam it dem Unternehmen "Ratko Mitrovic-Niskogradnja" beauftragt, aber man hat bisher nicht alle Eigentumsverhältnisse geklärt. Erdarbeiten sind vollendet, so dass wir sofort nach der Erteilung der Bagenehmigung mit dem Bau beginnen können.

Das Unternehmen habe seine Überlebung vor allem den Aufträgen aus dem Ausland zu verdanken, behauptet Todorovic. Es sei, laut Worten vom Generaldirektor", sehr schwer, Bauuaufträge in Serbien zu bekommen in Hinsicht auf die harte ausländische Konkurrenz. Die Forderungen gegenüber Auftraggebern lassen sich auch sehr schwer eintreiben.

- Wir haben uns um fast alle Bauaufträge außer um die unlängst ausgeschriebenen beworben. Wir haben das aufgegeben. Die Teilnahme an Vergabeverfahren ist sehr teuer, man benötigt zwischen 30.000 und 50.000 Euro. Es ist einfach sinnlos, sich zu bewerben. Gemeinsam mit Partnern im Konsortium haben wir sehr niedrige Angebote eingereicht, aber es geschah regelmässig, dass Angebote ausländischer Unternehmen um 10-15 und bis 30% günstiger als unsere waren, was völlig unrealistisch ist. So niedrige Preise lohnen sich einfach nicht. Alle Bauaufträge, die solchen Bietern vergeben wordn waren, wurden nicht zu Ende geführt oder nie aufgenommen. Wir haben uns, z.B., um den Bau der Donaubrücke bei Beska, in einem Konsortium mit "Mostogradnja" beworben. Der Auftrag wurde uns, natürlich, nicht vergeben, weil der Finanzier, die Europäische Bank, unsere Teilnahme nicht bewilligt hat. Der Auftrag bekam "Alpine". Ihm hat später das zweite und dritte Mitglied angeschlossen und sie verlangen jetzte 100 Mio. Euro. Das geschieht an allen Teilstrecken. Unternehmen nutzen jede Möglichkeit für die Opstruktion, um Preise zu erhöhen und der Staat toleriert ihnen das.

Todorovic wies darauf hin, dass der Staat die Schulden gegenüber seinem Unternehmen noch immer nicht getilgt hat. Man hat die Kredite zurückgezahlt und fordert jetzt fast 500 Mio. Dinar vom Staat.

Der Gast von "eKapija" sagt, dass "Planum" Staatsbehörden bereits auf zahlreiche Probleme in der serbischen Bauindustrie hingewiesen und Vorschläge für ihre Behebung gegeben habe. Keines dieser Probleme wurde bisher gelöst.

Auftrag im Wert von einer Mrd. Dollar

"Planum" hat Ende des vergangenen Jahres Verträge im Gesamtwert von einer Mrd. Dollar in Angola abgeschlossen. Im Februar dieses Jahres sollte man mit der Umsetzung des ersten von drei großen Projekten für die Streitkräfte dieses afrikanischen Landes beginnen.

Blagoje Cirovic

- Der Bau eines Militärkrankenhauses, das eine Fläche von 180.000 einnimmt, beginnt im Februar 2013. Bis Ende Juni werden wir den Bau eines Militärflugplatzes aufnehmen und im Laufe des Jahres von sechs Arzneimittelfabriken im Auftrag der Streitkräfte Angolas. Alle neu vereinbarten Aufträge sind Ergebnis der langjährigen Präsenz unseres Unternehmens in Angola - erklärte Blagoje Cirovic, Exekutivdirektor von "Ango-Planum", Tochterfirma von "Planum" in Angola, an einer Presekonferenz.

Cirovic erinnerte daran, dass man sich um die Umsetzung der erwähnten Projekte noch im Vorjahr, während des Besuchs des angolanischen Verteidigungsministers in Belgrad.

Die Garantien für Verträge abgeschlossen mit dem Angola werde "Planum" von den Schweizer und russischen Banken auf diesem Markt bekommen, sagte man in "Planum". Man konnte die Garantien in Serbien nicht bekommen, unabhängig davon, wie groß und wichtig dieses Geschäft ist.

600 Arbeiter aus Serbien sollten an Projekten in diesem afrikanischen Land engegiert werden. Die Geschäftsleitung von "Planum" unterstreichen, dass die Aktivitäten des Unternehmens in Angola anderen Bauunternehmen aus Serbien ermöglicht, an der Umsetzung der jüngst abgesprochenen Projekte teilzunehmen.

Suzana Obradović

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